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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Atlas-haube bis attackieren (Bd. 1, Sp. 354 bis 355)
 
  Atlas-haube f.: Atlashaub [Kus u. Umg.]; auch PfWB Taffethaube genannt. — -kleid n.: Atlaskleid. Mit Geduld un Zeit werd's Maulbeereblatt zum Atlaskleid [ BZ-Dernb]. — -koller n. a. 1537: Ein veihel farb attlaßkoller [SpeyTreudInv.]. — -seide f.: Atlasseid [allg.]. — -wams n.: a. 1672: ... an einen Atlas Wambus die Ärmel zu ändern [NPfGV 1934, 23 (RO-O'mosch)].
 
  
atmen schw.: wie schd., ochdeme, ächdeme, nächdeme, odeme, oreme; dafür auch Oochdem (Orem usw.) hole, O. scheppe, O. ziehe (s. PfWB Atem), schnaufe. Zur Verbr. dieser Syn. s. K. 17; bei Tieren auch:

[Bd. 1, Sp. 355]
hächzen. F.: ōxdəmə [vorw. WPf], χdəmə [ KU-Diedk IB-Bliesmg/Bolch], nχdəmə [ IB-Habkch Gersh Erfw/Ehling Bebh HB-Nd'gailb], ōdəmə [VPf], ōrəmə [VPf KU-Diedk Brück], dəmə [ RO-Lohnsf]; ādmə ist stark im Vordringen. RhWB Rhein. I 291; Saarbr. 11; Bad. I 76.
 
  
ätsch: Ausruf der Schadenfreude und des Spottes, zumeist im Ausruf Äätsch, äätsch, schawe Riebche (oder: Holleriebche), den ein Kind dem andern im Spotte zuruft, indem es dabei einen Zeigefinger auf dem andern reibt; oft werden Worte, die auf den Schaden hindeuten, zugefügt, z. B. Du hoscht Bumbes kriet [verbr.]. Mancherorts wird der einleitende Satz zu einem Vers oder gar Vierzeiler erweitert: Äätsch, äätsch, schaawe Riebche, bees, bees Biebche [ NW-Lambr], — oder: 's Anna hot e Biebche 'einen Schatz' [ KL-Fischb], — oder: morje kriescht e Biebche, iwwermorje e Mädche, das häßt Gretche [ KU-Bedb]; vgl. PfWB äks, PfWB äksch. — F.: d, selten ęd.RhWB Rhein. I 291; Bad. I 76; Kluge-Mitzka17, 35.
 
  
Ätsch n.: 'Unreines, Schlechtes, Schlimmes, das man nicht anfassen darf', Äätsch [ KU-Kaulb]. — Wohl aus ätsch abgeleitet.
 
  
Ätsche f.: 'Eichhörnchen', Ätsch [ KL-Mackb]; vgl. PfWB Hätsche.
 
  
Attacke f.:
1. 'Zusammenstoß, Auseinandersetzung, Streit'; Adack mache 'Streit beginnen' [ Gal-Dornf]; Aandack mit 'm han [KL-Fischb (Kleeberger 123)]; meist Pl.: Mit dem kriet mer glei Adacke [KU-Kaulb, verbr. vorn. WPf]; ... e klaani Addack mit eme Fremde [Kühn Hamet 93]. RhWB Rhein. I 292; Bad. I 76; Schwäb. I 348. —
2. 'Angriff', urspr. militärisch; e Adack reiten; übertr. vom Anfall einer Krankheit [Kühn Schnitze I]. ElsWB Els. I 81 u. 56. Auch 'Runde' in einer längerdauernden Arbeit, z. B. Mer dreschen (mit der Maschine) noch e A. [ Gal-Dornf]. —
3. scherzweise 'Gelage'. Warscht du aach bei der Addak? [Kühn Schnitze I]. —
4. 'Schläge'. Willsche Addakke han?, nur bei alten Leuten (1930) [ KU-Dennw/Frohnb]. — F.: aˈdak, Pl. aˈdagə.
 
  
attackieren schw.: 'angreifen, anfallen'. Die Liß hot mich andakeert, weil ich net merrer gedanzt han [ RO-Lettw].