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Pfälzisches Wörterbuch 
 
April bis Aprilen-narr (Bd. 1, Sp. 317 bis 318)
 
April, m.
Aprilen-bad, n.
April(en)-bise, f.
Aprilen-butzen, m.
Aprilen-grillen, Pl.
Aprilen-gucker, m.
April(en)-kalb, n.
Aprilen-kappe, f.
Aprilen-kuh, f.
Aprilen-laub, n.
Aprilen-narr, m.
Aprils-narr, m.
Aprilen-regen, m.
Aprilen-schnee, m.
April(en)-sonne, f.
April(en)-stüber, m.
Aprilenvogels-narr, m.
April(en)-wetter, n.
Aprils-wetter, n.
Aprilen-wind, m.
Aprils-wind, m.
apropo, Adv.
Ar, n.
Ar
Är, n.?
Ara
Araber, m.
Araber-gäulchen, n.
Arbeit, f.
arbeiten, schw.
Arbeiter, m. f.
Arbeiterin, m. f.
Arbeiter-dorf, n.
Arbeiter-kaff, n.
Arbeiter-kittel, m.
Arbeiter-nest, n.
Arbeiter-sekt, m.
Arbeiter-stadt, f.
Arbeiter-standbild, n.
Arbeiter-verein, m.
Arbeiter-wurst, f.
Arbeiter-zug, m.
Arbeit-geber, m.
Arbeits-anzug, m.
Arbeits-biene, f.
Arbeits-gericht, n.
Arbeits-geschirr, n.
Arbeits-hose, f.
Arbeits-imme, f.
Arbeits-joppen, m.
Arbeits-kittel, m.
Arbeits-kleider, Pl.
Arbeits-korb, m.
Arbeits-last, f.
Arbeits-lehrerin, f.
Arbeits-leute, Pl.
Arbeits-lohn, m.
Arbeits-narr, m.
Arbeits-schuh, m.
Arbeits-schule, f.
Arbeits-schurz, m. f.
Arbeits-schürze, m. f.
Arbeits-stelle, f.
Arbeits-zeit, f.
Ärbel
Ärber
Arche, f.
Archierer, m.
Architekt, m.
Arde
Är(e)n
ären
Arfel
arg
Ärger, m.
ärgerlich, Adj.
ärgern, schw.
Ärgernis, n.
Argheit, f.
Arg(en)-list, f.
Arg-macher, m.
Arg-mut, m.
argst
Aria, f.
Arigkeit
Aring
Aristokrat, m.
Arke, f.
Arko, m.
Arles-baum, m.
Arlessen-stock, m.
Arm, m.
Armen, m.
arm, Adj.
Arm-band, n.
Armband-uhr, f.
Arm-binde, f.
Arm-brasselee, n.
Arm-brust, f.
Arm-bruster, m.
   April m.: 'der Kalendermonat April', April (aˈbril, Äbril) [allg.]. Die alte Bezeichnung Ostermonat ist nur noch für WD-Niedkch belegt (1930). Am 1. April schickt man sich gegenseitig mit Lügenmeldungen und unmöglichen Aufträgen in den April. Der Gefoppte wird als Aprilsnarr verspottet und es wird ihm zugerufen: April, April!, oder: Am erschde April schickt mer de Narr (oder: Esel), wuhie mer will [allg.]. Mancherorts, so in Gal-Dornf, wird dieser Brauch am 30. April und 1. Mai wiederholt, nur heißt der Genasführte im letzteren Falle Maajstock. Die Wend. 'in de April schicke' wird daneben übertr. für 'zum Narren halten' gebraucht. Volksgl.: En Kind, wu uf der erscht April gebore is, lebt net lang [Fogel Beliefs Penns Nr. 3]. Volksmed.: Was de Winder (oder: Janewar, de März) net will, ho(u)lt sich de A. [verbr.]. BR.:
a. für das Wachstum der Pflanzen: Steckst mich im A., kumm ich, wann ich will, Steckst mich im Mai, bin ich gleich dabei, oder: kumm ich glei [VPf (Wilde 118)]. De A. soll liwere 'liefern', 'm Mai 's halb Laab un's halb Hai [ KU-Bedb, ähnlich: RO-Dielkch GH-Neubg]. Am fufzehnte A., do muß de Kuckuck rufe, er mahn 'mag' stecke, wu er will [ RO-Odh]. —
b. für das Wetter: De A. macht, was er will [allg.]; launisch wie de A. [ NW-Kallstdt]. Is der A. aach noch so gut, er schneet 'm Bauer uf de Hut [ Don Gal Buch, ähnlich BZ-Albw]. Wann de ierschte März die alde Weiwer enaussterzt 'ins Freie lockt', de ierschte A. treibt se sicher wirrer erinn [ RO-Odh]. Bringt de A. noch Schnee un Froscht, gibt's wenich Hai un sauer Moscht [ NW-Frankeck]. Druckner A. is net des Bauers Will [ KL-Reichb, ähnl. LU-Rh'gönh]. Nasser A. es des Bauers Will [ RO-Als, ähnl. PS-Geisbg KB-Kerzh LA-Roschb]. A. kalt un naß, fillt Scheun un Faß [ PS-Geisbg]. A. naß un gelind, gutes Jahr [ NW-Frankeck]. A. trucke un warem macht de Bauer an Hoffnung arem [ FR-Bockh]. Nasser

