Be-erdigung, f.Beere, f.beereln, schw.Beeren-auslese, f.Beeren-mann, m.Beeren-riffel, m.Beeren-wein, m.Beet, n.beetBeete, f.Beet-rechen, m.Beet-stück, n.be-fahren, st.Be-fehl, m.be-fehlen, st.Befehl(s)-haber, m.Beffchen, n.be-fisseln, schw.be-forchenBeforchungbe-fragen, schw.be-freunden, schw.be-frieden, schw.be-fühlen, schw.be-furchen, schw.Be-furchung, f.be-gattenbe-gegnen, schw.be-gehen, st.Be-gehr, n.be-gehren, schw.be-geistern, schw.Pegel-häuschen, n.pegenbegern, schw.be-gierig, Adj.be-gießen, st.be-gleichen, st.be-gleitenbe-gockeln, schw.be-gocksen, schw.Be-gräbde, f.be-graben, st.Be-gräbnis, n.be-grasen, schw.be-greifen, st.be-greiflich, Adj.Be-griff, m.be-grinseln, schw.be-grüßen, schw.be-gumpeln, schw.be-güten, schw.Begüten-gewanne, f. m.Begüten-wald, f. m.be-häb(e), Adj.be-häbt, Adj.be-häbig, Adj.be-hächsen, schw.be-haftet, Adj.Be-halt, m.Be-haltchens, n.be-halten, st.Be-haltens, n.Be-hälter, m.be-hälterig, Adj.be-haltsam, Adj.be-hammeln, schw.behämmernbe-handeln, schw.be-händigen, schw.Be-handlung, f.Be-hang, m.be-hängen, schw.be-harren, schw.be-hauen, st.be-haupten, schw.Be-hausung, f.be-heben, st.be-heb(t)be-hegen, schw.beheimernBe-helf, m.be-helfen, st.Be-helferei, f.Beheme, Gen.?be-hemmenbe-hemmschen, schw.be-hend, Adj.be-hexen, schw.be-hilflich, Adj.Behlebe-hofen, schw.be-holzen, schw.Be-hölzigung, f.Be-holzung, f.be-hörig, Adj.Be-hulf, m.Be-hülf, m.be-hurmelt, Adj.be-hüten, schw. | Be-erdigung f.: wie schd., Beerdichung (bə- ǟrdiχuŋ). Das Wort setzt sich, älteres Leicht verdrängend, immer mehr durch; vgl. Otterstetter 186. Bei Beerdigungen erhalten Pfarrer und Lehrer am Sterbehause Lorbeersträuße, die sie ins offene Grab werfen [ HB-Jägbg], oder Zitronen [NPf]. Volksgl.: Wenn bey der Beerdigung eines Toden der Sarg, wenn er verschlossen wird, einen hohl-dumpfen Ton von sich gibt, so stirbt bald jemand aus der Familie [Journ. 7. Jg. (1790), S. 142-44].
Beere f.: wie schd., doch ist das Simpl. im Sing. nur als Dim. gebräuchlich, z. B. e dickes Beerche (Beerl), vgl. PfWB Berkel. Im Pl. heißt es mancherorts: Mer gehn in die Beere, kummen aus de Beere, meist aber: ... in die Häälebeere usw. VR.: Hole, hole Rere! Mer kumme aus de Beere. De Beermann is zu uns kumme un hot uns Beere all genumme. Bis uff eni, so kleeni, die hätt'er ah känne nemme! [PS-Petbch (Wilde S. 101)]. Das Wort erscheint zumeist in den Zs.: PfWB Pflaster-, PfWB Bick-, PfWB Bräm-, PfWB Tinten-, PfWB Dorn-, PfWB Trauben-, PfWB Druschel-, PfWB Ein-, PfWB Els-, PfWB Erd-, PfWB Flamm-, PfWB Grussel-, PfWB Hecken-, Heckenbrom-, PfWB Heidel-, PfWB Him-, Jakobsheidel-, PfWB Johannis-, PfWB Juden-, PfWB Kindchens-, PfWB Klein-, PfWB Maul-, PfWB Mehl-, PfWB Rausch-, PfWB Rotz-, PfWB Sau-, PfWB Schleh-, PfWB Schnapp-, PfWB Schwarz-, Schwarzhim-, PfWB Stachel-, PfWB Staudel-, Stauden-, Sumpfheidel-, PfWB Vogel(s)-, PfWB Wacholder-, PfWB Weinbeere. — F.: bēr, bēÄr, bēÄ, mit unmerklichen Übergängen. Zum Dim. (Sg. u. Pl.) s. PfWB Baum. — RhWB Rhein. I 574; ElsWB Els. II 76; Bad. I 134.
beereln schw.: 'Beeren aus der Traube abpflücken', beerle (bērlə) [südl. VPf].
Beeren-auslese f.: 'der aus den besten Trauben gewonnene Wein', Beereausles (ˈbērəauslēs) [allg.].
Beeren-mann m.: Schreckgestalt in der Vorstellung beerensuchender Kinder, s. d. VR. bei Beere. Zs. Heidelbeermann. Bad. I 134.
Beeren-riffel m.: 'Kamm zum Abstreifen der Heidelbeeren', Beereriffel [ PS-Geisbg LU-Limbghf]. Bad. I 134.
Beeren-wein m.: wie schd., bes. Himbeer-, Johannisbeer- und PfWB Stachelbeerwein (Grusselbeerwein).
Beet n.: 'Gartenstück für Blumen oder Gemüse'; e Beet (bēd) Gummere 'Gurken' [verbr.]. Das erst in jüngerer Zeit aufgekommene Wort verdrängt die ältere Bezeichnung Land, Ländche, die bei den Auslandspfälzern des Ostens bis zuletzt (1939) herrschend war. — In der SOPf die ältere Form bed, ebenso in Penns, s. Lambert Penns 27. (In Penns daneben auch land.) Zs. PfWB Pflanz-, PfWB Endivien-, PfWB Erbsen-, [Bd. 1, Sp. 650] Kukumer-, PfWB Mist-, PfWB Warm-, PfWB Zwiebel-, Zwiebelschlottenbeet. — Pl. bēdə u. bēdər (bzw. bedər). — RhWB Rhein. I 652 (Bett 2 b); ElsWB Els. II 113; Bad. I 134/135.
beet 'im Spiel verloren haben' s. PfWB bet.
Beete f.: 1. 'Rotrübe (Beta v. rubra)', Beede (Pl.) [Kirchhbol u. Umg. (Wilde 216)]. — 2. 'Mangold (Beta vulgaris)', Beede (Pl.) [»Von Dürkheim nach Osten« (Wilde 216)]. — RhWB Rhein. I 574.
Beet-rechen m.: 'schmaler Gartenrechen', Beetreche [ LA-Mörzh]; vgl. PfWB Pfadrechen. | |