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ab-hauen bis ab-hetzen (Bd. 1, Sp. 39 bis 41) | |||
ab-hauen, st. ab-hausen, schw. ab-häuten, schw. ab-hazeln Ab-hebchens, n. Ab-heben, n. ab-heben, st. Ab-heben, n. ab-heilen, schw. ab-helfen, st. ab-henken, schw. u. st. ab-hängen, schw. u. st. ab-hetzen, schw. Ab-hilfe, f. ab-hin ab-hobeln, schw. ab-hocken, schw. ab-hold, Adj. ab-holen, schw., st. Ab-holer, m. Ab-holz, n. ab-hören, schw. ab-hotzeln, schw. ab-hudeln, schw. ab-hungern, schw. ab-hunzen, schw. Ab-hunzerei, f. äbich ab-jackern, schw. ab-jäckern, schw. ab-jagen, schw. ab-jasten, schw. ab-jästen, schw. ab-jaten, schw. ab-jatzen, schw. ab-jöcheln, schw. ab-jochen, schw. ab-kalben, schw. ab-kampeln, schw. ab-känteln, schw. ab-kanzeln, schw. ab-kapiteln, schw. ab-kappen, schw. ab-karbatschen, schw. ab-karchen, schw. ab-kärmsen, schw. ab-karten, schw. ab-käsen, schw. ab-katzen, schw. Ab-kauf, m. ab-kaufen Ab-kehr, f. Abkehr-besen, m. ab-kehren, schw. ab-kehren, schw. Abkehr-feder, f. Abkehr-wisch, m. ab-keideln, schw. ab-keilen, schw. ab-keimen, schw. ab-ketzen, schw. ab-ketzern, schw. ab-kiefen, schw. ab-kiefern, schw. ab-kimmeln, schw. ab-kitschen, schw. ab-klabastern, schw. ab-klatschen, schw. ab-klickern, schw. ab-klopfen, schw. ab-klotzen, schw. ab-klüngeln, schw. ab-knäbbern, schw. ab-knabbern, schw. ab-knäckern, schw. ab-knäffern, schw. ab-knallen, schw. ab-knappen, schw. ab-knappsen, schw. ab-knaubeln, schw. ab-knäubeln, schw. ab-knubbeln, schw. ab-knausern, schw. ab-knickern, schw. ab-knippen, schw. ab-knopfen, schw. ab-knöpfen, schw. ab-knorzen, schw. ab-knubbeln ab-knüpfen, schw. ab-knutschen, schw. ab-kochen, schw. ab-kolten, schw. ab-kommen, st. ab-konterfeien, schw. ab-korzeln, schw. ab-korzen, schw. ab-kozeln, schw. ab-kozen, schw. ab-kotteln, schw. | 1. etwas a. 'mit einem scharfen Gerät hauend abtrennen', einen Baum, ein Glied u. dgl., abhaae [vorn. NPf mittl. VPf], -haue [vorn. SWPf MPf], -hauwe [mittl. WPf], -hääe [vorn. südl. VPf NWPf], -haage -haache [nördl. VPf], -hääche [vorn. südl. SOPf]; vgl. PfWB abhakken. In der Sprache der Waldarbeiter: de Baam abhaue 'mit der Axt fällen', de Wald haue 'abholzen'. a. 1390: so sollent sie das holze nit hoeger abhauwen [Grimm Weist. V 615 (KB-Rams)]. 15. Jh.: ... vnd sol abhauwen mit eyner hepen [Pf-Weist. I 450 (NW-Erph)]. a. 1567: ..soll niemands ... baw- oder ander holz abhawen [PfWeist. I 319 (RO-Ebbg)]. Ihr Berke 'Birken', ich wollt, ihr wären Derke 'Türken'! Ich det mein Säbel raus und haut euch die Köpp ab [NW-Dürkh (Wilde 19)]. — 2. intrans. 'sich entfernen', verächtlich. Hau (haa usw.) ab! [allg.]. Hau ab un mach e Buckel! [ KU-Bedb]. Hau ab, dein Schatte stinkt! [ ZW-Ixh]; vgl. PfWB abfahren I 2 a, PfWB -gehen I 1 a α, PfWB -rücken 1, PfWB -schieben 1, PfWB -schlagen II 1 a, PfWB -tigern, PfWB -ziehen II 1. Syn. s. PfWB weglaufen. — 3. 'sterben' in derber Ausdrucksweise. Der haat (haut usw.) ball ab [verbr.]. Syn. s. PfWB sterben. — RhWB Rhein. III 318; Saarbr. 2; ElsWB Els. I 394 f.; Bad. I 9. 1. 'durch schlechtes Wirtschaften um Hab und Gut kommen'. Der hot abgehaust [RO-Dielkch Imsw KL-Samb VPf]. RhWB Rhein. III 369; Bad. I 9. — 2. mit jemand abhausen 'unter Vorhaltung seiner Fehler und Verfehlungen sich von jemand trennen'. Ich hab abgehaust mirm [ PS-Erfw]. [Bd. 1, Sp. 40] die Kordel ab, indem es dabei eine neue Figur bildet; Abhebches, Abhewe spiele [verbr., auch unter pfälz. Auswanderern des 18. Jh.]