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Pfälzisches Wörterbuch 
 
aus-greifen bis aus-hauen (Bd. 1, Sp. 447 bis 448)
 
aus-greifen, st.
aus-greinen, schw.
Aus-guck, m.
aus-gucken, schw.
aus-hacken, schw.
aus-halten, st.
aus-hammeln, schw.
aus-händigen, schw.
aus-hängen
aus-hauchen, schw.
aus-hauen, st.
aus-heben, st.
aus-hecheln, schw.
aus-hecken, schw.
aus-heilen, schw.
aus-helfen, st.
Aus-helfer, m.
aus-henken, st.,  schw.
aus-hängen, st.,  schw.
aus-heulen, schw.
aus-himmeln, schw.
aus-hin, Adv.
aus-höhlen, schw.
aus-holen, schw.
aus-horchen, schw.
Aus-hübner, m.
aus-hudeln, schw.
aus-hugen, schw.
aus-hülchen, schw.
aus-(ge)hüllichen, schw.
aus-hungern, schw.
aus-hutzeln, schw.
aus-jagen, schw.
aus-jäten, schw.
aus-gäten, schw.
aus-kalben, schw.
aus-kämmen, schw.
aus-kaufen, schw.
aus-kehren, schw.
aus-kehren, schw.
Aus-kehrer, m.
aus-kennen, schw.
aus-kitschen, schw.
aus-kitschen, schw.
aus-klappern, schw.
aus-kläppern, schw.
aus-kleiden, schw.
aus-klengen, schw.?
Aus-klopfchens, n.
aus-klopfen, schw.
Aus-klopfer, m.
aus-klügeln, schw.
aus-klugen, schw.
aus-knäubeln, schw.
aus-kniffeln, schw.
aus-knipsen, schw.
aus-knobeln, schw.
aus-knöcheln, schw.
aus-knücheln, schw.
aus-kobern, schw.
aus-kochemen, schw.
aus-kochen, schw.
aus-kommen, st.
Aus-kommens, n.
Aus-kommen, n.
aus-kosten, schw.
aus-kotzen, schw.
aus-kramen, schw.
aus-kratzen, schw.
aus-krätzen, schw.
aus-krauten, schw.
aus-kreischen, st.
aus-kriechen, st.
aus-kugeln, schw.
aus-kundschaften, schw.
Aus-kunft, f.
aus-kurieren, schw.
aus-lachen, schw.
aus-laden, st.
Aus-lage, f.
Aus-länder, m.
aus-ländig, Adj.
aus-ländisch, Adj.
aus-langen, schw.
aus-läppern, schw.
aus-lassen, st.,  schw.
aus-lauben, schw.
Aus-lauf, m.
aus-läufeln, schw.
aus-laufen, st.
Aus-läufer, m.
Auslauf-graben, m.
aus-läuten, st.
aus-laxieren, schw.
aus-leben, schw.
aus-lechern, schw.
aus-lecken, schw.
aus-leeren, schw.
aus-legen, schw.
aus-lehmen, schw.
   aus-greifen st.:
1. 'weit ausschreiten'. De Gaul greift awwer aus! [verbr.]. —
2. 'betasten', insbes. 's Hinkel ausgreife 'befühlen, ob es ein

[Bd. 1, Sp. 448]
Ei hat' [ KU-Schmittw/O LA-Gommh SP-Mechth]; vgl. PfWB fühlen. — RhWB Rhein. II 1381; Bad. I 94.
 
  
aus-greinen schw.:
1. sich a. 'sich ausweinen', ausgreine [verbr. bes. VPfGal]; vgl. PfWB ausheulen. —
2. einen a. 'verhöhnen' [ PS-Schweix].
 
