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Pfälzisches Wörterbuch 
 
aus-hudeln bis aus-kehren (Bd. 1, Sp. 450 bis 451)
 
aus-hudeln, schw.
aus-hugen, schw.
aus-hülchen, schw.
aus-(ge)hüllichen, schw.
aus-hungern, schw.
aus-hutzeln, schw.
aus-jagen, schw.
aus-jäten, schw.
aus-gäten, schw.
aus-kalben, schw.
aus-kämmen, schw.
aus-kaufen, schw.
aus-kehren, schw.
aus-kehren, schw.
Aus-kehrer, m.
aus-kennen, schw.
aus-kitschen, schw.
aus-kitschen, schw.
aus-klappern, schw.
aus-kläppern, schw.
aus-kleiden, schw.
aus-klengen, schw.?
Aus-klopfchens, n.
aus-klopfen, schw.
Aus-klopfer, m.
aus-klügeln, schw.
aus-klugen, schw.
aus-knäubeln, schw.
aus-kniffeln, schw.
aus-knipsen, schw.
aus-knobeln, schw.
aus-knöcheln, schw.
aus-knücheln, schw.
aus-kobern, schw.
aus-kochemen, schw.
aus-kochen, schw.
aus-kommen, st.
Aus-kommens, n.
Aus-kommen, n.
aus-kosten, schw.
aus-kotzen, schw.
aus-kramen, schw.
aus-kratzen, schw.
aus-krätzen, schw.
aus-krauten, schw.
aus-kreischen, st.
aus-kriechen, st.
aus-kugeln, schw.
aus-kundschaften, schw.
Aus-kunft, f.
aus-kurieren, schw.
aus-lachen, schw.
aus-laden, st.
Aus-lage, f.
Aus-länder, m.
aus-ländig, Adj.
aus-ländisch, Adj.
aus-langen, schw.
aus-läppern, schw.
aus-lassen, st.,  schw.
aus-lauben, schw.
Aus-lauf, m.
aus-läufeln, schw.
aus-laufen, st.
Aus-läufer, m.
Auslauf-graben, m.
aus-läuten, st.
aus-laxieren, schw.
aus-leben, schw.
aus-lechern, schw.
aus-lecken, schw.
aus-leeren, schw.
aus-legen, schw.
aus-lehmen, schw.
aus-lehnen, schw.
aus-leiden, st.
aus-leiern, schw.
aus-leihen, st.
aus-lernen, schw.
Aus-lese, f.
aus-lesen, st.
aus-lichten, schw.
aus-liefern, schw.
aus-lochen, schw.
aus-löffeln, schw.
aus-löschen, schw.
aus-losen, schw.
aus-lüften, schw.
Aus-lug, m.
aus-luren, schw.
aus-machen, st.  u.  schw.
Aus-machen, n.
Ausmach-messer, n.
aus-mähen, schw.
aus-malen, schw.
Aus-mann, m.
Aus-märker, m.
aus-märkisch, Adj.
aus-marschieren, schw.
aus-mauern, schw.
   aus-hudeln schw.: 'mit nassen Lappen auswischen, säubern', aushuddele [ LU-Neuhf]. — Zu PfWB hudeln 'mit dem Hudel (Wischlumpen) wischen'. — RhWB Rhein. III 885; ElsWB Els. I 304; Bad. I 94.
 
  
aus-hugen schw.: Part. Perf. ausgehucht (-gəhūxd) 'ausgeklügelt, ausgetüftelt' [ FR-Roxh]. — Zu mhd. md. hugen 'denken, sinnen'.
 
  
aus-hülchen, -(ge)hüllichenschw.: 'aushöhlen'; de Appel ausgehilliche [ HB-O'bexb], -hieliche

[Bd. 1, Sp. 451]
[Lambert Penns 17], -hilche [verbr.], -heeliche [ GH-Rh'zab]; vgl. PfWB aushöhlen. — Zu mhd. hüln 'hohl machen'. — Saarbr. 12; LothWB Lothr. 523 ushiliche; ElsWB Els. I 324; Bad. I 94/95.
 
  
aus-hungern schw.: 'durch Hunger entkräften', aushungere [allg.]. Ausgehungerter Städter, [allg. (in Hungerszeiten)]. De Acker is ganz ausgehungert 'ausgesogen' [NPf, allg.]. Den hungere ma aus, wenn man jemand in einem Spiel nicht mehr zum Zuge kommen läßt, Bubenspr. [Zweibr]. Mei Geldbeidl is ausghungert 'leer', scherzh. [ GH-Freckf]. — RhWB Rhein. III 984; Bad. II 95.
 
  
aus-hutzeln schw.: 'faltig werden'. Die Grumbereblärrer 'Kartoffelblätter' sin ausgehutzelt, wenn sie dürr werden und sich zusammenringeln [ PS-Burgalb Nd'simt]. — Zu PfWB Hutzel 'gedörrte Birne'. — RhWB Rhein. III 1054; Schwäb. I 478.
 
  
aus-jagen schw.: 'austreiben'. De Wind jaat veel Hawwer aus, wenn er überreif ist [ KU-Schmittw/O]. DWB DWb. I 890.
 
 
aus-jäten, -gätenschw.: wie schd.; 's Unkraut ausjäre, -jäde [VPf], ausgäre, -gäde [NW-Kallstdt LA-Maik Gal-Golkowitz Stadlo]. RhWB Rhein. III 1150; Bad. I 95.
 
 
aus-kalben schw.: Die Kuh is ausgekalbt 'wird nicht mehr trächtig' [ Gal-Dornf]; vgl. PfWB abkalben. RhWB Rhein. IV 74.
 
 
aus-kämmen schw.: wie schd.; die Hoor auskämme, um sie zu reinigen oder zu entwirren [Kaislt, verbr.]; in älterer Mda. ausstrählen. RhWB Rhein. IV 118.
 
 
aus-kaufen schw.: einen a. 'einem alles, was er feilhält, abkaufen', auskaafe, -kääfe [verbr.]. Du kaafscht jo de ganze Lade aus, wenn jemand in einem Laden viel einkauft [KL-Baalbn, verbr.]. RhWB Rhein. IV 322; ElsWB Els. I 427.
 
  
aus-kehren1 schw.:
1. 'ausfegen'; die Stubb auskehre [allg.]. KR.: Die Katz kehrt d'Stubb aus, d'Maus tracht de Dreck naus, d'Kuh licht uf 'm Dach, hot sich halwer bucklich gelacht [ LA-Hainf]. Volksgl.: Nachts es Haus auskehre bringt Unglick [Fogel Beliefs Penns 471]. Mer tragts Ungeziefer all färt, wammer uf der Eschemittwoch 'Aschermittwoch' 's Haus auskehrt un seller Dreck me annere Mann uf sei Land tragt [ebd. 1319]. —
2. RA.: 's Dorf auskehre 'die Leute durchhecheln' [ KU-Kaulb PS-Erfw]. — RhWB Rhein. IV 366; ElsWB Els. I 464; Bad. I 95.