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Pfälzisches Wörterbuch 
 
auf-schirren bis auf-schlitzen (Bd. 1, Sp. 395 bis 397)
 
auf-schirren, schw.
auf-schläffeln, schw.
auf-schlaffen, schw.
Auf-schlag, m.
auf-schlagen, st.
Aufschlag-rebe, f.
auf-schlecken, schw.
auf-schlenkern, schw.
auf-schlenzen, schw.
auf-schließen, st.
auf-schlitzen, schw.
auf-schmeißen, st.
auf-schmieren, schw.
auf-schmusen, schw.
Auf-schmuser, m. f.
Auf-schmuserin, m. f.
auf-schnalzen, schw.
auf-schnappen, schw.
auf-schnaufen, schw.
auf-schneiden, st.
Auf-schneider, m.
auf-schneisen, schw.
auf-schnellen, schw.
auf-schnerren, schw.
auf-schniegeln, schw.
Auf-schnitt, m.
auf-schöpfen, schw.
auf-schrappen, schw.
auf-schreiben, st.
auf-schroten, schw.
auf-schuben
auf-schüppen, schw.
auf-schürfen, schw.
auf-schürzeln, schw.
auf-schürzen, schw.
auf-schütteln, schw.
auf-schütten, st.,  schw.
auf-schwänzen, schw.
auf-schwatteln, schw.
auf-schwellen, st.
auf-schwemmen
auf-schwingen, st.
Auf-sehen, n.
Auf-sehens, n.
Auf-seher, m.
Auf-sehner
Auf-sihner
auf-sein
auf-seihen, schw.
auf-setzen, schw.
Auf-setzer, m.
Auf-sicht, f.
auf-sieben, schw.
auf-sitzen, st.
auf-spannen, schw.
Aufspann-reitel, m.
auf-sparen, schw.
auf-speichern, schw.
auf-sperren, schw.
auf-spielen, schw.
auf-spießen, schw.
auf-sprengen, schw.
auf-sprenkeln, schw.
auf-sprießen, schw.
Aufsprieß-reitel, m.
auf-springen, st.
Aufspül-schüssel, f.
auf-spüren, schw.
auf-spuren, schw.
auf-stabeln, schw.
auf-stacheln, schw.
auf-stampfen, schw.
Auf-stand, m.
auf-stäubeln, schw.
auf-stechen, st.
auf-stecken, schw.
Auf-stecker, m.
Aufstecker-diele, f.
auf-stehen, st.
auf-steigen, st.
auf-steipern, schw.
Aufstell-bord, n.
auf-stellen, schw.
Auf-steller, m.
auf-sticheln, schw.
auf-stiefeln, schw.
auf-stiften, schw.
auf-stöbern, schw.
auf-stübern, schw.
auf-stoßen, st.
Auf-stößer, m.
auf-strampeln, schw.
auf-straufen, schw.
auf-streichen, st.
auf-streifen
Auf-strich, m.
auf-stübern
auf-stülpen, schw.
auf-stumpfen, schw.
auf-stumpfern, schw.
   auf-schirren schw.: 'das Zuggeschirr anlegen'; die Gail ufschärre [verbr.]; dafür auch PfWB anschirren. Scherzh. auch für 'bessere Kleidung anlegen' [ LU-Alsh]. RA.: Der schärrt de Gaul vun hinne uf 'beginnt eine Sache an der verkehrten Stelle' [verbr.]. RhWB Rhein. VII 1153; LothWB Lothr. 517 ufscherren; Bad. I 85.
 
  
auf-schläffeln schw.: = PfWB aufschlaffen. 's schläffelt uf [ NW-Kallstdt LU-Friesh]. Syn. s. PfWB auftauen.
 
  
auf-schlaffen schw.: 'weich werden, auftauen', vom gefrorenen Boden. Es schlafft uf [ BZ-Wilgwies NW-Frankeck LA-Rhodt GH-Schwegh]. Syn. s. PfWB auftauen. — Zu PfWB schlaff 'kraftlos, träge'; Schwäb. I 413; DWB DWb. I 722.
 
