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Pfälzisches Wörterbuch 
 
aus-schelten bis Ausschlag-wald (Bd. 1, Sp. 470 bis 472)
 
aus-schelten, st.
aus-schenken, schw.
aus-scherig, Adj.
aus-schicken, schw.
aus-schinden, st.
aus-schirren, schw.
aus-schlafen, st.
Aus-schlag, m.
aus-schlagen, st.
Ausschlag-kraut, n.
Ausschlag-wald, m.
aus-schlappen, schw.
aus-schlecken, schw.
aus-schleifen, st.
aus-schleimen, schw.
aus-schlenkern, schw.
aus-schleudern, schw.
aus-schließen, st.
aus-schlitzen, schw.
aus-schlüpfen, schw.
aus-schmeißen, st.
aus-schmieren, schw.
aus-schnaffeln, schw.
Aus-schnaffler, m. f.
Aus-schnafflerin, m. f.
aus-schnappen, schw.
aus-schnaufen, schw.
Aus-schnaufer, m.
aus-schnausen, schw.
aus-schnauzen, schw.
aus-schneiden, st.
aus-schneizen, schw.
aus-schneuzen, schw.
Aus-schnitt, m.
aus-schnitzeln, schw.
aus-schnitzen, schw.
aus-schnuffeln, schw.
aus-schnüffeln, schw.
aus-schnusen
aus-schöpfen, schw.
aus-schöppeln, schw.
aus-schrappen, schw.
aus-schreiben, st.
aus-schreien, st.
aus-schreiten, st.
aus-schroten, schw.
aus-schüffeln, schw.
aus-schüppen, schw.
aus-schüren, schw.
Aus-schuß, m.
aus-schütteln, schw.
aus-schütten, st.  u.  schw.
aus-schwaben, schw.
aus-schwademen, schw.
aus-schwärmen, schw.
aus-schwenken, schw.
aus-schwitzen, schw.
auße, Adv.
aus-segnen, schw.
Aus-segnung, f.
aus-sehen, st.
außen, Adv.
außen-baß, Adv.
aus-senkeln, schw.
außen-wendig
außen-wenzig
außer, Präp.
außer, Adj.
Außer-bänner, m.
aus-serben, schw.
außer-halb, Adv.
außer-ländisch, Adj.
äußer-lich, Adj.
äußern, schw.
außer-ort, Präp.
Äußerung, f.
aus-setzen, schw.
Aus-sicht, f.
aus-sieben, schw.
aus-sieden, st.
außig, Präp.
aus-söhnen, schw.
aus-spannen, schw.
aus-spauchen, schw.
aus-spauzen, schw.
aus-speien, st.
aus-spielen, schw.
aus-spionieren, schw.
aus-spitzeln, schw.
aus-spitzen, schw.
aus-spötteln, schw.
aus-spotten, schw.
aus-sprachen, schw.
aus-spratteln, schw.
aus-sprechen, st. schw.
aus-sprachen, st. schw.
aus-spreiten, schw.
aus-sprengen, schw.
aus-springen, st.
aus-spritzen, schw.
  aus-schelten st.: einen a. 'einen sehr schelten', ausschelle, -schelde [mittl. u. südl. Pf Lambert Penns 18]. Syn.: PfWB abdackeln, -feimen, -fummeln, -kanzeln, -kapiteln, -mucken, PfWB -putzen, PfWB -schnauzen, PfWB -stauben; PfWB ausfilzen, PfWB -putzen, PfWB -schänden. — RhWB Rhein. VII 1037.
 
 
aus-schenken schw.: 'Getränke ausschenken'. Heit owend werd Neier 'neuer Wein' ausgschenkt [allg.]. a. 1553: den wein ... bey den alten maßen ausgeschenkt [ABlieskst 50 (IB-Ormh)]. a. 1600 (ca.): Wann einer Wein oder Bier zapfet oder außschänket [Friedel 181 (KL-Hoheck)]. RhWB Rhein. VII 1044; ElsWB Els. II 422; Bad. I 99.
 
 
aus-scherig Adj.: sich ausscherig mache 'nicht mitmachen, wo man mitmachen sollte' [ Gal-Reichb]. — Zu mhd. schërn 'schnell eilen, entkommen', Lexer Lexer II 710.
 
 
aus-schicken schw.: 'aussenden'; e Bott 'Boten' ausschicke; Kaarde (zur Verlobung) a. [allg.]. RhWB Rhein. VII 1090.

