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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Atzel-specht bis atzi (Bd. 1, Sp. 358)
 
Atzel-specht, m.
Atzels-zehe, f.
Atzen, Pl.
atzen, schw.
ätzen, schw.
ätzern, schw.
Ätz-feld, n.
Ätz-futter, n.
Ätz-garten, m.
Atz-geld, n.
atzi
Ätz-loch, n.
Atzung, f.
Atz-weide, f.
Ätz-weide, f.
au, Interj.
Au, f.
Auberge
auch, Konj.
auch
Aucht, f.
Aucht-weide, f.
Auder
Audienz, f.
Auen-land, n.
Auen-stück, n.
Auer-bacher, m.
Auer-hahn, m.
Auerhahn-balz, f.
Auer-macher
Auer-ochs, m.
auf
Au-fahrt, f.
auf-amseln, schw.
auf-backeln, schw.
auf-bähen, schw.
auf-bänken, schw.
auf-bappeln, schw.
auf-bären, schw.
auf-baren, schw.
auf-barsten, schw.
auf-bauen, schw.
auf-bäumen, schw.
auf-begehren, schw.
Auf-begehrens, n.
auf-beißen, st.
auf-bezahlen, schw.
auf-biegen, st.
auf-binden, st.
Aufbind-kette, f.
Aufbind-reitel, m.
Aufbind-stroh, n.
auf-blähen, schw.
auf-blasen, st.
auf-bleiben, st.
auf-blitzen, schw.
auf-blühen, schw.
auf-bocken, schw.
auf-bollern
auf-bolzen, schw.
auf-brausen, schw.
auf-brechen, st.
auf-brechen
auf-brennen, schw.
auf-bringen, st.  u.  schw.
auf-brüchen, schw.
auf-brücken
Aufbrüch-reitel, m.
Aufbrück-hebel, m.
auf-brüsten, schw.
auf-brummen, schw.
auf-bündeln, schw.
auf-bürden, schw.
auf-bürsten, schw.
auf-dämmen, schw.
auf-decken, schw.
auf-delben, st.
auf-derhand, Adv.
auf-derhändig, Adv.
auf-dingen, schw.
auf-donnern, schw.
auf-drängen, schw.
auf-drehen, schw.
auf-dringlich, Adj.
auf-drücken, schw.
auf-drusen
auf-ducken
auf-dunsen
aufe, Adv.
auf-eggen, schw.
auf-einander, Adv.
aufeinander-beißen, st.
aufeinander-gehen, st.
aufeinander-hocken, schw.
aufeinander-kommen, st.
aufeinander-rennen, schw.
aufeinander-schmeißen, st.
aufeinander-türmen, schw.
auf-einmal, Adv.
auf einmal
   Atzel-specht m.: 'Buntspecht', Atzelspecht (adslbēχd) [ KU-Schmittw/O RO-Dielkch]. RhWB Rhein. I 293.
 
  
Atzels-zehe f.: 'schmutzige Zehe', Kinderspr., Atzelszeh [ LU-Alsh].
 
  
Atzen Pl.: 'Frost während der Vegetationszeit', Weinbauwort, Atze (adsə) [ LA-Edk].
 
  
atzen schw.: 'stehlen' [ ZW-Gr'bundb]. — Vermutlich aus atzeln gekürzt.
 
  
ätzen schw.:
1. 'füttern, weiden', ähze [ LU-Oggh]. a. 1461/62: etzeten im futter vnderwegen [ZweibrKellR Bl. 4]. a. 1483: ein Malter Gersten ... mit dem Viehe will Ezen [ZweibrUrkb. 85]. a. 1521: 10 malter mit den hüner geetzt [Landsbg KellR]. —
2. 'beizen', von Säuren, nach dem Schd., ätze [allg.]. — Das Wort ist Faktitiv zu PfWB essen, wie PfWB tränken zu PfWB trinken. Bei Bed. 2 liegt Umsprung des Objektes vor: das Ätzen bezieht sich nicht auf die Säure, sondern auf den mit der Säure behandelten Gegenstand; vgl. Kluge-Mitzka17 35/36. — RhWB Rhein. I 294; LothWB Lothr. 15; ElsWB Els. I 86; Bad. I 76.
 
 
ätzern schw.: = PfWB ätzen 1. a. 1717: Es soll ein jeglicher von einem freckel ... etzeren und lohnen [PfWeist. I 3 (KU-Adb)].
 
 
Ätz-feld n.: a. 1740: Etzfelder (»obig und hinter der Au«), FlN [Renovation im GdArch. KL-Katzw].
 
 
Ätz-futter n.: 'Grünfutter', grüner Hafer und Wicken gemischt, Etzfuder-, -furer, -fuler [verbr.]. a. 1798: Jakob Köhlers Frau und Tochter im Ezfutter gegrast [StArch. Kus.]. RhWB Rhein. I 294; Saarbr. 70.
 
 
Ätz-garten m.: a. 1600: die Etzgärten sind noch Ackerfeld [PfW 1908, S. 47 (PS-Schmalbg)].
 
 
Atz-geld n.: 'Weidegeld', a. 1461/2: Inname atzgeld 14 gulden. [ZweibrKellR Bl. 2]. a. 1602: von der atzung wegen ... das atzgeld [PfWeist. I 63 (LU-Altr)]. ElsWB Els. I 86.
 
 
atzi, Nieslaut s. PfWB etzi, PfWB hatzi.