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Pfälzisches Wörterbuch 
 
aus-schwitzen bis außer (Bd. 1, Sp. 475 bis 477)
 
aus-schwitzen, schw.
auße, Adv.
aus-segnen, schw.
Aus-segnung, f.
aus-sehen, st.
außen, Adv.
außen-baß, Adv.
aus-senkeln, schw.
außen-wendig
außen-wenzig
außer, Präp.
außer, Adj.
Außer-bänner, m.
aus-serben, schw.
außer-halb, Adv.
außer-ländisch, Adj.
äußer-lich, Adj.
äußern, schw.
außer-ort, Präp.
Äußerung, f.
aus-setzen, schw.
Aus-sicht, f.
aus-sieben, schw.
aus-sieden, st.
außig, Präp.
aus-söhnen, schw.
aus-spannen, schw.
aus-spauchen, schw.
aus-spauzen, schw.
aus-speien, st.
aus-spielen, schw.
aus-spionieren, schw.
aus-spitzeln, schw.
aus-spitzen, schw.
aus-spötteln, schw.
aus-spotten, schw.
aus-sprachen, schw.
aus-spratteln, schw.
aus-sprechen, st. schw.
aus-sprachen, st. schw.
aus-spreiten, schw.
aus-sprengen, schw.
aus-springen, st.
aus-spritzen, schw.
aus-spucken, schw.
aus-spulieren, schw.
aus-spüren, schw.
aus-stäbeln, schw.
aus-staben
aus-staffieren, schw.
Aus-staffierung, f.
Aus-stattung, f.
aus-stauben, schw.
aus-stäubern, schw.
aus-stechen, st.
aus-stehen, st.
aus-steigen, st.
aus-steinen, schw.
aus-stellen, schw.
Aus-stellung, f.
aus-sterben, st.
Aus-steuer, f.
aus-steuern, schw.
Aus-stich, m.
Ausstich-wein, m.
aus-stickeln, schw.
aus-stiefeln, schw.
aus-stöbern, schw.
aus-stocken, schw.
aus-stopfen, schw.
aus-stoppeln, schw.
aus-stoßen, st.
aus-strählen, schw.
aus-strampeln, schw.
aus-strecken, schw.
aus-streichen, st.
aus-strüpfen, schw.
aus-stücken, schw.
aus-studieren, schw.
aus-stufen, schw.
aus-stülpen, schw.
aus-suchen, schw.
aus-suckeln, schw.
aus-zuckeln, schw.
aus-süßen, schw.
aus-suttern, schw.
aus-tanzen, schw.
aus-tappen, schw.
aus-teilen, schw.
Austein
Austerlitz
Austerlitz
Austerlutz
aus-teufeln, schw.
aus-tilgen, schw.
aus-toben, schw.
Aus-trag, m.
aus-tragen, st.
Aus-träger, m.
Austrag-mädchen, n.
  aus-schwitzen schw.: 'durch Schwitzen vertreiben', von einer Krankheit, ausschwitze [allg.]. Bad. I 99.
 
 
auße Adv.: 'hinaus'. Auße, was ke Mad un Knecht is!, Ruf der Knechte, die am Wandertag (27. 12.) in einer bestimmten Gaststätte das Vorrecht genießen [WPf, noch um 1900]. a. 1547: alß die straß außen, bis an den Eckh des waldts [ZweibrOABannb. 3 (ZW-A'hornb)]. — Mhd. ūʒhin.
 
 
aus-segnen schw.: die Wöchnerin a., nur bei Katholiken. Die Aussegnung der Mutter durch den Priester geschieht bei der Taufe des Kindes; vgl. PfWB Aussegnung, Ausgang1.
 
 
Aus-segnung f.: Bis zu ihrer kirchlichen Aussegnung (in kathol. Gegenden) darf die Wöchnerin nicht über den Dachtrauf hinaus. Zur Aussegnung wird sie von der Hebamme oder von

[Bd. 1, Sp. 476]
einer Nachbarin geleitet. Stirbt die Wöchnerin ohne den kirchlichen Segen, dann gilt ihr Tod als Strafe für die Unterlassung [Schandein Bav. IV, 2, S. 349].
 
