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Pfälzisches Wörterbuch 
 
aufere bis auf-federn (Bd. 1, Sp. 369 bis 371)
 
aufere, Adv.
Auf-erstehung, f.
auf-essen, st.
auf-facken, schw.
auf-fahren, st.
Auf-fahrt, f.
auf-fallen, st.
auf-fällig, Adj.
auf-fangen, st.
auf-fassen, schw.
auf-federn, schw.
auf-fischen, schw.
auf-fitscheln, schw.
auf-flackern, schw.
auf-fliegen, st.
auf-fressen, st.
auf-frieren, st.
auf-frischieren, schw.
auf-führen, schw.
auf-füllen, schw.
Auffüll-wein, m.
auf-fussern, schw.
auf-füssern, schw.
auf-futschen, schw.
Auf-gabe, f.
auf-gabeln, schw.
auf-gälstern, schw.
Auf-gang, m.
auf-geben, st.
Auf-geberleins, n.
Auf-gebot, n.
auf-gedunsen, Adj.
auf-gefrieren
auf-gehen, st.
auf-geigen, schw.
auf-geilen, schw.
Auf-geld, n.
Auf-gelesenes, n.
auf-gelstern
auf-geprangt, Adj.
auf-gerudeln
aufgeschirren
auf-geschlagen, schw.
auf-geschwemmt, Adj.
auf-getroßt, Adj.
auf-getrunsen, Adj.
auf-geweckt, Adj.
auf-gewinden, schw.
auf-gicksen, schw.
auf-gipfeln, schw.
auf-glecken, schw.
auf-glünzeln, schw.
auf-graben, schw.  u.  st.
auf-graddeln, schw.
auf-greifen, st.
auf-grubben, schw.
auf-grubbern, schw.
auf-gurgsen, schw.
auf-haben, schw.
auf-häckeln, schw.
auf-hacken, schw.
auf-halsen, schw.
Auf-halt, f.
Aufhalt-blech, n.
auf-halten, st.
Auf-halter, m.
Aufhalt-kette, f.
Aufhalt-riemen, m.
auf-hängen
Auf-hänger
Auf-hängerleins
auf-haspeln, schw.
auf-hauen, st.
auf-heben, st.
Auf-heben, n.
Auf-hebens, n.
auf-heitern, schw.
auf-helfen, st.
auf-hellen, schw.
Auf-henkel, m.
auf-henken, st.,  schw.
auf-hängen, st.,  schw.
Auf-henker, m.
Auf-henkerleins, n.
auf-hetzen, schw.
auf-hin
auf-hocken, schw.
auf-holen, schw.
auf-hören, schw.
auf-hucken
auf-hudeln, schw.
auf-hüpfig, Adj.
auf-huppsen, schw.
aufig, Adj.
auf-jagen, schw.
auf-jitschen, schw.
auf-jochen, schw.
auf-käsen, schw.
auf-kaufen, schw.
auf-kehren, schw.
   aufere Adv.: 'hinauf, aufwärts'. Der Weg geht do ouffere [ WD-Niedkch], uffere (auch uwwere?) [Kus u. Umg.]; vgl. auch PfWB aufe. — F.: ufərə, oufərə. Aus mhd. ufhër 'herauf' + hin. — RhWB Rhein. I 307/08 aufere; Bad. I 79 aufe(r).
 
 
Auf-erstehung f.: 'Auferstehungsfeier', am Karsamstagabend in der katholischen Kirche.
 
  
auf-essen st.: wie schd. Alles rutz un butz (mit Stump un Stiel, Rump un Stump) ufesse (damit es schönes Wetter gibt) [allg.]. Koseworte an ein kleines Kind: Ich kinnt 'könnte' dich grad u. [PS-Erfw, verbr.]; meist: auffressen. BR.: Weihnachde Sau schlachte, Maria Lichtmeß alles ufgeß [ FR-N'lein]. RhWB Rhein. II 199; Bad. I 80.
 
  
auf-facken schw.: 'auffangen', uffacke [ FR-Beindh]. — Zu PfWB facken 'fangen' s. DWB DWb. III 1229.

