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Pfälzisches Wörterbuch 
 
bei-holen bis Bei-lage (Bd. 1, Sp. 665 bis 667)
 
bei-holen, schw.
bei-hotzeln, schw.
Beijaß
bei-kommen, st.
beikomm-folgen, schw.
bei-können
bei-korzeln, schw.
bei-korzen, schw.
bei-kreischen, st.
Beil, n.
Bei-lach, f.
Bei-lage, f.
bei-laufen, st.
Bei-läufer, m.
bei-läufig, Adv.
bei-läuftig, Adv.
bei-läuflich, Adv.
bei-legen, schw.
bei-leibe, Adv.
Bei-leid, n.
beilen, schw.
Beilen-scheibe, f.
Beil-haus, n.
Beil-helm, m.
Beil-öhr, n.
Beil-pickel, m.
Beil-schneide, f.
Beil-stein, n.
Beil-stiel, m.
bei-lingen, Adv.
beilings, Adv.
bei-machen, schw.
Bein, n.
Pein, f.
bei-nahe, Adv.
Bein-brech, m.
Bein-bruch, m.
beincheln, schw.
Beinches-knopf, m.
Beinders-heim, ON
beinen, Adj.
beinern, Adj.
Bein-haus, n.
Bein-heil, n.
bei-nicken, schw.
beinig
peinigen, schw.
peinlich, Adj.
Bein-nickel, m.
Bein-pfetzer, m.
Beins, m.
Bein-schiene, f.
Bein-schindel, f.
bein-seichen, schw.
bei-rechen, schw.
bei-rufen, st.
Beis
bei-säen, schw.
bei-sammen, Adv.
Bei-sasse, m.
bei-schaffen, schw.
Bei-schar, f.
bei-scheißen, st.
Bei-schlag, m.
bei-schlagen, st.
bei-schleifen, schw.
Bei-sein, n.
bei-seite, Adv.
Bei-spiel, n.
bei-springen, st.
Bei-sprung, m.
Beißel, m.
beißen, st.
Beißer, m.
Beiß-hänneschen, n.
Beiß-knollen, m.
Beiß-korb, m.
Beiß-zange, f.
bei-stehen, st.
bei-stellen, schw.
Bei-strich, m.
beiten, schw.
Bei-trag, m.
bei-tragen, st.
bei-treten, st.
Peitsche, f.
peitscheln, schw.
peitschen, schw.
Peitschen-häklein, n.
Peitschen-hängel, m.
Peitschen-riemen, m.
Peitschen-stecken, m.
Peitschen-stiel, m.
Peitschen-stock, m.
Peitschenstock-kraut, n.
Bei-vormünder, m.
Bei-wesen, n.
bei-wesend, Adv.
bei-zackern, schw.
Beize, f.
   bei-holen schw.: 'herbeiholen'. Holz, Kohle beihole [ RO-Obd, Dielkch KL-Siegb]. Der Hund hot die Schof beigholt 'herbeigetrieben' [ BZ-Dernb]. Do geht die Betz un holt ihm noch sei Peif un Duwack bei [Birmelin Poems Penns 106] — F.: Part. Perf. in der mittl. u. südl. VPf u. Penns: kōld u. kould ( < ghōld); sonst gəhōld.RhWB Rhein. III 762; Bad. I 139.
 
 
bei-hotzeln schw.: 'auf dem Rücken herbeitragen',

[Bd. 1, Sp. 666]
beihotzle [verbr. VPf]; vgl. PfWB beikorzeln. — Das Grundw ist Intensivbildung auf -ze(n) zu PfWB Hotte 'Rückentraggefäß'. Vgl. auch DWB DWb. IV 2, Sp. 1846/47.
 
