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Pfälzisches Wörterbuch 
 
auf-brüsten bis auf-donnern (Bd. 1, Sp. 366 bis 367)
 
auf-brüsten, schw.
auf-brummen, schw.
auf-bündeln, schw.
auf-bürden, schw.
auf-bürsten, schw.
auf-dämmen, schw.
auf-decken, schw.
auf-delben, st.
auf-derhand, Adv.
auf-derhändig, Adv.
auf-dingen, schw.
auf-donnern, schw.
auf-drängen, schw.
auf-drehen, schw.
auf-dringlich, Adj.
auf-drücken, schw.
auf-drusen
auf-ducken
auf-dunsen
aufe, Adv.
auf-eggen, schw.
auf-einander, Adv.
aufeinander-beißen, st.
aufeinander-gehen, st.
aufeinander-hocken, schw.
aufeinander-kommen, st.
aufeinander-rennen, schw.
aufeinander-schmeißen, st.
aufeinander-türmen, schw.
auf-einmal, Adv.
auf einmal
aufen, Adj.
aufenig, Adj.
Auf-enthalt, m.
auf-enthaltlich, Adj.
auf-entwinden, st.
aufere, Adv.
Auf-erstehung, f.
auf-essen, st.
auf-facken, schw.
auf-fahren, st.
Auf-fahrt, f.
auf-fallen, st.
auf-fällig, Adj.
auf-fangen, st.
auf-fassen, schw.
auf-federn, schw.
auf-fischen, schw.
auf-fitscheln, schw.
auf-flackern, schw.
auf-fliegen, st.
auf-fressen, st.
auf-frieren, st.
auf-frischieren, schw.
auf-führen, schw.
auf-füllen, schw.
Auffüll-wein, m.
auf-fussern, schw.
auf-füssern, schw.
auf-futschen, schw.
Auf-gabe, f.
auf-gabeln, schw.
auf-gälstern, schw.
Auf-gang, m.
auf-geben, st.
Auf-geberleins, n.
Auf-gebot, n.
auf-gedunsen, Adj.
auf-gefrieren
auf-gehen, st.
auf-geigen, schw.
auf-geilen, schw.
Auf-geld, n.
Auf-gelesenes, n.
auf-gelstern
auf-geprangt, Adj.
auf-gerudeln
aufgeschirren
auf-geschlagen, schw.
auf-geschwemmt, Adj.
auf-getroßt, Adj.
auf-getrunsen, Adj.
auf-geweckt, Adj.
auf-gewinden, schw.
auf-gicksen, schw.
auf-gipfeln, schw.
auf-glecken, schw.
auf-glünzeln, schw.
auf-graben, schw.  u.  st.
auf-graddeln, schw.
auf-greifen, st.
auf-grubben, schw.
auf-grubbern, schw.
auf-gurgsen, schw.
auf-haben, schw.
auf-häckeln, schw.
auf-hacken, schw.
auf-halsen, schw.
Auf-halt, f.
Aufhalt-blech, n.
   auf-brüsten schw.: sich a. 'sich durch Reden wichtig machen, prahlen', siχ ufbridə [ KL-Lind]; auch: sich in die Bruscht schmeiße; meist einfach brüsten.
 
 
auf-brummen schw.: '(Strafe) auferlegen'. De Richder hot 'm fuffzich Mark ufgebrummt [allg.].
 
  
auf-bündeln schw.:
1. 'aufbürden', ufbinnele [ Gal-Dornf]. —
2. 'schwängern'. Se hot äins ufgebinnelt kriet [ KU-Schmittw/O]. Volksgl.: En Weibsmensch as ufgebindelt is, därf en Kind net schere oders lebt net lang [Fogel Beliefs Penns Nr. 84]. Wann en ufgebindelt Weibsmensch en

[Bd. 1, Sp. 367]
Baam schittelt, tragt er [ebd. Nr. 1047]. Re ufgebindelte Fraa glickts Butterdrehe net [ebd. Nr. 1884].
 
 
auf-bürden schw.: wie schd. a. 1740: Nunmehro aber wird es vnß mit gewalt auffgebürdet, daß wir zahlen müßen [PfWeist. I 77 (BZ-Barbr)].
 
  
auf-bürsten schw.: sich a.
1. 'großtun' [RO-Dielkch Pirmas.; ältere Gener. (Otterstetter 222)]. Syn. s. PfWB prahlen. —
2. 'entrüstet tun, aufbegehren' [ KU-Kaulb Kreimb]. RhWB Rhein. I 1146.
 
 
auf-dämmen schw.:
1. 'die Wiesen durch Stauen unter Wasser setzen'; die Wisse ufdämme [KU-Dennw/Frohnb Lambert Penns 153]. —
2. 'aufhäufen'; wenn viel Speisen aufgetragen werden [ Don-Schowe].
 
  
auf-decken schw.:
1. 'von Zugedecktem die Decke oder den Deckel abnehmen'.
a. gegenst. 's Bett, 's Dibbe (de Hawwe) 'Topf' ufdecke [allg.]. Fingerspiel: Der is ins Wasser gefalle, der hot 'n rausgeholt, der hot'n hämmgetrache, der hot 'n ins Bett gelecht un das klään Spitzbiewl hot 'n widder ufgedeckt [ LU-Opp]. —
b. übertr. 'Unbekanntes, bes. Verfehlungen und Mißstände ans Licht bringen'. Dem han ich 's Häwwelche 'das Töpfchen' ufgedeckt [FR-Carlsbg, verbr.]. —
2. die Karte(n) a. 'mit der Bildseite nach oben hinlegen', bei gewissen Kartenspielen (im Unterschied zu: auflegen 1 a) [allg.]. RhWB Rhein. I 1299 f.; LothWB Lothr. 516; ElsWB Els. II 669; Bad. I 79.
 
  
auf-delben st.: 'graben, ein Loch machen'. Des Loch hot de Hund ufgedolwe [ PS-Hirschth]. — Zu mhd. tëlben, dëlben st. 'graben', Lexer Lexer II 1418 u. 1705. — ElsWB Els. II 679.
 
  
auf-derhand, auf-derhändigAdv.: 'zur rechten Seite', vom Tier im Zweigespann (Gegenteil: inderhand) [ NW-Haßl Spey]; dafür auch beiderhand, PfWB beihändig, zuderhand.
 
 
auf-dingen schw.: 'Lehrjungen aufnehmen'. a. 1670: daß der Peter Batili vor einen Lehr Jungen aufgedinght und angenommen habe [NPGV 1934 S. 74]. a. 1787: Wan ein Pursch in einem wirtsHauß trinkt, soll er sich nicht übermäßig voll saufen ... bey dem aufdingen kan es erlaubt werden [PfW 1906, S. 130]. Bad. I 79.
 
  
auf-donnern schw.: sich a. 'sich aufputzen'; sich ufdunnere wie e Pohahn 'Pfauhahn' [ ZW-Battw LU-Altr], wie e Dragoner [ GH-Schwegh], wie e Schnepp 'Prostituierte' [Krieger 16]. Meist Part.: Die kummt emol ufgedunnert (wie e Pingschtochs) doher [allg.]. Im Vergleiche zu sich auftakeln mehr von den oberen Schichten bevorzugt, Otterstetter 220. Rhein. I 1404; Bad. I 79; Kehrein 51.