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Pfälzisches Wörterbuch 
 
baschen bis Baser (Bd. 1, Sp. 588 bis 591)
 
   baschen schw.:
1. 'prügeln'. Er krieht die Kutt geboscht [ IB-Bliesmg/Bolch]. Syn. s. PfWB verhauen. —
2. 'enthülsen', basche [Buffington-Barba Penns]. Sin die Bletter geel am Nascht, Dann werd's Welschkorn aw gebascht [PennsDeitschEck 5. 10. 1935].
 
 
paschen schw.: 'schmuggeln', pasche [Pirmas]. RhWB Rhein. VI 533
 
  Pascher m.: 'Schmuggler', Pascher [Pirmas]. Rhein. VI 533.
 
 
Paschkenat s. PfWB Pastinake.
 
  
Baschlik m. u. f.: 'Kapuze mit Ansatz, der den Hals schützt', Baschlik (ˈbalig) [ KU-Kaulb RO-Messbhf Alsbr NW-Hardbg Weish/S], (bḁlig) [LA-Impfl], Barschlik [ LU-Opp], Baschlek (ˈbaleg) [ KU-Diedk], Baschlipp [ LA-Gommh]. RhWB Rhein. I 487; Bad. I 122.
 
  
Base f.:
1. weibliche Seitenverwandte; seit etwa 1920 stark schwindend, 1965 nur noch bei Alten zu hören.
a. 'Tante'; Bas [verbr.]; heute dafür fast allg. Dande. VR.: Gumorje, Bas un Vetter! Machen eier Better! Unne Stroh un owwe Stroh un in de Mitte grad so [verbr. Gal]. —
b. 'Großtante' [1930: KU-Hundh HB-Kirrbg ZW-L'wied KB-Kriegsf Bubh LA-Gommh BZ-Stein GH-Berg]. —
c. 'jede entferntere Verwandte', gew. mit Nennung des Vornamens, Lissibas, Bas Marlen, Annebäs'che usw. [verbr.]. —
d. 'Kusine' in jüngerer Zeit, oft im Dim., s. F., Bäs'che [verbr.]. —
e. 'Geschwisterenkelin', Bäsche [ KB-Eisbg]. —
2. 'Großmutter', Bas [ KL-Erlb]. —
3. 'Patin' [KU-Reiffb ZW-Knopp PS-Schopp KB-Gauh Mörsf FR-Mörsch LU-Iggh NW-Dürkh verbr. Don Gal Rußl-N'baden]; dafür fast allg. Got. Vgl. DWA IV Karte »Patin«. Spiel aus früherer Zeit: Zwei größere Kinder setzen ein kleineres auf ihre verschlungenen Hände, schwingen es hin und her und singen dabei: Schwinge, schwinge, Häsel, morje

[Bd. 1, Sp. 589]

[Bd. 1, Sp. 591]
kummt dei Bäsel, bringt 'm Kind e Weckel un e zuckrich Häsel [ NW-Weish/S]. —
4. 'Hebamme', Bas, Bäsl [Umg. Hombg KL-Landstl Umg. FR-Grünstdt], vgl. K. 12 bei Amme, dort auch Syn.; auch in den Zs. PfWB Basamme u. PfWB Ammenbase; vgl. auch Kindchenbase. —
5. 'bekannte ältere Frau', bes. als ehrende Anrede (in Verb. mit dem Namen), Lissibas, Majerschbas, auch Schulbas 'Lehrersfrau', oft im Dim. [WPf nördl. VPf], Bas Amrie [südl. WPf u. VPf]. Kosewort und gut gemeintes Drohwort für kleines Mädchen, bes. im Dim. [ NW-Forst GH-Hayna]; gieks mer die Bas, ein Spiel mit kleinen Mädchen, bei dem man ihnen mit dem Finger auf die Brust tippt [ FR-Hettldh Höning]. —
6. 'Hausherrin', in der Anrede des Gesindes, fast nur in bäuerlichen Betrieben, Bas Bäs'che, Bäsel. Zur Verbr. für 1935 s. K. 24; 1960 ist das Wort in den Bedeutungen 5 u. 6 fast vollständig durch Frau abgelöst. —
7. 'Fürsprecherin', in der RA.: Der hot iwwerall e Vetterche un Bäs'che [RO-Schweisw, verbr.]. —
8. 'Geldverleiherin' in der RA.: Geh zu de Bas Lehne (Lene), zu einem, der Geld leihen (entlehnen) will [Hebel 29]. —
9. 'Klatschbase, Plaudertasche'. Du bischt e rechdi B. [verbr.]; vgl. PfWB basen. Zs.: PfWB Frau-, Gerust-, PfWB Kaffee-, PfWB Klatsch-, PfWB Maien-, PfWB Quatsch-, Ratsch-, PfWB Rätsch-, PfWB Schlabber-, PfWB Schwaddel-, PfWB Stadt-, PfWB Wasch-, Wäschbase. Zu Bed. 1, 2, 5, 6 u. 7 vgl. auch PfWB Vetter. — F.: bās [vorherrschend], bs [KU-Kaulb u. Umg. östl. NPf verbr. VPf (Bertram 16)]. Dim. bsχə [mittl. WPf], bsjə [verbr. westl. WPf], bēsi [NWPf], bāsi [ RO-Rehborn], bsl [mittl. u. südl. VPf]. — RhWB Rhein. I 488/89; Saarbr. 18; LothWB Lothr. 26; ElsWB Els. II 95; Bad. I 122.
 
 
Basel: Stadt in der Schweiz; der Dod vun Basel 'langer, hagerer Mensch' [verbr. NPf (NPfGV 1926, S. 18)]. TL.: Hopp, opp, opp, mei Geld isch fort, ze Basel licht mein Ranze, schaff dich fort du Zottelbock, ich will nit mit der danze [LA-Nußd, verbr. südl. VPf]. ElsWB Els. II 96; Bad. I 123.
 
  
baseln, bäselnschw.:
1. 'sich bei Nachbarn unterhalten', bäsele [ NW-Königsb]. —
2. 'verwirrt hin und her laufen', basele [ Rußl-Rastdt]. — Abl. aus basen. RhWB Rhein. I 490.
 
 
basen schw.:
1. 'ausgiebig miteinander plaudern, Neuigkeiten austauschen, klatschen', bes. von Frauen [allg., ohne Auslandspfälzer]; vgl. PfWB rätschen. Syn. s. PfWB schwätzen. Zs. PfWB ausbasen; vgl. auch PfWB Baser, PfWB Gebase, PfWB verbasen. —
2. 'kurzen Besuch machen, um zu plaudern' [verbr.]; vgl. PfWB bäseln. PfWB maien. — F.: bāsə, bsə s. PfWB Base. — RhWB Rhein. I 489; Bad. I 123.
 
  
Basenschaft f.: 'weibliche Verwandtschaft', Baseschaft [ FR-Bockh].
 
  
Baser m.: 'Schwätzer', Baser [ KU-Schmittw/O].