[Bd. 1, Sp. 471]

 
   aus-schinden st.: 'austrocknen, aussaugen', ausschinne. De Wind schinnt alles aus (so daß die Setzlinge vertrocknen) [ KU-Schmittw/O Bedb]. DWB DWb. I 950.
 
 
aus-schirren schw.: 'das Zuggeschirr abnehmen'; die Geil ausscherre [allg.]; vgl. PfWB abschirren. RhWB Rhein. VII 1153.
 
  
aus-schlafen st.: 'genügend schlafen', ausschlofe [allg.]. Begrüßung am frühen Morgen beim Eintritt ins Haus: Gumorje, aa 'auch' schun ausgeschlof? [ KU-Bedb, allg.]. Geh, schlof dich aus!, zu einem Langsamen, Unentschlossenen [ZW-Battw, verbr.]. Er kann sich ausschlofe, wenn einer eine Freiheitsstrafe verbüßen muß [ KL-Wörsb]. RhWB Rhein. VII 1183; ElsWB Els. II 452; Bad. I 99.
 
  
Aus-schlag m.:
1. 'Hautausschlag'. Er hot e Ausschlag [allg.], -schlach [ LA-Gommh], -schlää (Pl.) [ KU-Schmittw/O]. Bei Kindern manchmal im Dim.: 's hot en Ausschlächel [ LA-Wollmh], en Ausschläckl [ NW-Geinsh]. —
2. 'Nachwuchs des auf dem Acker ausgefallenen Getreides' [mittl. VPf (Wilde 292) Lambert Penns 18]; vgl. Bertram 149. —
3. 'was bei einer Sache entscheidet', nach dem Schd. Das hot de Ausschlag gebb [WPf, allg.]. — RhWB Rhein. VII 1218; LothWB Lothr. 524; ElsWB Els. II 456; Bad. I 99; Nas.. 55.
 
  
aus-schlagen st.:
I. trans.
1. 'aus etwas herausschlagen', z. B. die Zähne, ein Auge. Er hot 'm a Auw ausgeschlaan [RO-Rehborn, verbr.]. Auch vom Herausschlagen des Nadelholzsamens [ NW-Geinsh]; vgl. PfWB ausklengen. —
2. eine Einladung, ein Geschenk a. 'ablehnen' [ KU-Hundh PS-Schmalbg]. —
3. die Wand mit Brettern a. 'verkleiden' [ KB-Bubh]; ausgeschlaane Wand, weil die Zwischenräume (zwischen den Riegeln) mit Lehm usw. ausgekleidet 'ausgeschlagen' werden, Maurerspr. [KB-Ilbh (Krebs 53)].
4. 'ableiten', von einem Wasserlauf. a. 15. Jh.?: Anderwerbe hat die gemeynde recht zu einer beche, die sol nyemants vsz schlagen [PfWeist. I 245 (LA-Diedf)]. —
II. intrans.
1. Der Gaul schlaat aus, wie schd. [ RO-Obd KB-Bubh LA-Gommh BZ-Klingmst GH-Schwegh]; dafür auch hintenhinaus schlagen, ausschmeißen, schmeißen.
2. vom Ausschlagen der Waage bei Übergewicht [allg.]. —
3. 'zu wachsen beginnen'. De Baam schlacht aus 'Die Knospen beginnen zu treiben' [VPf, allg.]; vgl. PfWB austreiben 2. Die Wiß schlaat aus 'wird grün' [NWPf]. SprW.: Unkraut verderbt net, 's schlecht doppelt aus [Hebel 49]. De Bart schlaat aus [ KL-Fischb]. —
4. 'zu Ende schlagen'. Die Uhr schlaacht aus 'zeigt die volle Stunde an' [verbr.]. Volksgl.: Wanns zum Unservatterleide 'Vaterunserläuten' ausschlaat, sterbt jemand [ KB-Kerzh]. 's hat ausgschlache for ihn 'Es geht mit ihm zu Ende' [ LA-Mörzh]. — RhWB Rhein. VII 1207; LothWB Lothr. 524; ElsWB Els. II 458; Bad. I 99; Lambert Penns. 18.

[Bd. 1, Sp. 472]

 
  Ausschlag-kraut n.: 'Ehrenpreis (Veronica officinalis)', Ausschlagkraut [BZ-Rohrb (Wilde 46)]. Mit dem A. wird Hautausschlag vertrieben.
 
  
Ausschlag-wald m.: 'Niederwald', Ausschlaawald [ KU-Reichsth].