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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Arznei bis Äsche (Bd. 1, Sp. 342 bis 343)
 
   Arznei f.: wie schd., Arz(e)nei, Arznei, verdrängt das gleichbedeutende ältere Medizin.

[Bd. 1, Sp. 343]
SprW.: Esse un Trinke is die bescht A. [ KB-Bischh BZ-Albw]. a. 1669: Für böse Lust und Buberei Find man kein besser Arzenei Denn Abstinenz in Speis und Trank, Und gib dich nicht in Müßiggang! [KL-Fischb (PfW. 1909 S. 88)]. — RhWB Rhein. I 280; Bad. I 73.
 
 
Arznei-flasche f.: gewöhnlich im Dim. Arzneifläschche, -fläschel, -fläschelche 'Fläschchen, in dem sich Arznei befindet' [allg.]. — -glas n.: 'Glas zum Einnehmen der Arznei'. Vun dem kriet mer net meh als e Arzneigläsche voll [ ZW-Battw]. — -töter m. s. PfWB Atzelneuntöter.
 
 
Arzt m.: wie schd.; fast nur mit Bezeichnung der Fachrichtung oder des Tätigkeitsbereiches: praktischer Arzt, Augen-, Tier-, Kassenarzt usw. In echter Ma.: Dokder.RhWB Rhein. I 280; Bad. I 73/74.
 
 
as s. PfWB als u. PfWB daß; As 'Spielkarte' s. PfWB .
 
 
Asch-bach: Dorf im Kr. KU. Den kalten Nordostwind bezeichnen die Bewohner von Oberweiler i. T. als Aschbacher Wind.
 
  
Äsch-bauer m.: die Äschbaure 'Arbeiter, die die Mülleimer entleeren', scherzh. [ LU-Friesh].
 
  
Äsch-brühe f.: 'Lauge aus Holzasche', Äschbrih [ LA-Nußd 1900]. Die Ä. wurde beim Waschen verwendet, s. PfWB bauchen.
 
  
Äsche1, Asche f.:
1. 'Asche (cinis)', Äsche, (ęə) [verbr. SWPf (bis zur Linie HB-Medh-Ingb) westl. NWPf (bis zur Linie KU-Dittw-Hachb)], Äsch (ę) [übrige Pf], Aisch (ai) [ RO-Wintbn], Asch (a) [verbr. SPf (jüng. Gener.?)]. RA.: Er hat in die Äsch getret 'ist betrunken' [ PS-Thaleischw]. Do muß mer Äsch straae!, Ausspruch beim Erscheinen eines seltenen Gastes [verbr. Gal]; vgl. HwbAbergl. I 611 ff. Volksgl.: Wammer de Beem uf Escheputtel (Aschermittwoch) mit Esch street, dann dun sie arrig aahenke [Penns DeitschEck 1. 2. 1936]; vgl. PfWB äschern. —
2. 'Geld', Äsch [PfId. 13 (Spey)]. Aus dem Rotw., vgl. Wolf Nr. 142. — Der Umlaut von a > ä erklärt sich aus der Stellung des a vor dentalem Zischlaut, wie z. B. auch in wäsche 'waschen'. Die Apokope von — e ist beim femin. Subst. sonst weit allgemeiner, vgl. z. B. Wiese. RhWB Rhein. I 280 ff.; LothWB Lothr. 14; ElsWB Els. I 80; Bad. I 74.