 
Aus-guck m.: 'Guckfenster an der Hofseite des Hauses', Ausguck [verbr. VPf (Doerzapf 104)]. Syn. s. PfWB Spion.
 
 
aus-gucken schw.:
1. sich die Augen a. 'lange und scharf nach etwas Ausschau halten'. Ich hunn mer ball die Aa ausgeguckt [RO-Alsbr, verbr.]. Rhein. II 1481; ElsWB Els. I 207; Bad. I 94. —
2. absol. 'aussehen'. Hascht du am Suntag de Pitt gesehne, Wie er schön ausgeguckt hot? [Reichard Penns 11].
 
 
aus-hacken schw.: De Wingert aushacke 'Rebstöcke ausroden' [verbr.]. Grumbere a. [KU-Schmittw/O Bedb VPf]; dafür häufiger PfWB ausmachen. SprW.: Äin Rab hackt 'm anner käin Aau aus [KU-Schmittw/O, verbr. auch Don Gal Buch]. — RhWB Rhein. III 41; ElsWB Els. I 316.
 
  
aus-halten st.:
1. etwas a.
a. 'durchhalten, ausharren', auch absol. Dort hawwich's net lang ausg'hall [ PS-Lu'wink, allg.]. Du hosch awwer lang ausghalde, zu einem, der nach längerer Abwesenheit heimkehrt [südl. VPf]. Du hallscht awwer lang aus!, Grußformel beim Vorübergehen an einem Arbeitenden [ GH-Schwegh]. Hallen mol aus! 'Wartet jetzt eine Weile' [ Gal-Dornf]. —
b. 'ertragen'. Er halt's Marschiere, die Hitz, die Kranket net aus [verbr.]. Auf die Frage nach dem Ergehen wird geantwortet: Mer kann's so (oder noch) aushalle, 's is zum Aushalle [verbr.]. Das halt kaa Gaul aus, die Schmerzen [ZW-Bechhf, verbr.]. 's is negscht (nächst = fast) net zum Aushalde [Hebel 109]. Der muß viel aushalle (-halde), von einem Schwerkranken [verbr.]. Wanns besser geng, kennt mer's nimmi aushalle, scherzh. [KU-Diedk, verbr.]. Mit em Hungriche hall ich's jetz aus u. ä., scherzh. nach einer ausgiebigen Mahlzeit [Gal-Dornf, verbr.]. —
2. sich etwas a. 'ausbedingen'. Ich hall mer das aus [allg.]; de Platz (etwa Sitzplatz) a.; dafür häufiger: reservieren.
3. einen a., ein Mädchen a., 'unterhalten um den Preis geschlechtlichen Umgangs' [allg.]. — RhWB Rhein. III 160/61; ElsWB Els. I 330; Bad. I 94.
 
  
aus-hammeln schw.: Dreck aushammele 'grobe Arbeiten verrichten' [ FR-Lambsh]. — Zu hammeln 'beschmutzt einhergehen', RhWB Rhein. III 179.
 
 
aus-händigen schw.: nach dem Schd., aushändiche [VPf], -hänniche [NPf WPf]. RhWB Rhein. III 208.
 
 
aus-hängen s. PfWB aushenken.
 
 
aus-hauchen schw.: übertr. sei Lewe (sei Seel, sei letschde Ochdem) aushauche, pietätvoll, nach dem Schd. [verbr.]. Rhein. III 309; Els.I 301.
 
  
aus-hauen st.:
1. ein im Hause geschlachtetes Tier a. 'pfundweise verkaufen', aushaue (-haae,

[Bd. 1, Sp. 449]
-hääe) [ KU-Kaulb PS-Schmalbg Fehrb Erfw NW-Freinsh LU-Opp]. a. 1590: Die Metzger sollen fürter Kein Fleisch Inn Iren heussern stechen oder außhauwen [ZweibrUrkb. 136]. —
2. 'entfernen', eigentl. 'hinaushauen, -jagen'. Der hat sei Dechder gut ausgehau 'durch eine gute Heirat aus dem Haus gebracht' [ PS-H'einöd Saalstdt]; vgl. PfWB ausklopfen 2 b. a. 1751: Auch soll sich niemand unterstehen junge Vögel außzuhaugen, und Nester auszuheben [Zweibr I 761] —
3. einen a., auch: de Buckel a. 'vollhauen' [ KU-Reipoldskch RO-Gehrw BZ-Albw]; vgl. PfWB ausklopfen 2 a. Syn. s. PfWB verhauen. —
4. den verwilderten Weinstock a. 'roden' [ KU-Wolfst]. a. 1600: hecken außhauen [Friedel 181 (KL-Hoheck)]. —
5. Das is wie met der Holzax ausgehaa 'plump gearbeitet' [ RO-Dielkch]. — RhWB Rhein. III 319; ElsWB Els. I 395; Bad. I 94.