| Pfälzisches Wörterbuch | ![]() | ||
abgestumpft bis ab-grasen (Bd. 1, Sp. 35 bis 37) | |||
abgestumpft, Adj. ab-getrieben, Adj. ab-gewinnen, st. ab-gewöhnen, schw. ab-gieksen, schw. ab-gießen, st. ab-glänzen, schw. ab-glecken, schw. ab-glitschen, schw. ab-graben, st. u. schw. ab-grasen, schw. ab-greifen, st. Ab-greuel, m. ab-grotzen, schw. ab-grutzen, schw. ab-gucken, schw. ab-gunstig, Adj. ab-hächsen, schw. ab-hächten, schw. ab-hacken, schw. ab-häkeln, schw. ab-halftern, schw. ab-halten, st. ab-handeln, schw. Ab-hang, m. ab-hängig, Adj. ab-henkisch, Adj. ab-härmen, schw. ab-härmsen, schw. ab-härten, schw. ab-haspeln, schw. ab-hatzen, schw. ab-hauen, st. ab-hausen, schw. ab-häuten, schw. ab-hazeln Ab-hebchens, n. Ab-heben, n. ab-heben, st. Ab-heben, n. ab-heilen, schw. ab-helfen, st. ab-henken, schw. u. st. ab-hängen, schw. u. st. ab-hetzen, schw. Ab-hilfe, f. ab-hin ab-hobeln, schw. ab-hocken, schw. ab-hold, Adj. ab-holen, schw., st. Ab-holer, m. Ab-holz, n. ab-hören, schw. ab-hotzeln, schw. ab-hudeln, schw. ab-hungern, schw. ab-hunzen, schw. Ab-hunzerei, f. äbich ab-jackern, schw. ab-jäckern, schw. ab-jagen, schw. ab-jasten, schw. ab-jästen, schw. ab-jaten, schw. ab-jatzen, schw. ab-jöcheln, schw. ab-jochen, schw. ab-kalben, schw. ab-kampeln, schw. ab-känteln, schw. ab-kanzeln, schw. ab-kapiteln, schw. ab-kappen, schw. ab-karbatschen, schw. ab-karchen, schw. ab-kärmsen, schw. ab-karten, schw. ab-käsen, schw. ab-katzen, schw. Ab-kauf, m. ab-kaufen Ab-kehr, f. Abkehr-besen, m. ab-kehren, schw. ab-kehren, schw. Abkehr-feder, f. Abkehr-wisch, m. ab-keideln, schw. ab-keilen, schw. ab-keimen, schw. ab-ketzen, schw. ab-ketzern, schw. ab-kiefen, schw. ab-kiefern, schw. ab-kimmeln, schw. ab-kitschen, schw. ab-klabastern, schw. ab-klatschen, schw. | 1. 'im Spiel abnehmen'. Ich hannem 'habe ihm' zehn Mark abgewunn(e) [allg.]. Syn., bes. für 'Klicker abgewinnen': PfWB abdrehen, PfWB -frickeln, PfWB -klickern, PfWB -knäckern, PfWB -knäubeln, PfWB -knippen, PfWB -knöpfen, PfWB -lötzeln, PfWB -lotzen, PfWB -lümpeln, PfWB -mausen, PfWB -pitschen, [Bd. 1, Sp. 36] PfWB -pritschen, PfWB -säckeln, PfWB -scheren, PfWB -stoßen, PfWB -stratzen, PfWB -strenzen, PfWB -strossen, PfWB -trudeln; für 'im Spiel alles (alle Klicker) abnehmen' erscheinen in Verb. mit dem personalen Akk. (meist in der Perfektform, z. B. Mer hannen abgesäckelt, gepritscht, blott gemach u. entspr.) oder in passiver Wendung den Zustand bezeichnend (z. B. Der is abgesäckelt, is gepritscht, is blott gemach u. entspr.): PfWB abbinden, PfWB -flohen, PfWB -lausen, PfWB -machen, PfWB -mausen, PfWB -pritschen, PfWB -säckeln, PfWB -stratzen, PfWB -tun, PfWB ausduddern, PfWB -melken, -neckeln, PfWB -säckeln, PfWB -ziehen, PfWB beuteln, plundern, PfWB bluttern, PfWB pritschen, PfWB putzen, PfWB flohen, PfWB fracken, PfWB haaren, PfWB lausen, PfWB laxen, PfWB luchsen, lümpeln, PfWB rupfen, PfWB säckeln, PfWB scheren, PfWB schlauchen, PfWB schnackeln, PfWB strenzen, PfWB strüpfen, PfWB strossen, PfWB versäckeln, PfWB papp machen, beet machen, blutt machen, pritsch machen, flügge machen, säcklicht machen. — 2. 's Neijohr abgewinne '(einem) mit dem Neujahrswunsch zuvorkommen' [verbr.]; vgl. PfWB abfangen 2 b, PfWB abwünschen. Wer dem andern das Neujahr abgewann, hatte einen Schoppen Wein gewonnen [BZ-Dernb (1930)]. Bad. I 8; Schwäb. I 29. 1. einem etwas a., wie schd. Du muscht der's Raache 'Rauchen' abgewehne [allg.]. Noch ener zum Abgewehne!, scherzhafte Aufforderung zum Trinken [verbr.]. Ähnlich vom Essen beliebter Speisen: Do gebt's Sunndags Quetschekuche zum Kaffee, Mittwochs Quetschekuche un Supp un Freidags ener zum Abgewehne [verbr.]. — 2. 'entwöhnen', bes. ein Kind, ein Tier von der Muttermilch a. [allg.]. Volksgl.: En Kind gewehnt mer ab im Fisch (im Zeichen des Fisches) [Fogel Beliefs Penns 125]. Wammern Kalb abgewehne will, dut mers hinnerschich zu der Dir naus, noh brillt die Kuh net [Fogel a. a. O. 817]. [Bd. 1, Sp. 37] 1. 'abgleiten'. Ich bin vun der Sproß 'Leitersprosse' abgeglitscht [ Gal-Dornf]; vgl. PfWB abrütschen 1. — 2. +a. 1792: 'mißlingen'. Es ist ihm abgeglitscht [Klein Prov. 3]. — Das Grundwort ist Intensivbildung zu PfWB gleiten. — RhWB Rhein. II 1275. 1. des Wasser abgrawe 'ableiten' [allg.]; vgl. PfWB abreißen 1 b. In der RA. 'die Existenz gefährden' [allg.]. — 2. im bes. die Wiese a. 'durch Ausgleich zwischen trockenen höhergelegenen und nassen tiefergelegenen Stellen verbessern', vgl. PfWB abheben I 2 a. Dieses geschieht, indem man den Rasen auf höhergelegenen Stellen abhebt und die entblößten Stellen mit Klee- und Grassamen einsät. Der abgegrabene Rasen wird mit Dung kompostiert und nach der Heuernte auf die ganze Wiese verteilt. Eine auf diese Weise verbesserte Wiese wird abgegraweni Wiß genannt [ GH-Minf]. — RhWB Rhein. II 1333; Bad. I 9. 1. gegenst. einen Ackerrain u. ä. a. 'abweiden', auch 'mit der Sichel abmähen', abgrase [VPf]; häufiger ohne ab-; vgl. PfWB abmachen I 1 b α. — 2. übertr. 's Dorf, die Strooß 'Straße' a. 'bettelnd Haus um Haus abgehen' [verbr.]; vgl. PfWB abbetteln 2. Aus dem Rotw., Wolf [12]. — RhWB Rhein. II 1361; Bad. I 9.
| ||
| © 2002—2010 by Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier Home | Impressum | Kontakt | ![]() | ||