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Peitsche bis Bei-vormünder (Bd. 1, Sp. 681 bis Bd. 6, Sp. 1768) | |||
Peitsche, f. peitscheln, schw. peitschen, schw. Peitschen-häklein, n. Peitschen-hängel, m. Peitschen-riemen, m. Peitschen-stecken, m. Peitschen-stiel, m. Peitschen-stock, m. Peitschenstock-kraut, n. Bei-vormünder, m. Bei-wesen, n. bei-wesend, Adv. bei-zackern, schw. Beize, f. Beize, f. bei-zeit, Adv. bei-zeiten, Adv. beizen, schw. bei-ziehen, st. Bei-zügel, m. be-jazen, schw. be-jusen, schw. be-kannt, Adj. Be-kanntschaft, f. be-kappen, schw. be-kärmen, schw. be-karmsen, schw. be-kärmsen, schw. Be-kehrde, f. be-kehren, schw. peken be-kennen, schw. Peker pekerig be-klagen, schw. be-kohlen, schw. be-kommen, st. be-kömmlich, Adj. be-komplimentieren, schw. be-köpfen, schw. be-koren, schw. be-köstigen, schw. be-kräcksen, schw. be-krönen, schw. be-kröpfen, schw. peksieren, schw. be-kümmeln, schw. be-kümmern, schw. be-kuren, schw. be-kürzen, schw. be-kustern, schw. be-laden, st. Be-lag, m. be-lämmert, Adj. Be-lang, m. be-langen, schw. be-langs, Adv. Pelargonie, f. Bele be-ledern, schw. be-legen, schw. be-lehren, schw. be-leibt, Adj. be-leidigen, schw. Be-leidigung, f. be-lemmert Pelerine, f. belfern, schw. Belfort belfzen, schw. Belgier, m. Belgrad be-lieben, schw. be-liebt, Adj. Bella, f. Bell-arsch Bellart, m. Belle, f. bellen, schw. bellen, Adj. Bellen-baum, m. Bellen-garten, m. Bellen-laub, n. Bellen-markt, m. Beller, m. Bellerchen bellern Bell-heim, ON Belliselchen, n. Bell-maul Bello, m. Belsen-baum, m. Belsen-beere, f. Belte be-luchsen, schw. Pelz, m. Pelz-apfel, m. Belze-bock, m. Belze-buppen, Pl. | 1. wie schd., Beitsch (s. F.), zur Verbr. s. K. 31. Vielerorts erscheint P. neben dem älteren Wort Geißel (Gääschel, Gaaschel u. ä.); P. bezeichnet dann zumeist das im Laden gekaufte, G. das selbstgemachte Gerät. In BZ-Lug wird die P. des Landmannes Gääschdel, die Spielpeitsche des Kindes hingegen Beitsch genannt. Mancherorts kennt man das Wort nur in Zs., wie z. B. Hunds-, Knottel-, Reit-, Schäsenpeitsche. Den Unterschied zwischen städtischem und ländlichem Gebrauch beleuchtet Otterstetter S. 182: »Während sich die Stadtmda. mit baid (Peitsche) an die nhd. Gemeinsprache anschließt und sich damit in Gegensatz zum westpfälzischen Sprachraum stellt, ist in der Landmda. allein gl (Geißel), der bodenständige Mda.-Ausdruck, üblich. Einige städtische Sprecher in bestimmten soziol. Gruppen geben ländlichem Einfluß Raum, indem sie gl mit der Sache übernehmen.« Die Pfälzer in Galizien bezeichnen jede Art von P. mit dem Wort Beitsch; Lambert Penns führt beide Wörter auf (s. d. 25 u. 61). Zs.: PfWB Acker-, PfWB Bogen-, PfWB Tänzer-, PfWB Eschen-, PfWB Fahr-, PfWB Fuhrmanns-, PfWB Holz-, PfWB Kuh-, PfWB Reiter-, PfWB Rohr-, PfWB Schäfer-, PfWB Stahl-, PfWB Wagenpeitsche. — RA.: Die Zeit vergeht wie mit der B. geknallt [ Gal-Dornf]; nasses Wetter ist Weððer for die Beitsche (weil man dann die Pferde stärker antreiben muß) [ Gal-Dornf Buch-Onufry]. Er hot die B. in de Hand 'ist Herr im Haus' [ LU-Alsh]. SprW.: Wer die B. in de Hand hot, der kläppert 'knallt — regiert' [Bergz u. Umg.], Hawwere (mit Hafer füttern) esch die bescht B. [ BZ-Dierb]. VR.: Kann net bolisch, kann net deitsch. Kummt die Mutter mit der Beitsch, kummt der Vatter hinnedrin, schlaat mer alle Rippe in [allg. Gal]. — 2. 'Haselrute' [Bd. 1, Sp. 682] [ KU-Bedb Kaulb Jettb]. Zs.: PfWB Hasel(nuß)peitsche. — F.: fast allg. baid; mittl. VPf: bḁid. Lagarrigue gibt für Neustadt pḁid an. — RhWB Rhein. VI 603; Bad. I 141.
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