[Bd. 1, Sp. 370]

 
   auf-fahren st.:
1. intrans.
a. 'rasch und unerwartet sich öffnen', von der Türe, vom Fenster, uffahre [allg.]. —
b. 'emporschnellen vor Schreck oder Zorn'. Er is ausm Schlof ufgefahr(e) [allg.]. —
c. 'aufspringen'. Die Lippe sin mer u. [verbr.]; e oufgefahre Maul [ WD-Niedkch]. —
d. 'festfahren, steckenbleiben', auf nassem Feld, am Flußufer, im Flußbett [verbr.]. —
e. 'aufprallen'; uffahre, daß es kracht [ KU-Bedb FR-Bockh]. —
2. trans.
a. 'auftischen'. Loß mol ens (ein Faß), e Batterie (Flaschen) u.!, aus der Soldatenspr. [allg.]. —
b. 'durch Schuttanfahren erhöhen'; e ufgefahrener Acker, e ufgefahre Land [ KU-Kaulb KB-Bischh]. —
c. 'durch vieles Befahren aufreißen', vom Weg, vom Acker [ ZW-L'wied KB-Bischh LU-Alsh]. — RhWB Rhein. II 247; LothWB Lothr. 516; ElsWB Els. I 127; Bad. I 80.
 
 
Auf-fahrt f.: 'Vorrichtung zum Emporfahren', Uffahrt [verbr.]. ElsWB Els. I 144; Bad. I 80.
 
  
auf-fallen st.:
1. 'auf etwas Hartes fallen und sich dabei verletzen'. Er hot sich die Hänn ufgefalle [verbr. vorn. VPf Lambert Penns 153]. RA.: sich die Nous uffalle 'in einer Unternehmung scheitern' [ NW-Geinsh]. —
2. übertr. 'Aufmerksamkeit erregen'. Das is mer ufgefalle [nördl. VPf, allg.]. Du bischt u. 'hast Anstoß erregt' [allg.]. Nach dem Schd., e uffallend Klääd (Klaad) u. ä. [verbr.]. — RhWB Rhein. II 268; ElsWB Els. I 106; Bad. I 80.
 
 
auf-fällig Adj.: 'auffallend', uffällich angezo(che) [verbr.]. RhWB Rhein. II 276.
 
  
auf-fangen st.: 'ein sich Bewegendes erfassen'.
1. gegenst.
a. de Balle uffange 'den (geworfenen) Ball mit der Hand (den Händen) zu fassen bekommen' [allg.]. —
b. 's Blut u. 'mit einem Gefäß das aus der Stichwunde des geschlachteten Schweines hervorschießende Blut aufnehmen' [verbr.]. —
c. die Hochzet u. 'den aus der Kirche zurückkehrenden Hochzeitszug aufhalten und bewirten (1930)' (wofür ein Trinkgeld in Empfang genommen wird) [ HB-M'bexb, S. 368]; 's Geburtstagskind u. 'es beschenken und beglückwünschen' [ KU-Bedb GH-Schwegh]. —
2. übertr. Das hot der widder mol ufgfang! 'Worte aufgeschnappt, die nicht für ihn bestimmt sind' [allg.]. Vgl. auch: aufhalten, aufschnappen.RhWB Rhein. II 287/88; Bad. I 80.
 
  
auf-fassen schw.:
1. Frucht uffasse 'in Säcke füllen' [allg.]. —
2. die Masch u. 'die entglittene Strickmasche wieder aufnehmen' [ KL-Baalbn NW-Frankeck FR-Albsh]; auch PfWB aufheben. —
3. übertr.
a. 'begreifen'. Der faßt leicht uf [allg.]. —
b. 'deuten'. Das hoscht du falsch (richdich) ufgfaßt [allg.]. RhWB Rhein. II 319; ElsWB Els. I 148; Bad. I 81.

[Bd. 1, Sp. 371]

 
  auf-federn schw.: sich a. 'furzen', sich uffeddere (ˈufęðərə) [ Gal-Reichb].