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Pfälzisches Wörterbuch 
 
aus-rücken bis Aus-sage (Bd. 1, Sp. 467 bis 468)
 
aus-rücken, schw.
aus-rufen, st.
Aus-rufer, m.
Aus-rufung, f.
aus-ruhen, schw.
aus-ruchen, schw.
aus-rugen, schw.
aus-rupfen, schw.
aus-rütschen, schw.
aus-rutschen, schw.
Aus-saat, f.
aus-säckeln, schw.
aus-säen, schw.
Aus-sage, f.
aus-sagen, schw.
aus-sägen, schw.
aus-sässig, Adj.
Aus-satz, m.
aus-sätzig, Adj.
aus-saufen, st.
aus-saugen, schw.
aus-schaben, schw.
aus-schachten, schw.
aus-schälen, schw.
aus-schalten, schw.
aus-schämen, schw.
aus-schänden, schw.
Aus-schank, m.
aus-schapieren, schw.
aus-schärren, schw.
aus-scharren, schw.
aus-schaufeln, schw.
Ausschaufel-pickel, m.
aus-scheiden, st.
aus-scheißen, st.
aus-schellen, schw.
aus-schelten, st.
aus-schenken, schw.
aus-scherig, Adj.
aus-schicken, schw.
aus-schinden, st.
aus-schirren, schw.
aus-schlafen, st.
Aus-schlag, m.
aus-schlagen, st.
Ausschlag-kraut, n.
Ausschlag-wald, m.
aus-schlappen, schw.
aus-schlecken, schw.
aus-schleifen, st.
aus-schleimen, schw.
aus-schlenkern, schw.
aus-schleudern, schw.
aus-schließen, st.
aus-schlitzen, schw.
aus-schlüpfen, schw.
aus-schmeißen, st.
aus-schmieren, schw.
aus-schnaffeln, schw.
Aus-schnaffler, m. f.
Aus-schnafflerin, m. f.
aus-schnappen, schw.
aus-schnaufen, schw.
Aus-schnaufer, m.
aus-schnausen, schw.
aus-schnauzen, schw.
aus-schneiden, st.
aus-schneizen, schw.
aus-schneuzen, schw.
Aus-schnitt, m.
aus-schnitzeln, schw.
aus-schnitzen, schw.
aus-schnuffeln, schw.
aus-schnüffeln, schw.
aus-schnusen
aus-schöpfen, schw.
aus-schöppeln, schw.
aus-schrappen, schw.
aus-schreiben, st.
aus-schreien, st.
aus-schreiten, st.
aus-schroten, schw.
aus-schüffeln, schw.
aus-schüppen, schw.
aus-schüren, schw.
Aus-schuß, m.
aus-schütteln, schw.
aus-schütten, st.  u.  schw.
aus-schwaben, schw.
aus-schwademen, schw.
aus-schwärmen, schw.
aus-schwenken, schw.
aus-schwitzen, schw.
auße, Adv.
aus-segnen, schw.
Aus-segnung, f.
aus-sehen, st.
außen, Adv.
außen-baß, Adv.
aus-senkeln, schw.
  aus-rücken schw.:
1. 'ausmarschieren', milit. Die Feierwehr rickt aus [allg.]. —
2. 'davonlaufen' [allg.]; Syn. s. PfWB weglaufen. — RhWB Rhein. VII 560; ElsWB Els. II 249; Bad. I 98.
 
 
aus-rufen st.:
1. 'laut rufend bekannt machen, proklamieren', bes. bei Versteigerungen, ausrufe [allg.]. a. 1553: alle vierzehn tag zum drittenmal ußrufen, wo er jemands was schuldig [ABlieskst 24]. —
2. 'kirchlich aufgeboten werden'. Se sain heit 's erschdemol ausgeruf warr [KU-Kaulb, verbr. bes. WPf Gal]; in BZ-Steinf dafür: hen ausgerufe 'haben ausgerufen'. — RhWB Rhein. VII 578; ElsWB Els. II 240.
 
