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Pfälzisches Wörterbuch 
 
ab-krönen bis ab-laden (Bd. 1, Sp. 49 bis 50)
 
ab-krönen, schw.
ab-krotzen
ab-krümeln, schw.
ab-kruppen, schw.
ab-krusten, schw.
ab-kühlen, schw.
Ab-kunft, f.
ab-küssen, schw.
ab-lacken, schw.
Ablade-bütte, f. m.
Ablade-zuber, f. m.
ab-laden, st.
ab-lagern, schw.
ab-laichen, schw.
ab-lang, Adj.
ab-längen, schw.
Ab-laß, m.
ab-lassen, st.,  seltener  schw.
Ablaß-graben, m.
ab-lauern, schw.
Ab-lauf, m.
Ablauf-brett, n.
ab-laufen, st.
Ab-läufer, m.
Ablauf-graben, m.
ab-laugen, schw.
ab-lausen, schw.
ab-laustern, schw.
ab-leben, schw.
ab-lecken, schw.
ab-ledern, schw.
ab-ledig, Adj.
ab-leeren, schw.
ab-legen, schw.
Ab-leger, m.
Ab-legung, f.
ab-leichen, schw.
ab-leiten, schw.
ab-leitern, schw.
ab-lenken, schw.
ab-lesen, st.
ab-leugeln, schw.
ab-liefern, schw.
ab-löckeln, schw.
ab-locken, schw.
ab-lockern, schw.
ab-löckern, schw.
ab-löschen, schw.
ab-lösen, schw.
ab-lötzeln, schw.
ab-lotzen, schw.
ab-luchsen, schw.
ab-lümpeln, schw.
ab-lumpen, schw.
ab-luren, schw.
ablustern
ab-lutschen, schw.
ab-machen, schw.  u.  st.
Ab-machen, n.
Ab-machens, n.
Abmachen-patschchens, n.
ab-magern, schw.
ab-mähen, schw.
ab-makaiemen, schw.
ab-malen, schw.
ab-märkeln, schw.
ab-mausen, schw.
ab-meißeln, schw.
ab-meizeln, schw.
ab-meizern, schw.
ab-melden, schw.
ab-melken, st.
ab-melkig, Adj.
ab-mergeln, schw.
ab-merken, schw.
ab-messen, st.  u.  schw.
ab-mezeln
ab-mezern
ab-mucken, schw.
ab-murksen, schw.
ab-nagen, schw.
ab-nähen, schw.
Ab-näher, m.
ab-nästen
Abnehm-bild, n.
ab-nehmen, st.
Ab-nehmen, n.
Ab-nehmens, n.
Abnehmen-kraut, n.
Abnehmer-kraut, n.
Abnehm-kraut, n.
Ab-nehmer, m.
ab-nützen, schw.
Ab-ort, m.
ab-packen, schw.
ab-pappeln, schw.
ab-passen, schw.
ab-patscheln, schw.
ab-pfählen, schw.
ab-pfeifen, st.
   ab-krönen schw.: de Baam (Bääm) abkrene 'den Christbaum seines Schmuckes entkleiden' [ FR-Eppst LU-Alsh Muttstdt Dannstdt Böhl SP-Schiffstdt Heiligst GH-Hatzbühl]; vgl. PfWB abmachen I 1 c. — Zu PfWB Krone; vgl. Rhein. IV 1556 Z. 58 (Krenchen »bändergeschmücktes Tannenbäumchen«).
 
 
ab-krotzen s. PfWB abgrutzen.
 
  
ab-krümeln schw.: 'in Krümchen abreißen'; die Kruscht abkrimmele [ HB-Walshs]; vgl. PfWB abkribbeln.
 
 
ab-kruppen schw.: 'mit den Fingern scharrend abreißen, abbrechen'; die Kruscht an de(r) Wund, auch an de(r) Dampnudel, de Zuckerguß vum Kuche abkruppe [verbr. bes. VPf]; vgl. PfWB abkribbeln. Er kruppt vum Bunt 'Bundkuchen' die Mannle 'Mandeln' ab [Hartmann Teemaschin 66]. — Zu PfWB kruppen 'mit den Fingern an etwas herumscharren und -stoßen'. Vgl. auch kruppen, krüpfen 'krümmen', DWB DWb. V 2477 u. Kruppe, Krüpfe 'Kropf', ebd. 2471.
 
  
ab-krusten schw.: 'Kruste abreißen', abkruschde [ NW-Esth]; vgl. PfWB abkribbeln.
 
  
ab-kühlen schw.: sich a.
1. vom Menschen.
a. 's Wasser is so kalt, mer muß sich e bißche abkihle 'zur Abkühlung in den Schatten gehen oder sich mit Wasser bespritzen' [verbr.]. —
b. übertr. Er hot sich abgekihlt 'ist nach einer Aufregung ruhig geworden' [Kus FR-Lambsh LA-Ranschb]; vgl. PfWB abregen. —
2. de Himmel (seltener: 's Werrer) kihlt sich ab 'es wetterleuchtet' [verbr.]. Auch absol. (mit veränderter Bedeutung): 's Gewidder hot abgekihlt 'die Luft kühl gemacht' [ LU-Alsh]. — RhWB Rhein. IV 1699; Bad. I 10.
 
 
Ab-kunft f.: 'Abstammung', nach dem Schd. Dem sei Abkunft wääß aa(ch) kenner [WPf, verbr.]. — Zu PfWB abkommen in der älteren Bed. 'abstammen', Trübner I 18.
 
 
ab-küssen schw.: wie schd., abkisse [allg.].
 
  
ab-lacken schw.: 'Fleisch mit Lacke (Pökelbrühe) übergießen', ablacke [ LA-Nd'hochstdt].

[Bd. 1, Sp. 50]

 
   Ablade-bütte f., auch Ablade-zuber m.: 'Bütte, Zuber für die zerstampfte Traubenmasse', Abladbitt, -zuwwer [ FR-Albsh].
 
  
ab-laden st.:
1. 'eine Last herabnehmen'; Haai, Frucht 'Getreide' ablare [WPf NPf], -lade [VPf], -lale [NWPf]; auch ohne Angabe des Objektes: Mer missen glei(ch) a.
2. 'durch Herabnehmen der Last ein Gefährt leermachen'; de Wa(ch)e a. [allg.]. Scherzhaft: vor de(r) Scheier a. 'den beladenen Wagen vor der Scheuer umwerfen' [verbr.]; im übertr. Sinne 'eine Angelegenheit vorzeitig und an unrechtem Ort anbringen' [ LU-Opp BZ-Dierb]; von der Fehlgeburt [Heeger Vhk. 69]. —
3. Anderer scherzhafter Gebrauch: Er hot abgelad 'sich übergeben' [ LA-Göcklgn Leinsw]. Kumm her un lad (das Geld) glei(ch) ab!, Frau am Zahltag zu ihrem Mann [Kaislt KU-Schmittw/O]. Du hosch zu frih abgelad, wenn jemand etwas aus der Hand fallen läßt [Kaislt]. — RhWB Rhein. V 33/34; ElsWB Els. I 557; Bad. I 10.