. Namen der Figuren: Badewanne, Brücke, Gegitter, Krone, Matratze, Säge, Schiff u. a. I. trans. 1. 'von oben herabnehmen'; die Lascht abhewe [ FR-Bockh BZ-Dernb]. — 2. 'oben wegnehmen'. a. de Buckel a. 'Grasstücke an höhergelegenen Stellen ausheben und damit tiefe nasse Stellen ausfüllen' [WD-Niedkch KU-Brück KL-Niedkch LA-Impfl BZ-Dimb Dernb]; vgl. PfWB abgraben 2. a. 1621: ... Zimmermann ... welcher ... die bruckh ganz abgehaben ... [WerschwSchR 183]. Rhein. III 379. — b. +Tafel a. 'abräumen'. a. 1577: das Essen auffstellen und ... abheben [Schandein Bav. IV, 2 S. 370 (Spey)]. — c. Fett, Rahm a. 'von oben abschöpfen' [ NW-Wachh BZ-Dernb]; abghowene Milch 'entrahmte Milch' [ BZ-Dernb]; vgl. PfWB abrahmen. Bad. I 9. — d. Honig a. 'Honig aus den Waben nehmen', urspr. 'den aufgesetzten Bienenkorb mit den gefüllten Waben vom Gestell herunternehmen' [ KU-Adb Schmittw/O]. — e. das Schmalz a. 'das Schmalz vom Rückenspeck ablösen' [ GH-N'potz]. — f. einen a. 'einen trinken'. Gehmer enner abhewe [ KL-Fischb RO-Ruppeck]; häufiger dafür einfaches hewe, s. PfWB heben; vgl. PfWB abtrinken 3 b. Syn. s. PfWB trinken. — g. Geld a. (in der Bank), wie schd. [allg.]. — h. die Masche a. 'beim Stricken die Maschen von einer Stricknadel auf eine andere oder auf einen Faden aufreihen' [allg.]. — i. (auch absol.) 'beim Abhebchens 'abhebend aus einer Figur eine neue bilden'. Heb mol ab! [ Gal-Dornf Hartf Buch-Illisch Don-Heuf]; vgl. PfWB abnehmen I 1 e, PfWB abholen 2 b. RhWB Rhein. III 379; ElsWB Els. I 295; Schweiz. IV 733. — j. die Kart a. 'beim Kartenspiel nach dem Mischen einen Teil der Karten abheben' [allg.]. — 3. a. 's Kind a. 'zur Verrichtung der Notdurft über den Topf halten' [südl. VPf]; vgl. PfWB abhalten 1 c. — b. einen von etwas a. 'zurückhalten'. Vun dem loß ich mich net abhewe [ LU-Alsh]; vgl. PfWB abhalten 1 b. — II. refl. 1. 'sich ablösen'. Die Kruscht hebt sich ab [ BZ-Dernb]. — 2. 'hervorstechen', nach dem Schd. Die Farb hebt sich ab [allg.]; vgl. PfWB abstechen II. — III. intrans. Uf den hot er abgehowe 'auf den hat er (es) gemünzt' [ BZ-Dernb]. — RhWB Rhein. III 378; ElsWB Els. I 295; Bad. I 9. 1. '(eine Last) abstellen helfen'. Helf mer mol ab! [verbr.]. — 2. 'Abhilfe schaffen, etwas beseitigen', nach dem Schd. Dem kammer abhelfe [allg.]. a. 1706 (Abschr.): soll die ganze gemein ... der brunst 'Feuersbrunst' ... abhelfen [Bd. 1, Sp. 41] [Grimm Weist. V (NW-Weidth)]. — RhWB Rhein. III 489; ElsWB Els. I 326; Bad. I 9. 1. trans. a. etwas a.; de Schunke 'Schinken' abhenke 'aus dem Rauch hängen' [verbr.]; de Duwak a. 'den Tabak nach der Dachreife abnehmen' [VPf]; de Aanhänger (an der Zugmaschine) a., wie schd. [allg.]. — b. einen a. 'überholen', z. B. im Wettlauf, umgspr. [allg.]. — 2. intrans. a. De Has is gut abgehonk(e), wenn das Fleisch des Hasen durch Hängen den Geschmack des Wilden bereits verloren hat [verbr.]; e schään abgehängt Stickelche Flääsch 'Fleisch, das einige Zeit am Haken gehangen hat' [Kaislt, verbr.]. — b. von jemand a., wie schd., abhänge [allg.]; vgl. PfWB abhängig 2. — RhWB Rhein. III 216 (abhängen); Bad. I 9 (abhenken). 1. einen a. 'müde hetzen', abhetze [verbr.]. — 2. sich a. 'sich (durch überschnelles Laufen oder Arbeiten) müde hetzen'. Er hot sich abg(e)hetzt [verbr.]. Syn.: (sich) abhächten, -hatzen, -jackern, -jagen, -jästen, -jaten, -jatzen, -ketzen, -rasen, -ratzen, -strabbeln, -strampeln, -strapazieren, -toben, -tummeln, -wusseln, -zappeln; vgl. PfWB abquälen.
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