  
aus-sehen st.:
1. von Personen.
a. gut aussehen. Der (Die) sieht gut aus 'ist gesund, wohlgenährt' [allg. ältere Gener.], ist hübsch (von Angesicht und Statur) [allg. junge Gener.] RA.: Er sieht aus wie's Lewe, wie's blihende, wahre, ewiche Lewe 'sieht blühend aus, hat rote Wangen' [allg.], ... sieht aus wie Flääsch un Blut, dass. [ LU-Opp], wie Milch un Blut [PS-Burgalb, verbr.]. Scherzh.: Das is so e schen Kind, sieht grad so aus wie ich un er (der Ehemann), Worte der Mutter von ihrem Kind [ Gal-Baginsbg]. —
b. schlecht aussehen. Er sieht schlecht aus 'ist abgemagert, bleich, krank' [allg.]. RA.: Er sieht aus wie die deier Zeit 'ist schlecht genährt' [allg.], wie e Bock am Michelsdaa, dass. [ KL-Fischb], ... wie e ausgenummener Hering, dass. [Kaislt KB-Kriegsf], wie e Schoppe Milch in 'me brääre Hawwe [Hebel 13], ... wie e Sack voll Kochleffl, bes. von einer mageren Frau [ LU-Friesh], ... wie e verdrickter Handkäs 'unansehnlich' [Kühn Palz 140], ... wie 's Bildche vun Remmlinge (wo die Micke verschiß hen), von einem Unsauberen [Kaislt], ... wie der Dod 'bleich, kränklich' [allg.]. .. wie 's Kreiznacher Inschelt, dass. [ RO-Rehborn], ... wie e gekotzter Äppelbrei, dass. [verbr. (Wilde 8)], ... wie aus 'm Essich gezoo 'sauertöpfisch' [ Don Gal Buch], ... wie 's Leide Chrischdi 'traurig, kopfhängerisch' [Kaislt LU-Opp], ... wie e geschunnener Fuchs 'mitgenommen' [ KL-Hirschhn], ... wie e Katz aus 'm Wasser 'schweißbedeckt', ... wie e versoffeni 'ertrunkene' Ratt [Kühn Palz 141], ... wie e verroppt Hinkl 'zerzaust' [ HB-Kirrbg Gal-Dornf], ... wie e verroppter Elfer, dass., [ HB-Jägbg], ... wie e Chrischkinnl 'sonderbar' [LA-Impfl Kaislt], ... wie de leibhaftich Deiwl 'furchterregend' [allg.]. Er is net so dumm, wie er aussieht [allg.]. So siehschde aus!, ironische Ablehnung [allg.]. —
2. von Dingen und Verhältnissen. Von einem Anzug, der nicht paßt: Er sieht aus wie werregeschmisse 'wie an die Wand geworfen' [ LA-Maik]. Do sieht's windisch 'schlecht' aus [allg.]. Do siehts aus wie bei Hof 'unordentlich, schmutzig' [verbr. WPf NPf]. Do sieht's aus wie ins Dotterles, dass., [ GH-Kand], wie bei Fissels hinnenaus dass. [Guentherodt Frz. 144]. — RhWB Rhein. VIII 25; ElsWB Els. II 340; Bad. I 100.
 
 
außen Adv.: 'draußen'. a. 1600 (ca.): ... welcher aber uff diesen Zinßdag außen bleibt, und nit erscheinet [Friedel 181 (KL-Hoheck)].
 
 
außen-baß Adv.: 'weiter hinaus'. a. 1781: Acker außenbaß [SLgb. Leining 9 S. 664/65]. — Der zweite Bestandteil (baß) Adv. zum Adj. besser, Kluge-Mitzka17, hier verwendet wie in PfWB fürbaß.

[Bd. 1, Sp. 477]

 
  aus-senkeln schw.: = PfWB ausklügeln. Des hoschde mol ausgesenkelt! [Krebs 46].
 
 
außen-wendig, -wenzig s. PfWB auswendig, PfWB -wenzig.
 
  
außer1 Präp.: außerm Dorf 'außerhalb des Dorfes' [ NW-Haßl Spey], außer Rand un Band 'gänzlich ungezügelt' [verbr.], außer sich 'ganz aus der Fassung' [allg.]. Des is ganz außer Brauch kumme [ LU-Muttstdt]. — F.: ausər [allg.]; ūsər [lothr. SWPf]. — RhWB Rhein. I 338; ElsWB Els. I 79; Bad. I 100.
 
 
außer2 Adj.:
1. nach dem Schd. Sei Aißeres (aisərəs) 'äußeres Aussehen'. —
2. Superl. Er loßt's bis zum Aißerschde kumme, wie schd. [Kaislt, allg.]. —
3. a. 1492: dasz kein krindig 'krätziges' pferd gehen solle auf kein ander weid dan in die auszer 'äußere' winlache [Grimm Weist. V 582 (NW-Haßl)].