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Pfälzisches Wörterbuch 
 
ab-hobeln bis ab-hunzen (Bd. 1, Sp. 41 bis 42)
 
ab-hobeln, schw.
ab-hocken, schw.
ab-hold, Adj.
ab-holen, schw.,  st.
Ab-holer, m.
Ab-holz, n.
ab-hören, schw.
ab-hotzeln, schw.
ab-hudeln, schw.
ab-hungern, schw.
ab-hunzen, schw.
Ab-hunzerei, f.
äbich
ab-jackern, schw.
ab-jäckern, schw.
ab-jagen, schw.
ab-jasten, schw.
ab-jästen, schw.
ab-jaten, schw.
ab-jatzen, schw.
ab-jöcheln, schw.
ab-jochen, schw.
ab-kalben, schw.
ab-kampeln, schw.
ab-känteln, schw.
ab-kanzeln, schw.
ab-kapiteln, schw.
ab-kappen, schw.
ab-karbatschen, schw.
ab-karchen, schw.
ab-kärmsen, schw.
ab-karten, schw.
ab-käsen, schw.
ab-katzen, schw.
Ab-kauf, m.
ab-kaufen
Ab-kehr, f.
Abkehr-besen, m.
ab-kehren, schw.
ab-kehren, schw.
Abkehr-feder, f.
Abkehr-wisch, m.
ab-keideln, schw.
ab-keilen, schw.
ab-keimen, schw.
ab-ketzen, schw.
ab-ketzern, schw.
ab-kiefen, schw.
ab-kiefern, schw.
ab-kimmeln, schw.
ab-kitschen, schw.
ab-klabastern, schw.
ab-klatschen, schw.
ab-klickern, schw.
ab-klopfen, schw.
ab-klotzen, schw.
ab-klüngeln, schw.
ab-knäbbern, schw.
ab-knabbern, schw.
ab-knäckern, schw.
ab-knäffern, schw.
ab-knallen, schw.
ab-knappen, schw.
ab-knappsen, schw.
ab-knaubeln, schw.
ab-knäubeln, schw.
ab-knubbeln, schw.
ab-knausern, schw.
ab-knickern, schw.
ab-knippen, schw.
ab-knopfen, schw.
ab-knöpfen, schw.
ab-knorzen, schw.
ab-knubbeln
ab-knüpfen, schw.
ab-knutschen, schw.
ab-kochen, schw.
ab-kolten, schw.
ab-kommen, st.
ab-konterfeien, schw.
ab-korzeln, schw.
ab-korzen, schw.
ab-kozeln, schw.
ab-kozen, schw.
ab-kotteln, schw.
ab-kratzen, schw.
ab-krätzen, schw.
ab-kreischen, st.
ab-kreischen, schw.
ab-kribbeln, schw.
ab-kriegen, schw.
ab-krönen, schw.
ab-krotzen
ab-krümeln, schw.
ab-kruppen, schw.
ab-krusten, schw.
ab-kühlen, schw.
Ab-kunft, f.
ab-küssen, schw.
ab-lacken, schw.
  ab-hobeln schw.:
1. 'mit dem Hobel glätten oder dünner machen', abhuww(e)le [verbr. NPf], abhoww(e)le [übrige Pf]. —
2. 'durch Tadeln gesitteter machen'. Dene muß mer e bißje a. [verbr.]; vgl. PfWB abschleifen 2. — RhWB Rhein. III 707; ElsWB Els. I 299; Bad. I 9.
 
 
ab-hocken schw.: 'absitzen'; die Stroof abhocke [verbr., jedoch mehr unter der ält. Gener.]; vgl. PfWB absitzen. — Das Simpl. hocken = sitzen urspr. ohne negat. Nebenbedeutung. — ElsWB Els. I 318.
 
 
ab-hold Adj.: 'abgeneigt', nach dem Schd. Dem bin ich abhold [verbr.]. Die echte Mundart setzt dafür: nicht hold, oder umschreibt: Vun dem will ich nix wisse. Bad. I 9.
 