[Bd. 1, Sp. 318]
A., kihler Mai gibt vel Frucht un Hai [FR-Bockh, ähnl. KU-W'mohr PS-H'einöd Penns Deitsch Eck 4. 5. 1935]. März trocke, A. naß, kiehler Mai, singt de Bauer juchei [ SP-Mechth, ähnl. KU-Hinzw KB-Bubh LA-Gommh GH-Zeisk Don-Gottlob]. Dunnert's im A., macht der Mai, was er will [ GH-Kand]. De A. kann rase, wann nore de Mai hält Maße [ KU-Nerzw]. Is de A. schään un rein, do werd de Mai um so wilder sein [ RO-Als]. Bloost de A. ens Horn, steht's gut for Hai un Korn [ FR-Bockh]. Scherzhaft: Kräht de Hohn am erschte Mai, is allemol de A. vorbei [ KU-Nerzw]. — RhWB Rhein. I 224ff.; LothWB Lothr. 2; ElsWB Els. I 60; Bad. I 69.
 
  
Aprilen-bad n.: 'Bad im April'. Aprilebad bringt d' Dourelad 'den Sarg' [ GH-Zeisk].
 
  
April(en)-bise f.: 'gleichzeitiges Regnen und Schneien im April', Aprilbiese [ KU-Diedk], Aprile- [ KL-Reichb]; dafür auch: April(en)butzen, -grillen, PfWB -stüber. — Zu PfWB Bise 'Regenschauer', Kluge-Mitzka17 79 — Bad. I 69.
 
 
Aprilen-butzen m.: = April(en)bise; auch 'kalte Regenschauer im April', Aprilebutze [südl. VPf]. — Grundw. Butzen 'kurzer heftiger Regenschauer' von butzen 'stoßen, anprallen', vgl. RhWB Rhein. I 1187. — Bad. I 69.
 
 
Aprilen-grillen Pl.: 'launisches Aprilwetter', im bes. 'gleichzeitiges Regnen und Schneien im April', Aprillegrille [verbr. WPf NPf PS-Geisbg LU-Opp]; vgl. April(en)bise. RhWB Rhein. I 227; ElsWB Els. I 272.
 
  
Aprilen-gucker m.: = PfWB Aprilsnarr, wohl davon, weil er sich verleiten ließ, nach etwas zu schauen, was nicht da war, Aprillegucker [ KU-Schmittw/O].
 
 
April(en)-kalb n.: = PfWB Aprilsnarr, Abrillekalb [Lambert Penns 4]. Abrilkalb muß emol sei, Dabbt immer am Aersche (am ärgsten) do rei; Sie schicke uns anne, Nix hinne, nix vanne (vorn), Noh lache die Schpitzbuwe glei [Birmelin Poems Penns 25].
 
  
Aprilen-kappe f.: Pilzname, Aprillekäppl [ GH-Max'au].
 
  
Aprilen-kuh f.: = PfWB Aprilsnarr. Aprillekuh, mach d' Aage zu! ruft man dem zu, der sich anführen ließ, nach einem Gegenstand zu schauen, der in Wirklichkeit nicht da ist [ GH-Schwegh Kand].
 
  
Aprilen-laub n.: im SprW.: Märzestaab, Aprillelaab, Maielache 'Maienpfütze' sin drei gude Sache [ GH-Neubg]. ElsWB Els. I 60.
 
 
Aprilen-, Aprils-narrm.: 'wer sich in den April schicken läßt'. Er wird mit dem Ruf Aprillenarr [vorn. mittl. u. südl. VPf], Aprillsnarr [vorn. WPf NPf nördl. VPf] verspottet. Syn.: PfWB Aprilengucker, PfWB -kalb, PfWB -kuh, PfWB -vogelsnarr. Rhein. I 227; ElsWB Els. I 779; Bad. I 69.