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Pfälzisches Wörterbuch 
 
ab-leben bis ab-leitern (Bd. 1, Sp. 52 bis 54)
 
ab-leben, schw.
ab-lecken, schw.
ab-ledern, schw.
ab-ledig, Adj.
ab-leeren, schw.
ab-legen, schw.
Ab-leger, m.
Ab-legung, f.
ab-leichen, schw.
ab-leiten, schw.
ab-leitern, schw.
ab-lenken, schw.
ab-lesen, st.
ab-leugeln, schw.
ab-liefern, schw.
ab-löckeln, schw.
ab-locken, schw.
ab-lockern, schw.
ab-löckern, schw.
ab-löschen, schw.
ab-lösen, schw.
ab-lötzeln, schw.
ab-lotzen, schw.
ab-luchsen, schw.
ab-lümpeln, schw.
ab-lumpen, schw.
ab-luren, schw.
ablustern
ab-lutschen, schw.
ab-machen, schw.  u.  st.
Ab-machen, n.
Ab-machens, n.
Abmachen-patschchens, n.
ab-magern, schw.
ab-mähen, schw.
ab-makaiemen, schw.
ab-malen, schw.
ab-märkeln, schw.
ab-mausen, schw.
ab-meißeln, schw.
ab-meizeln, schw.
ab-meizern, schw.
ab-melden, schw.
ab-melken, st.
ab-melkig, Adj.
ab-mergeln, schw.
ab-merken, schw.
ab-messen, st.  u.  schw.
ab-mezeln
ab-mezern
ab-mucken, schw.
ab-murksen, schw.
ab-nagen, schw.
ab-nähen, schw.
Ab-näher, m.
ab-nästen
Abnehm-bild, n.
ab-nehmen, st.
Ab-nehmen, n.
Ab-nehmens, n.
Abnehmen-kraut, n.
Abnehmer-kraut, n.
Abnehm-kraut, n.
Ab-nehmer, m.
ab-nützen, schw.
Ab-ort, m.
ab-packen, schw.
ab-pappeln, schw.
ab-passen, schw.
ab-patscheln, schw.
ab-pfählen, schw.
ab-pfeifen, st.
ab-pfetzen, schw.
ab-pflücken, schw.
ab-photographieren
ab-pinseln, schw.
ab-pitschen, schw.
ab-placken, schw.
ab-placken, schw.
ab-plagen, schw.
ab-plätschen, schw.
ab-plaudern, schw.
ab-potegrafieren
ab-prallen, schw.
ab-prellen, schw.
ab-pritschen, schw.
ab-protzen, schw.
ab-puffen, schw.
ab-pumpen, schw.
Ab-putz, m. n.
Ab-putzel, m. n.
ab-putzen, schw.
Ab-putzer, m.
Ab-putzicht, n.
Ab-pützicht, n.
Abputz-lumpen, m.
Abputz-tuch, n.
ab-quälen, schw.
ab-quetschen, schw.
ab-quittieren, schw.
  ab-leben schw.: wie schd. in der Verb. e abgelebt(es) G(e)sicht 'ein durch Ausschweifungen frühzeitig verwelktes Gesicht' [verbr.]. RhWB Rhein. V 258; ElsWB Els. I 541; Bad. I 11.
 
  
ab-lecken schw.:
1. 'durch Lecken entfernen', z. B. Brotaufstrich, ablecke [allg.]; vgl. PfWB abschlecken 1. RA.: Sich die Finger dernoh ablecke 'großes Verlangen nach etwas haben' [verbr.]; gesteigert: ... bis an die Ellbo(che) [ GH-Bellh Don Gal Buch]. Den kann die Katz a., von einem Milchbart [ KU-Diedk]. —
2. 'abküssen', verächtlich [allg.]. RA.: Das is en ab-

[Bd. 1, Sp. 53]
geleckter Spiellumbe 'Spüllumpen', von einem Mädchen, das sich viel mit Männern abgibt [ KL-Wörsb]; vgl. PfWB abschlecken 2, PfWB -schmatzen.RhWB Rhein. V 274.
 
  
ab-ledern schw.: 'verhauen', ableddere [ IB-Ensh ZW-Dietriching PS-Kröpp Schweix]; häufiger ohne ab- (s. PfWB ledern). Syn. s. PfWB verhauen. RhWB Rhein. V 284; LothWB Lothr. 2; Bad. I 11.