  
ab-holen schw., st.:
1. einen a.
a. '(einem Gast) entgegengehen und ihn geleiten'; de Gascht vum Bahnhof abhole [WPf NPf nördl. u. mittl. VPf], -houle [verbr. NWPf Sick südl. VPf (vorn. LA)]. Auch: De Schandarm hot ne abgeholt. RA.: Unser Herrgott hotten ze frih a. 'zu früh sterben lassen' [verbr.]. Den Lump hot der Deiwel abgeholt [verbr.], häufiger: hot de(r) Deiwel gehol(t). Der steht do wie bestellt un net abgehol(t), von einem, der ratlos dasteht [verbr.]. —
b. 'photographieren', abholle [ Don-Hatzf Lovrin Lenauh]; vgl. PfWB abnehmen I 2. Syn. s. PfWB fotografieren. RhWB Rhein. III 761. —
2. etwas a.
a. 'hingehen und heranbringen' (entspr. 1 a); de Brief vun de Poscht abhole [allg.]; die Kerb (Kerwe) a. 'den Kirchweihbaum oder -strauß

[Bd. 1, Sp. 42]
mit Musik einholen' (s. u. PfWB Kirbe) [verbr.]. Bad. I 9. —
b. 'wegnehmen, abnehmen'; 's Stroh (von der Dreschmaschine) a. [ WD-Niedkch]; die Kordel abholle, beim Fingerspiel [ Don-Ulmb St. Andreas]; vgl. PfWB abheben I 2 i. —
c. 'an Gewicht verlieren'. Er hot viel abgeholl [ Don-Lenauh]; vgl. PfWB abnehmen II 1 a. — RhWB Rhein. III 760; Bad. I 9.
 
 
Ab-holer m.: 'Photograph', nach abholen 1 b., Abholler [ Don-Banat].
 
 
Ab-holz n.: = PfWB Abfallholz 1. a. 1770: darin auch ein Jeder Dahner Unterthan ... Abholz zum Brand zu suchen hat [SpeyHochst. 170].
 
 
ab-hören schw.:
1. die Lektion (des Kindes) a., 's Gedicht abheere, wie schd. [verbr.]. —
2. ein Telephongespräch (heimlicherweise) a., wie schd. [verbr.]. —
3. +'verhören (bei Gericht)'. a. 1612: bittet Löhnhardt, Meister Clasen ... abzuhören in nachfolgender sach [Küchler 82 (Kaislt)].
 
  
ab-hotzeln schw.: sich a. 'sich müde schleppen', sich abhotzle [VPf], -hazele [ RO-Gonb]; vgl. PfWB abhudeln 2. — Mit -zen (ahd. azzen) und -eln (ahd. alōn) als Intensiv-Iterativbildung aus Hotte 'Rückentragkorb' abgeleitet.
 
  
ab-hudeln schw.:
1. 'zu schnell hersagen'; 's Gedicht abhuddle [ BZ-Eußth]. —
2. sich a. 'sich abquälen', sich abhuddle [ KU-Lauteck Etschbg KL-Samb Matzb Lind ZW-Knopp/Lab NW-Hardbg SP-Hanhf Lu'haf]. Syn. s. PfWB abquälen. — Zu PfWB hudeln 'schnell und oberflächlich etwas machen'; Lexer Lexer I 1374, Kluge-Mitzka17. — RhWB Rhein. III 885 (abhuddeln); Bad. I 9.
 
 
ab-hungern schw.: 'durch Hungern absparen'. Er hot (hat) sich das Haus (den Hausbau) am Maul abgehungert [verbr.]. Syn. s. PfWB absparen.
 
  
ab-hunzen schw.: sich a. 'sich abplagen, sich müde arbeiten', sich abhunze [ KU-Schmittw/O Körbn PS-Gersb LU-Friesh Alsh LA-Venn]. Syn. s. PfWB abquälen. — Zu PfWB Hund. — RhWB Rhein. III 974.