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Pfälzisches Wörterbuch 
 
be-däumeln bis be-dienen (Bd. 1, Sp. 646 bis 647)
 
   be-däumeln schw.:
1. 'anfühlen', bedeimele (bədaimələ) [ KU-Odb]; vgl. PfWB anfingern; Syn. s. PfWB berühren. —
2. 'betrügen'. a. 1792: Er läßt sich bedäumeln [Klein Prov. 43]. — RhWB Rhein. I 1294.
 
 
Pedder s. PfWB Pfetter; Pedderich s. PfWB Pfetterich; Bede 'Steuer' s. PfWB Bete.
 
 
be-decken schw.: nach dem Schd. De Himmel bedeckt sich. In echter Mda.: macht (zieht) sich zu. Vgl. PfWB zudecken. RhWB Rhein. I 1300; Bad. I 133.
 
  
Pedell m.: 'Schuldiener', Pedell [ LU-Oggh Limbghf]; vgl. PfWB Büttel, PfWB Hausmeister. RhWB Rhein. VI 596; Bad. I 133.
 
  
be-denken schw.: etwas b., sich b. 'überlegen', bedenke (bədęŋgə) [verbr.]; sich annerscht b. 'seinen Vorsatz ändern' [verbr. westl. WPf]. Er kriet Zeit zum Bedenke 'muß eine Freiheitsstrafe verbüßen' [ KL-Wörsb]. RhWB Rhein. I 1317/18; Bad. I 133.
 
  
be-deuten schw.: wie schd., bedeidə (bədaidə)

[Bd. 1, Sp. 647]
[VPf], bedeire (bədairə) [WPf], (bədaiðə) [KU-Kaulb Gener. der Ältesten (1950) Gal-Dornf]. Was soll das bedeire? sagte der Jean zum Franz, als ihm dieser mit dem Knüppel auf den Kopf schlug [ KL-Gimsb]. WR.: Owendrot bedeit schän Werrer [ KB-Kriegsf]. Volksgl.: En Spiegel verbreche bedeit en Unglick [Fogel Beliefs Penns Nr. 481]. Wammer draamt vun hoch Wasser, bedeits en Dod [ebd. Nr. 261].
 
  
be-diaduseln schw.: 'betrinken'. Er es bediaduselt [ FR-Bockh]; vgl. PfWB beduselt.
 
 
be-dibbern schw.: 'überreden', bediwwere [Kühn Hamet 97 Kiefer 31]. — Zu jidd. dibbern, Wolf 1007, hebr. dibbēr 'sprechen', Schwäb. II 186. — Bad. I 133.
 
  
be-dienen schw.:
1. einen b., im Kaufladen, am Krankenbett usw., wie schd., bediene [allg.]; im übertragenen Sinne: gut b. 'gute Worte geben' [ KL-Niedkch]. Iron. bedient sein (pass.) 'einer Sache überdrüssig sein', eigentl. 'schlecht bedient sein' [allg., vorwiegend städt., vgl. Otterstetter 266]. —
2. sich b. 'von dem Angebotenen (Speisen, Waren) selbst nehmen' [allg.]. —
3. bedient sein (mit aktiver Bed.) 'dienen'.
a. pers. Er esch beim Owerscht bedient 'ist Offiziersbursche' [LA-Nußd, verbr.]. a. 1615: (der) dem Pfarrer in der Kirchen mit Singen bedient sein könnte [Vogel 28 (GH-Zeisk)]. Substant. Bedienter 'Diener' [verbr.]. Volksgl.: Mittwochs soll mer ken Bedientes einstehn losse, oder's bleibt net lang [Fogel Beliefs Penns Nr. 1313]. —
b. sachl. Dem es neicht bedient 'Bei dem wird nichts in acht genommen' [ WD-Niedkch].