 


Aus den Nachträgen
 
 
ab-ledig Adj.: 'fade', abledig [Pauli Heilm. 140]. —


 
   ab-leeren schw.: einen Baum, bes. Christbaum a. 'leer machen, plündern', ableere [ KU-Horschb KB-Zell LA-Gr'fischl Wollmh GH-Leimh]; vgl. PfWB abmachen I 1 c.
 
 
ab-legen schw.:
1. wie schd., Kleider ablegen, sei es für immer, abgelee(ch)de Kläärer (Klääder usw., s. PfWB Kleid), oder vorübergehend, z. B. Hut und Mantel beim Besuch; eine Last a., Rechenschaft, Gewohnheiten a. [allg.]; vgl. PfWB abtun 4 d. — Glecken a., eine Arbeit an der Mähmaschine, solange diese mit dem Glecker (Vorrichtung zum Ablegen der Glecken) ausgestattet war [verbr. bis etwa 1930, heute (1963) nur noch selten gebraucht]; dass. wie PfWB abglecken. — Ohne Objekt: Ich lee(ch) (die Karten) ab 'gebe das Spiel auf', beim Kartenspiel [allg.]; vgl. PfWB abschmeißen 3. —
2. 'vergüten'. RA.: Sunscht legt 's (e kurz zu sprechen) ab! 'Sonst gibt es Hiebe!' (Drohung), eigentl. 'Sonst empfängst du deinen Lohn!' [Lu'haf]; vgl. PfWB Ablegung. a. 1299: Stet aber er me pandes danne virzig pond, daz sollen wir ime ablegen [Ottbg Urkb. 219]. a. 1435: Item es hat jeder nachbauer die macht, welcher nicht dem becker brod geben wolte, möchte er das brod ablegen mit 4  [PfWeist. I 177 (KB-Boland)]. Bad. I 11 (ablegen 5), Kurhess. 1, DWB DWb. I 70. — RhWB Rhein. V 295 f.
 
 
Ab-leger m.:
1. 'Zweig einer Pflanze, der, in die Erde gesteckt, zu einem neuen Trieb wird'.
a. 'aus Stock- oder Wurzelausschlag hervorgezogene Pflanze', Forstausdruck;
b. 'eingegrabener Zweig eines Rebstocks, der eine Fehlstelle ausfüllen soll';
c. 'Zweig eines Blumenstockes, am Mutterstock abgetrennt und neu gepflanzt' [a—c: allg.]. —
2. 'Kunstschwarm bei Bienen, durch Teilen eines Muttervolkes gewonnen' [allg.]. — F.: Die schriftsprachl. Herkunft des Wortes ist an dem Überwiegen der Formen ablēgər u. -lēχər auch in der NPf u. in den Außensiedlungen (Gal Buch Don) zu erkennen; ablēər [NPf, jedoch selten]. — RhWB Rhein. V 303; Bad. I 11.
 
 
Ab-legung f.: 'Zurückzahlung eines aufgenommenen Kapitals' a. 1687 [ZweibrStA]; vgl. PfWB ablegen. Kurhess. 1.
 
  
ab-leichen schw.: 'abtrocknen'. D' Wäsch esch abgeleicht [ LA-Herxh]. — Zu leich 'ausgetrocknet', RhWB Rhein. V 330.
 
  
ab-leiten schw.: 'zum Abfließen bringen'; Wasser ablääre [KU], -leire [ HB-Höch RO-Als PS-Schmalbg], -laare [ RO-Dielkch], -leide [verbr.

[Bd. 1, Sp. 54]
VPf]; vgl. PfWB abkehren1 2, PfWB -richten 3; 's Fiewer (durch Wickel) ableire [ BZ-Dernb]. Rhein. V 379; Bad. I 12.
 
  
ab-leitern schw.: 'die Ernteleitern durch die Kastenbretter oder durch die (kleineren) gewöhnlichen Leitern ersetzen'; de Wa(che) abläädere [verbr.], -läärere [ IB-Blickw], -leedere [ Don-Gertianosch]; vgl. PfWB abstellen 1 a, PfWB abrüsten. RhWB Rhein. V 385; LothWB Lothr. 2.