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Aal-korb bis Aas-jäger (Bd. 1, Sp. 3 bis 7) | |||
Aal-korb, m. Aal-rappe Aal-raupe, f. Aal-reuse, f. Aal-ropp Aal-ruppe Aal-rutte Aar Aare Aarn Aarnt Aas, n. Aas-dreck, m. Aas-geier, m. aasig, Adj. Aas-jäger, m. Aas-kammer, f. Aas-kaute, f. Aas-krapfen, m. aas-räubisch, Adj. Aas-vogel, m. Aas-weih, m. ab Äb, n. AB AB aba Ä-Bäckel, n. ab-ästen, schw. ab-äugeln, schw. ab-augen, schw. Abba ab-balbieren ab-balgen, schw. ab-barbieren, schw. ab-bauen, schw. ab-beeren, schw. ab-beichten, schw. ab-beinen, schw. ab-beißen, st. ab-bestellen, schw. ab-beten, schw. ab-betteln, schw. Ab-bettler, m. f. Ab-bettlerin, m. f. ab-bezahlen, schw. ab-biegen, st. ab-bieten, st. ab-bilden, schw. ab-bimsen, schw. ab-binden, st. Ab-biß, m. Ab-bitte, f. ab-bitten, st. ab-blasen, st. ab-blatern, schw. ab-blatten, schw. ab-blättern, schw. ab-blauen ab-bleien, schw. ab-blenden, schw. ab-bleuen, schw. ab-blitzen, schw. ab-bocken, schw. ab-bolzen, schw. ab-bößeln, schw. ab-boßen, schw. Ab-brändler, m. ab-brasten, schw. ab-brechen, st. ab-brennen, schw. ab-bringen, st., VPf schw. ab-brockeln, schw. ab-bröckeln, schw. Ab-bruch, m. Abbruch-brett, n. Abbruch-spelz, m. ab-brühen, schw. ab-brüllen, schw. ab-brummen, schw. ab-brusten, schw. Ab-bund, m. ab-bürsten, schw. ab-büßen, schw. ABC, n. ABC-Buch, n. abchen Ab-cherns, n. ABC-Schisser, m. ABC-Schüler, m. ABC-Schütze, m. ABC-Spiel, n. ABC-Stritzer, m. ab-dabern, schw. ab-dachsen, schw. ab-dachteln, schw. ab-dackeln, schw. ab-dämmen, schw. ab-dampfen, schw. ab-dämpfen, schw. | ![]() [Bd. 1, Sp. 4] [Weigand I 2]; rubēta > ahd. *rupta [Kluge-Mitzka17 Aalquappe]; dieses 1. mit Assimilation von pt zu pp in mhd. ruppe ( Lexer Lexer II 554), das bei uns a. 1547 als Ruppe (s. d.) und a. 1536 als Roppe (s. u. PfWB Ruppe) erscheint. 2. mit Assimilation von pt zu tt in pf. Rutte, erhalten in Rutter [Pirmas 1930] und im Kompos. Oolrutt. Die Verbindung dieser Formen mit Aal, das lautgerecht als Ool (ōl), in GH-Neubg als Aal (l) erscheint, findet seine Erklärung wohl in der äußeren Ähnlichkeit der beiden Fische (schlanke Gestalt, Flossensaum, schlängelnde Bewegung). Eine andere Erklärung s. DWB DWb. I 5. Ältere Belege für das Kompos., das bei Alberus schon 1550 vorkommt [Weigand I 2], fehlen im Pfälzischen. Im zusammengesetzten Wort hat das Grundwort zumeist seine lautgesetzliche Form: -rup [verbr.], -rǫp [ GH-Leimh N'potz], in der SOPf auch mit der dort gebräuchlichen Verkl.: -rubl, -rǫbl, ebenso -rut (s. o.). Das mit der Zeit unverständlich gewordene Wort erfuhr mancherorts stärkere, z. T. durch volksetymologische Deutungen beeinflußte Wandlungen, nämlich zu -rǫbər, -rubərt, -ruw(ə)l, -raup, -rap, -rip, -raupərt und wohl auch raubərt, da man den Fisch als Aalräuber ansah; weiter, und zwar fast ausschließlich mGl., mit Umstellung der Bestandteile zu rupōl, rapōl, dieses auch verkürzt zu rabəl, rabl, sodann raubōl, soweit bei diesem Namen nicht eine Verwechslung mit dem weiblichen Aal, der in Fischerkreisen auch als Raubaal bezeichnet wird, vorliegt. Mancherorts setzten sich, wie die Karte zeigt, schriftsprachliche Formen durch: ālrup, alraub. In alten Belegen erscheint auch Rufolk (s. d.). — RhWB Rhein. I 6; Bad. I 3. ![]() [Bd. 1, Sp. 5] ![]() [Bd. 1, Sp. 7] durch welche die Aale einschlüpfen können', gebräuchlich in zwei Formen (s. Abb. 2), 1. mit Flügeln (zum Befestigen), die eigentliche Aalreuse (s. Flügelreuse); 2. ohne Flügel, die Wartolf (vgl. DWB DWb. XIII 2177/78), in der auch andere Fische gefangen werden; Oolreis (ōlrais) [verbr., bes. Orte am Rhein]. — Bad. I 1. 1. 'Futter'. a. 'Spreu als Viehfutter', Aas [ GH-Neubg]. Ähnlich Bad. I 1, Kurhess. 17; vgl. Weigand I 3 2Aas. — b. 'Schweinefutter'; das Oos [lothr. SWPf nach Keiper]. Schwäb. I 335. — 2. 'verwesende Tierleiche', Oos, Aas [allg.]. a. 1594: Es soll auch keiner kein oß... in die bach werffen [KSchArch. Zweibr IV 2822]. SprW.: Wo Oos is, sammele sich die Rawe [KU-Schmittw/O, verbr.]. — 3. Scheltwort auf einen faulen Menschen, eine zänkische Frau, ein widerspenstiges Tier: Du Oos! Du faules (verdammtes, verricktes) Oos! [allg.], nicht selten auch in mehr harmloser Weise unter guten Bekannten gebraucht. E Neistadter, e piffig Oos [Kühn Schnitze I 37]. Mein Karlche awwer iss e Oos Unn werd net gleich verschdawwerd [Weber 34]. Verstärkt in Zusammensetzungen wie Schinnoos, (s. PfWB Schindaas), Gewitteroos, (Gewitteraas), Lumbeoos (Lumpenaas), Raweoos (Rabenaas). Vgl. auch PfWB Aaskaute, PfWB Aaskrapfen. Waß hun ich do — un net zum Spaß — Dem Oos de Marsch geblose [Müller Butterbärwel 26]. Oft wird das Wort mit dem Unterton der Anerkennung auf einen durchtriebenen, zum Spaße neigenden Menschen angewandt: So e schlitzohrich Oos! [verbr.]. — F.: ōs [WPf NPf], ous [mittl. u. südl. VPf KL-Lind], s [ GH-Neubg], letzteres neben ās oft in den Städten und in Stadtnähe; ō:s o‧u.s [mancherorts VPf Penns]. — Pl.: ēsər [verbr.], ōsə [ KU-Schmittw/O]; demin. ōsi [ RO-Callb]. — Zur Etym. s. Kluge-Mitzka17. — RhWB Rhein. I 7; Saarbr. 150; ElsWB Els. I 71; Bad. I 1. 1. '(amerik.) Bussardart, die sich von Aas nährt', Oosgeier [Penns Bez. Lowhill]. — 2. 'rücksichtsloser Mensch', Aasgeier [Krieger 38].
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