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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Pelz-stiefel bis be-mogeln (Bd. 1, Sp. 694 bis 695)
 
  Pelz-stiefel Pl.: 'mit Pelz gefütterte Stiefel', Belzstiwwel [ Gal].
 
  
Pelz-wald m.: Wald östlich von Reipoltskirchen, FlN. WR.: Wenn de Pelzwald ebsch is

[Bd. 1, Sp. 695]
(wenn die Blätter die Rückseite zeigen), gibt's Reen [ KU-Reipkch].
 
 
Pelz-weste f.: 'mit Pelz gefütterte Weste', Belzwescht [KL-Hütschhs verbr. Gal].
 
  
be-mangeln schw.: 'quälen', bemangele [ KB-Otth]. — Zu mhd. mangelen 'ringen, handgemein werden', Lexer Lexer I 2030.
 
  
be-mänteln schw.:
1. etwas b. 'beschönigen', bemändele, umgspr. [WD-Niedkch, verbr.]; dafür in guter Mda. vermimbele, s. vermimpeln. —
2. einen b. 'in auffallender Weise bedienen, bewirten', bemendele [ KU-Hundh Schmittw/O]. — Zu PfWB Mantel. — RhWB Rhein. V 847.
 
 
be-marken schw.: 'bezeichnen'. a. 1736: dannen forth zum 3ten und 4ten Stein ... seind oben auf mit Winkel striechen bemarkt [Lgb. von Otterbach u. Sambach Bl. 403 (GdArch. Otterberg)]. Bad. I 145 bemerken.
 
  
bem-bem Interj.: in Spottversen der Kinder. Gesang der Schüler, wenn sie beim Ende des Unterrichts außer Hörweite des Lehrers sind: Bem-bem, bem-bem, die Schul isch aus, de Lehrer loßt die Esel raus [LU-Böhl (um 1930)]. Spottvers auf den Träger des Namens Heinrich: Hennrich, Hennrich, bem-bem-bemb, hot sein Himb am Arsch verbrennt [ KU-Kreimb].
 
  
Bember m.: Spottname für Heinrich, Bember [Lu'haf LA-Edk]; vgl. PfWB bem-bem.
 
 
Be-merkung f.: gew. im Pl. Bemerkunge [verbr.]. Bad. I 145.
 
 
be-mitleiden schw.: im SprW.: Besser beneid't als bemitleid't [Hebel 48]. Bad. I 145.
 
 
be-mogeln schw.: einen b. 'anschwindeln', umgspr., bemoglə (-mōglə, selten -mōxlə) [verbr.], -mougle [verbr. SOPf], -moggle [verbr. NPf PS-Geisbg]. Syn. s. PfWB betrügen. RhWB Rhein. V 1220; Bad. I 145; Küpper I 96.