 
Beijaß s. PfWB Bajaß.
 
  
bei-kommen st.:
1. absol.
a. 'herbeikommen'. Er kummt ewich net bei [GH-Kand, verbr. vorn. VPf u. NPf]. Mach, daß beikummscht! 'Beeile dich!' [ FR-Mörsch]. Die Weihnachde sin aa widder beikumme [ LU-Friesh]. RA.: was uf- un beikummt 'was erarbeitet wird' [ Gal-Dornf]. —
b. '(an einen Gegenstand) herankommen, gelangen'. Mer kummt net gut bei (z. B. an Maschinenteile) [LU-Altr, verbr.]. 's es schlecht beikumme [ KU-Kaulb]. —
2.
a. einem b. 'einen Menschen im Gespräch, im Streit überwinden'. Dem kammer net b. 'Dem kann man nichts anhaben', von einem Klugen, Schlauen [ LA-Gommh, allg.]. Dem kumm ich bei! [ KB-Albish, allg.]. —
b. einem Schaden b. 'den Schaden beheben'. Die sein ehrem Schare beikumm [ FR-Bockh]. — F.: fast allg. baikumə; westl. WPf: -komə, KU-Körbn: -kamə (Näheres s. unter PfWB kommen). Part. Perf. allg. ohne ge-. — RhWB Rhein. IV 1165/66.
 
  
beikomm-folgen schw.: 'nötigen herbeizukommen'. Er hott'n beikummfolcht [ KL-Hirschhn].
 
 
bei-können s. PfWB bei 1 a.
 
  
bei-korzeln, -korzenschw.: 'mühsam herbeitragen', beikorzele (baikoÄrdsələ) [ KL-Hirschhn Kottw/Schwand PS-Wallhalb], beikorze [ FR-Kirchh]; vgl. PfWB beihotzeln.
 
  
bei-kreischen st.: 'herbeikreischen'. RA.: besser beigschisse als beigekrische 'besser unter Abweichen als unter Schreien', vom Zahnen der Kinder [ PS-Erfw].
 
 
Beil n.: wie schd., Beil (bail) [fast allg.], Bijel (bijəl) [lothr. SWPf]. Das B. unterscheidet sich von der Axt durch den kürzeren Stiel und in einzelnen Arten (s. die Zs.) auch durch Form und Größe der Schnittfläche. RA.: Der is mim Beil ausgehackt, von einem Menschen ohne Lebensart [verbr. Gal]; vgl. PfWB Axt. — Zs.: PfWB Daugen-, Fall-, PfWB Felgen-, Flach-, Fleisch-, Friesen-, Hack-, Hand-, Hau-, Küchen-, Küfer-, Lang-, Metzel-, Metzger-, Rüben-, Schrot-, Spalt-, Stiefel-, Stümmel-, Wagner-, Weiher-, Wiesen-, Wingerts-, Zimmermanns-, Zucker-, Zwerchbeil. a. 1521: zwey byhel [SpeyGgHospR]. a. 1750: 3 Beiler [SSp von der Leyen Fasz. 100 Inventarium aus Wernersberg]. — Pl.: bail [mittl. NPf nördl. VPf], bailə [mittl. WPf], bailər [nördl. NPf mittl. u. südl. VPf], Dim. bailχə, Pl. bailχər. — RhWB Rhein. I 587/88; Saarbr. 22; LothWB Lothr. 43; ElsWB Els. II 22; Bad. I 139.
 
 
Bei-lach f.: 'Behelfsgrenzzeichen'. a. 1592: Ein beilag im Thal mit einem Kleinen Creutzlein, Ein beiloch mit einem Alten X [StArch. Bad

[Bd. 1, Sp. 667]
Dürkheim]. a. 1754: ein liegender felß mit einem + als Ein beyloch marquiret [Kurpf. 1659, 21, Grenzbeschreibung Weidenthal]. Vgl. PfWB Gelach. — Zu mhd. lāche 'Grenzzeichen'. Der Wandel lāche > -loch wie in strāze > mda. Stroß (drōs).
 
  
Bei-lage f.:
1. 'was zum Fleisch gegessen wird', Beilach [ LU-Limbghf]; vgl. PfWB Beiessen. —
2. Zeitungsbeilage. — RhWB Rhein. V 41; Bad. I 139.