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Pfälzisches Wörterbuch 
 
aus-pichen bis aus-powern (Bd. 1, Sp. 462 bis 463)
 
aus-pichen, schw.
aus-pichsen, schw.
aus-pickeln, schw.
aus-picken, schw.
aus-pitschen, schw.
aus-plappern, schw.
aus-platschen, schw.
aus-plaudern, schw.
aus-plündern, schw.
aus-posaunen, schw.
aus-powern, schw.
aus-pressen, schw.
aus-prosten, schw.
aus-pumpen, schw.
aus-putteln, schw.
aus-putzen, schw.
Aus-putzer, m.
aus-quäckeln, schw.
aus-quartieren, schw.
aus-quatschen, schw.
aus-quetschen, schw.
Aus-rachtung
aus-radieren, schw.
aus-raffen, schw.
aus-rangieren, schw.
aus-rasen, schw.
aus-raspeln, schw.
aus-rasten, schw.
aus-ratschen, schw.
aus-rauben, schw.
aus-räuchern, schw.
aus-raufen, schw.
aus-raumen, schw.
aus-räumen, schw.
aus-rechen, schw.
aus-rechnen, schw.
aus-recheln, schw.
Aus-rechnung, f.
Ausrech-rassel, f.
aus-rechten, schw.
Aus-rechtung, f.
Aus-rede, f.
aus-reden, schw.
aus-reden, schw.
aus-regnen, schw.
aus-reiben, st.
aus-reichen, schw.
aus-reifen, schw.
aus-reisen, schw.
aus-reißen, st.
Aus-reißer, m.
Ausreiß-stange, f.
aus-reiten, st.
aus-renken, schw.
aus-rennen, schw.
aus-ribbeln, schw.
aus-richten, schw.
aus-ringen, st.
aus-rinnen, st.
aus-roden, schw.
aus-rollen, schw.
aus-rotten, schw.
aus-rotzen, schw.
aus-rözen, schw.
aus-ruchen
aus-rücken, schw.
aus-rufen, st.
Aus-rufer, m.
Aus-rufung, f.
aus-ruhen, schw.
aus-ruchen, schw.
aus-rugen, schw.
aus-rupfen, schw.
aus-rütschen, schw.
aus-rutschen, schw.
Aus-saat, f.
aus-säckeln, schw.
aus-säen, schw.
Aus-sage, f.
aus-sagen, schw.
aus-sägen, schw.
aus-sässig, Adj.
Aus-satz, m.
aus-sätzig, Adj.
aus-saufen, st.
aus-saugen, schw.
aus-schaben, schw.
aus-schachten, schw.
aus-schälen, schw.
aus-schalten, schw.
aus-schämen, schw.
aus-schänden, schw.
Aus-schank, m.
aus-schapieren, schw.
aus-schärren, schw.
aus-scharren, schw.
aus-schaufeln, schw.
Ausschaufel-pickel, m.
aus-scheiden, st.
aus-scheißen, st.
   aus-pichen schw.: 'mit Pech verkleben', ausbeche [KU-O'eisb Diedkpf W'mohr RO-Ruppeck KL-Schneckhs FR-Hertlhs BZ-Pleisw/O'hf], -biche [ KU-Erdb RO-Feilbg KL-Reichb PS-Heltbg SP-Heiligst LA-Edh Frankw Ilbh], -bische [ HB-Erb]. Er hot 'n ausgepichde Mache 'einen Magen, der alles verträgt' [SOPf]. ElsWB Els. II 8 (and. Bed.); Bad. I 97.
 
  
aus-pichsen schw.: = PfWB auspichen, ausgebickst, von Fässern [ KL-Morb]. RA.: Er hat e ausgebickst Haus, wenn das Haus in bester Ordnung ist [ KU-Blaub, im Schwinden].

 


Aus den Nachträgen
 
   aus-pickeln schw.: 'mit Pech verkleben', auspikkele (ausbigəle) [ PS-Lembg]; vgl. PfWB auspichen, PfWB auspichsen. —


 
  aus-picken schw.: 'mit dem Schnabel aushacken', auspicke [verbr.]. SprW.: E Krak (Krapp) pickt de anner net die Aa aus [ Don-Andreas Gal-Einsing]. RhWB Rhein. VI 819.
 
 
aus-pitschen schw.: 'austrinken', nur von alkoholischen Getränken, auspitsche [allg.]. Un iwerall uf alle Schlösser, do hann se ausgepitscht die Fässer [Münch Weltgesch. 133]. Syn. s. PfWB trinken. — Die Herkunft des Wortes ist ungeklärt. Die Donau-, Buchenland- und Galizienpfälzer kennen es nicht; es dürfte also erst im 19. Jh. aufgekommen sein. — Nass. 305; Schles. II 1005 pitschen.
 
  
aus-plappern schw.: 'ausschwätzen, weitererzählen'; alles ausplappere [ KU-Schmittw/O Brück RO-Lohnsf LU-Opp BZ-Dierb Gal-Dornf]; vgl. PfWB ausplaudern. RhWB Rhein. VI 931; ElsWB Els. II 164.
 
  
aus-platschen schw.: 'ausschwätzen' [ FR-Saush Bobh LU-Schauh Maud]; vgl. PfWB ausplaudern. RhWB Rhein. VI 941.
 
  
aus-plaudern schw.: 'weitersagen, was andere nicht erfahren sollen', ausplaurere [verbr. WPf, westl. VPf], -plaure [ BZ-Dierb], -plauðere [KU-Kaulb (1925) Gal-Dornf], -plaulele [ KU-Bedb], -plaudere [östl. VPf]; dafür auch PfWB auspappeln, PfWB -patschen, PfWB -plappern, PfWB -platschen, -po-

[Bd. 1, Sp. 463]
saunen, PfWB -quatschen, PfWB -schellen.RhWB Rhein. VI 969.
 
 
aus-plündern schw.: einen a., wie schd.; im Kaarde 'Kartenspielen' ausplinnere [verbr.]. RhWB Rhein. VI 995.
 
 
aus-posaunen schw.: 'ohne Scheu weiter erzählen, was man für sich behalten sollte', umgspr., ausposaune [allg., Klein Prov. 30]; vgl. PfWB ausplaudern. — RhWB Rhein. VI 1035.
 
 
aus-powern schw.: 'bis zum äußersten ausnützen', z. B. einen Acker, ohne ihn zu düngen, umgspr., auspowere [verbr.]; vgl. PfWB ausmergeln. — Wohl zu frz. pauvre 'arm'. — RhWB Rhein. VI 1062.