 
Aus-rufer m.: der Ausrufer in Schaubuden, bei Versteigerungen, Ausrufer [allg.].
 
  
Aus-rufung f.: Ausrufung des Kirchweihstraußes (Straußpredigt) [ KU-Godhs], 'Aufgebot in der Kirche' [ PS-Erfw BZ-Dernb].

[Bd. 1, Sp. 468]

 
   aus-ruhen, -ruchen, -rugenschw.: wie schd., ausruhe [allg.], -ruche [(1930) PS-Erfw BZ-Albw BZ-Hergw], -ruge [FR-Eppst GH-Neubg Buffington-Barba Penns]. Wenn die Kinder Fangerles spielen, so bestimmen sie einen Platz zum Ausruche (= Ausruhen); sie nennen ihn de Ruchert = den Ruheplatz [SOPf (Bienwaldgegend)]. Sechzich Minut d' Stunn un äni zum Ausruhe [ LA-Wollmh]. RhWB Rhein. VII 585; LothWB Lothr. 524; Bad. I 98.
 
  
aus-rupfen schw.: 'ausreißen, ausraufen'. Gartenpflanzen, Kartoffelstauden, Gras und Unkräuter werden ausgeroppt [vorn. nördl. Pf (einschl. nördl. VPf) BZ-Dernb GH-Kand Lambert Penns 18]; dafür häufiger PfWB ausreißen, PfWB herausreißen. Er hot sich e Zahn ausroppe losse [Frankth]. Ich ropp der de Bart aus [ GH-Neubg]. Ich kennt mer grad die Hoor a.! [Kus ZW-Bechhf]. RA.: Mit Rump (Stump) un Stiel 'ganz und gar' ausroppe [WPf]. Die kennen uns e Färrer 'Feder' ausroppe, wo mer ken han 'Wo nichts ist, ist nichts zu holen' [KU-Schmittw/O NPf]. Ropf de Krott d' Hoor aus!, von einem Schuldenmacher, von dem man nichts bekommen kann [ BZ-Steinf Nd'ottb Kapswey Don-Schowe]. a. 1529: ... pfel 'Pfähle' vß zu ropffen ... [SpeyGgHospR]. a. 1621: ... bey abbrechung deß Hopffens die stangen ... außzuropffen und vff zu stellen [WerschwSchR Bl. 285 r]. a. 1707: ... darahn alle gestuckh 'Gestöck, Gebüsch' ... außgeropfft werden solle [PfWeist. I 349 (LA-Edh)]. — RhWB Rhein. VII 504; ElsWB Els. II 279.
 
  
aus-rütschen, -rutschenschw.:
1. 'ausgleiten', ausritsche, -rutsche [allg.]. —
2. übertr. 'sich sittlich verfehlen'. Die is ausgeritscht [ KU-Schmittw/O FR-Bockh]. — RhWB Rhein. VII 648; LothWB Lothr. 524; ElsWB Els. II 310; Bad. I 98.
 
  
Aus-saat f.: wie schd., Aussoot [ ZW-Battw BZ-Albw].
 
 
aus-säckeln schw.: 'einem beim Spiel (Karten- oder Klickerspiel) alles abgewinnen'. Mer hän en ausgsäckelt, auch: Er isch ausgsäckelt [BZ-Steinf, verbr. vorn. mittl. u. südl. VPf, WD-Niedkch RO-Gundw Don-Schowe Torscha Heuf]. Syn. s. PfWB abgewinnen 1. Er hat mich ausgesäckelt 'um mein Geld gebracht' [Klein Prov. 30]. RhWB Rhein. VII 681; Bad. I 98; Nass. 55.
 
 
aus-säen schw.: wie schd., aussäe, selten, dafür meist säe.
 
 
Aus-sage f.: nach dem Schd., im gerichtlichen Sinne. Er hot e falschi Aussaach gemacht [LA-Gommh, verbr.]. Zs.: PfWB Zeugenaussage. Rhein. VII 702.