| Pfälzisches Wörterbuch | ![]() | ||
Aus-rechtung bis Aus-reißer (Bd. 1, Sp. 465 bis 466) | |||
Aus-rechtung, f. Aus-rede, f. aus-reden, schw. aus-reden, schw. aus-regnen, schw. aus-reiben, st. aus-reichen, schw. aus-reifen, schw. aus-reisen, schw. aus-reißen, st. Aus-reißer, m. Ausreiß-stange, f. aus-reiten, st. aus-renken, schw. aus-rennen, schw. aus-ribbeln, schw. aus-richten, schw. aus-ringen, st. aus-rinnen, st. aus-roden, schw. aus-rollen, schw. aus-rotten, schw. aus-rotzen, schw. aus-rözen, schw. aus-ruchen aus-rücken, schw. aus-rufen, st. Aus-rufer, m. Aus-rufung, f. aus-ruhen, schw. aus-ruchen, schw. aus-rugen, schw. aus-rupfen, schw. aus-rütschen, schw. aus-rutschen, schw. Aus-saat, f. aus-säckeln, schw. aus-säen, schw. Aus-sage, f. aus-sagen, schw. aus-sägen, schw. aus-sässig, Adj. Aus-satz, m. aus-sätzig, Adj. aus-saufen, st. aus-saugen, schw. aus-schaben, schw. aus-schachten, schw. aus-schälen, schw. aus-schalten, schw. aus-schämen, schw. aus-schänden, schw. Aus-schank, m. aus-schapieren, schw. aus-schärren, schw. aus-scharren, schw. aus-schaufeln, schw. Ausschaufel-pickel, m. aus-scheiden, st. aus-scheißen, st. aus-schellen, schw. aus-schelten, st. aus-schenken, schw. aus-scherig, Adj. aus-schicken, schw. aus-schinden, st. aus-schirren, schw. aus-schlafen, st. Aus-schlag, m. aus-schlagen, st. Ausschlag-kraut, n. Ausschlag-wald, m. aus-schlappen, schw. aus-schlecken, schw. aus-schleifen, st. aus-schleimen, schw. aus-schlenkern, schw. aus-schleudern, schw. aus-schließen, st. aus-schlitzen, schw. aus-schlüpfen, schw. aus-schmeißen, st. aus-schmieren, schw. aus-schnaffeln, schw. Aus-schnaffler, m. f. Aus-schnafflerin, m. f. aus-schnappen, schw. aus-schnaufen, schw. Aus-schnaufer, m. aus-schnausen, schw. aus-schnauzen, schw. aus-schneiden, st. aus-schneizen, schw. aus-schneuzen, schw. Aus-schnitt, m. aus-schnitzeln, schw. aus-schnitzen, schw. aus-schnuffeln, schw. aus-schnüffeln, schw. aus-schnusen | 1. 'zu Ende reden'. Loß mich doch emol ausredde (-rerre, -relle) [allg.]. — 2. einem etwas a. 'durch Reden von etwas abbringen'. Dem kannschde nix a. [allg.]. — 3. sich a. 'sich zu entschuldigen suchen' (s. PfWB Ausrede) [allg.]. — 4. 'verabreden, vereinbaren'. Jetz isch wirrer nix ausgeredd worre, wo mer morje hi(n) wenn 'wollen' [ PS-Erfw]. Eine Heirat wird ausgeredd [ NW-Kallstdt]. — RhWB Rhein. VII 228; ElsWB Els. II 234; Bad. I 97. 1. gegenst. wie schd., ausreiwe. a. Sämereie a. 'reiben, daß die Sämereien aus den Hülsen, den Schoten herausfallen' [ FR-Albsh]. — b. die Hosse a. 'durch Reiben den Schmutz entfernen' [allg.]. — c. die Schrift a. 'ausradieren' [ KU-Bedb]. — d. die Aue a. 'den Schlaf aus den Augen reiben' [ KU-Diedk, allg.]. — 2. übertr. RA.: Das reibt sich aus 'erledigt sich von selbst' [NW-Haßl BZ-Dernb Kühn Hamet 77 Klein Prov. 72]. — RhWB Rhein. VII 266; ElsWB Els. II 219; Bad. I 98. [Bd. 1, Sp. 466] 1. trans. 'durch Reißen herausziehen'; Unkraut, Blumme, die Hoor ausreiße [ RO-Obd GH-Schwegh]; häufiger PfWB herausreißen. RA.: Der kann noch Bääm a. 'Er ist noch sehr stark' [verbr.]. Do kennt mer sich die Hoor a. 'verzweifeln' [verbr.]. Der hot sich noch kään Bään ausgereß, von einem, der sich bei der Arbeit nicht überanstrengt [ KL-Hirschhn, allg.]. Scherzh. Grußformel beim Vorübergehen an einem Arbeitenden: Reiß der kens 'kein Bein' aus! [ ZW-Lambsbn]. — 2. intrans. a. gegenst. 'stark einreißen'. 's Knopploch is ausgeriß [NPf, allg.]. — b. übertr. 'davonlaufen, fliehen'. De Spitzbu isch ausgerisse [VPf, allg.]. a. 1566: Man hetten nit mögenn betretten 'erwischen' kennen, sundern ist wieder ausgerissen [Küchler 10 (Kaislt)]. Syn. s. PfWB weglaufen. — RhWB Rhein. VII 337/38; LothWB Lothr. 524; ElsWB Els. II 288; Bad. I 98.
| ||
| © 2002—2010 by Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier Home | Impressum | Kontakt | ![]() | ||