  
Auf-schlag m.:
1. 'klappenartig umgeschlagener Teil eines Kleidungsstückes', bes. an Ärmel (Ärmelaufschlag) und Hosenbein, Ufschlag, -schlach [allg.]. —
2. 'Umschlag auf erkrankte

[Bd. 1, Sp. 396]
Glieder'; Ufschlää (-schläch, -schläck) mache [ KU-Schmittw/O RO-Als Obernd NW-Freinsh Wachh LU-Opp Altr]. —
3. 'der aus schwerem Samen (Buche, Eiche, Kastanie) entstandene natürliche Jungwuchs', Forstausdruck. —
4. 'Steigerung des Preises', Ufschlach, schlag, -schlack [allg.]. — RhWB Rhein. VII 1218; ElsWB Els. II 456; Bad. I 85.
 
  
auf-schlagen st.:
I. trans.
1. 'durch Schlagen befestigen, aufnageln'; e Hufeise ufschla(ch)e [allg.]. —
2. 'einen Umschlag (Kompresse) auflegen'; gekochde Flachssome ofschlee [WD-Niedkch, verbr.]. s. PfWB Aufschlag 2. —
3. 'aufstellen, errichten, aufführen', von Gerüsten u. ä. [allg.]. Han Steen gesetzt un Speis getra, Gerischte uf- un abgeschla [Münch Weltgesch. 38]. Übertr. 'Richtfest feiern' [ KU-A'glan]. Volksgl.: Wammer en Scheier uf der Himmelfärdag ufschlagt, schlagts Gewitter nein [Fogel Beliefs Penns 1331]. De Wingert u. 'in einem jungen Wingert Stiefel einschlagen, Steine setzen, Draht ziehen' [VPf]. Ohne Objekt: De Komedimann 'Schausteller' schläät uf 'stellt seine Bude auf' [KU-A'glan, verbr.]. a. 1417: so mag er sin gezelte an der steinen benken uf slahan [Grimm Weist. V (NW-Kallstdt)]. a. 1541: ... von bedtladen ... vff zwschlagen [SpeyGgHospR]. a. 1621: Vnderthanen von Bierbach ..., welche dem Zimmermann die ... Brückh vfschlagen helfen [WerschwSchR Bl. 20 b]. —
4. 'aufkrempeln'; die Hosse u. [ LU-Altr]; oufgeschlaener Armel 'Ärmel' [ WD-Niedkch]; vgl. PfWB heraufschlagen. —
5. 'hauen'. Denne han ich ufgeschlaa, daß ... [ KL-Wörsb]. Syn. s. PfWB verhauen. —
6. 'öffnen', bes. 'durch Schlagen öffnen'; 's Buch, 's Ei usw. u. [allg.].; sich de Kopp u. 'sich durch Anstoßen an etwas eine Verletzung am Kopf zuziehen' [allg.]; e Faß Bier u. 'anstechen' [ KU-Schmittw/O]. —
II. intrans.
1. 'auftauen', vom gefrorenen Boden. 's schlaat (schlacht) uf [ PS-Bundth BZ-Schweig]. Syn. s. PfWB auftauen. —
2. 'teurer werden'. 's Brot schlaat drei Penning uf [Kaislt, allg.]. VR.: Käfen Schwewwel, Schwewwel heit, d' nägscht Woch schlagt er uf, ehr Leit [ BZ-Albw]. a. 1590: je nachdem die Frucht auf- oder abschlegt [ZweibrUrkb. 133]. — RhWB Rhein. VII 1207; Saarbr. 215; ElsWB Els. II 458; Bad. I 85/86.
 
 
Aufschlag-rebe f.: 'Rebe, die im Frühjahr vom alten Stock abgerissen wird', Uffschlagrääwe [Wilde 200].
 
 
auf-schlecken schw.: 'auflecken'; die Brih ufschlecke [VPf SPf]; vgl. PfWB auflecken. ElsWB Els. II 461.
 
  
auf-schlenkern schw.: 'durch Schlenkern öffnen', z. B. die zusammengeballte nasse Wäsche [ LU-Alsh/Gr BZ-Dernb].
 
  
auf-schlenzen schw.: 'aufreißen'; den Ärmel ufschlenze [ PS-Lu'wink Nothw]. ElsWB Els. II 467; Bad. I 86. — Zu schlenzen 'reißen, zerreißen', DWB DWb. IX 639.

[Bd. 1, Sp. 397]

 
  auf-schließen st.: wie schd. 's Schloß ufschließe, die Deer u. [allg.]. Volksgl.: Wanns ens net schtärbe kann, muß mer alles im Haus ufschliese, Schublade un alles [Fogel Beliefs Penns 607]. RhWB Rhein. VII 1337; Bad. I 86.
 
 
auf-schlitzen schw.: wie schd.; ufschlitze [allg.]. Volksmed.: Wan en Kuh der Wolf im Schwanz hot, schlitzt mern uf un dut Salz un Peffer nei un Rus un binnt der Schwanz wider zu [Fogel Beliefs Penns 770]. RhWB Rhein. VII 1363.