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Pfälzisches Wörterbuch 
 
an-nähen bis Annette (Bd. 1, Sp. 262 bis 263)
 
an-nähen, schw.
anne
änne
Anne-backdudelchen, n.
an-nebeln, schw.
Anne-dudel, f.?
an-nehmen, st.
Annelchen, n.
an-nesteln, schw.
An-nestlerei, f.
Annette, f.
an-netzen, schw.
anno, Adv.
Annonce, f.
annoncieren, schw.
Annorschel
an-ordinieren, schw.
an-ordnen, schw.
an-packen, schw.
an-pappeln, schw.
an-pappen, schw.
an-passen, schw.
an-pflänzeln, schw.
an-pflanzen, schw.
An-pickchens, n.
an-picken, schw.
an-pinkeln, schw.
an-pinseln, schw.
an-pirschen, schw.
an-placken, schw.
an-plärren, schw.
an-plätschen, schw.
an-plotzen, schw.
an-prallen, schw.
an-probieren, schw.
an-puffen, schw.
an-pumpen, schw.
an-pumpen, schw.
an-purren, schw.
an-quackeln, schw.
an-quatschen, schw.
an-rainen, schw.
An-rand, m.
An-rander, m.
an-rangsen, schw.
an-ranzen, schw.
an-rasen, schw.
an-raten, st.
an-ratzen, schw.
an-rauchen, schw.
Anrauch-kopf, m.
an-rauhen, schw.
an-raunzen, schw.
An-rech, m.
an-recheln
an-rechnen, schw.
an-recheln, schw.
An-rede, f.
an-reden, schw.
an-regen, schw.
an-reiben, st.
An-reih, f. m.
An-reiher, f. m.
an-reihen, schw.
an-reißen, st.
an-reizen, schw.
an-rempeln, schw.
an-rennen, schw.
An-richte, f.
an-richten, schw.
an-rollen, schw.
an-rosten, schw.
an-rotzen, schw.
an-rücken, schw.
an-rudeln, schw.
an-rufen, st.
an-rühren, schw.
an-rumpeln, schw.
an-rußen, schw.
an-säbeln, schw.
an-säen, schw.
an-sagen, schw.
an-sägen, schw.
An-sager, m.
an-sammeln, schw.
An-satz, m.
an-säuern, schw.
an-säufeln, schw.
an-saufen, st.
an-säuseln, schw.
an-sausen, schw.
an-schaffen, schw.
an-schaukeln, schw.
an-scheinen, schw.
an-scheißen, st.
Anschel, m.
Anscheler, m.
anscheln, schw.
an-scherig
an-schicken, schw.
   an-nähen schw.: 'durch Nähen an etwas befestigen'; de Knopp aannähe [allg.]. RA.: Em die Knepp annähe 'einen prügeln' [ KL-Wörsb, Niedkch KB-Marnh LA-Ranschb]; Syn. s. PfWB verhauen; em enni aannähe 'eine Lüge aufbinden' [ LU-Böhl]. Volksgl.: Mer soll niemand nix aannähe losse, wammers aanhot oder mer werd dumm [Fogel Beliefs Penns Nr. 494]. Wammer ebber ebbes aannäht, wammers aanhot, näht merm Druwwel (Unruhe, Sorgen) aa [Fogel Beliefs Penns Nr. 2012]. RhWB Rhein. VI 60.
 
 
anne 'anhin' s. PfWB ane.
 
  
änne: AR.: Änne, gadänne, dusmani, riwle, rawle sunderiedusse! [ LA-Edh]; oder: ännche, dännche, dusmanee, wiwwel, wawwele, samanee, Ecke Brot nemmt die Not [NPf]. RhWB Rhein. I 188 (äne).
 
  
Anne-backdudelchen n.: Kosewort für kleines Mädchen, Annebackdudelche [ KU-Diedk]; vgl. PfWB Annedudel.
 
 
an-nebeln schw.: Du hoscht awwer ganz schee oogenewwelt 'Gestank verbreitet' [ Gal-Obl].

[Bd. 1, Sp. 263]

 
   Anne-dudel f.?: 'närrisches Frauenzimmer', Annedudel [ LA-Venn Wey]; vgl. PfWB Annebackdudelchen.
 
  
an-nehmen st.:
I. trans.
1. etwas a.
a. vom Menschen.
α. 'entgegennehmen, übernehmen', ein Geschenk, ein Amt, aannemme [allg.]. Er hat Haus un Hof aangenumm(e) 'nach dem Tode der Eltern übernommen' (und muß die Geschwister abfinden) [verbr.]. RA.: Vun dem nemmt kään Hund kään Stick Brot aan, von einem schlechten Menschen [WPf, verbr.]. SprW.: Mer muß's oonnemme, wie's kummt [ KU-Schmittw/O]; dafür meist: Mer mus es nemme ... Horrer die Gääß 'Ziege' aangenumme, kann er se ach hiere 'hüten' [NW-Gimmdg, verbr.]. a. 1529: so einer des schulthessen gebot ... veracht vnd nit annimpt [PfWeist. I 33 (RO-Als)]. a. 1539: wer es, das sich derselbe (das Amt des Schöffen) nit annehmen wollt [PfWeist. I 326 (LA-Edk)]. —
β. 'sich in Gedanken vorstellen, beherzigen'. Der dät a., ich sellt ... Aangenumm(e), es wär, wie de sa(g)scht ... Der nemmt kää Root 'Rat' aan [allg.]. —
b. von Tieren u. Sachen. De Hund nemmt's Wild aan 'verfolgt es', Jägersprache [allg.]. De Stoff nemmt die Farb net (nit) aan, wie schd. [allg.]. —
2. einen a.
a. an Kindes Statt; e aangenumme(nes) Kind [allg.]. —
b. als Patient 'empfangen'. Ich bin beim Dokder nimmi aangenumm(e) worr(e) [allg.]. —
c. als Angestellten, Lehrling 'einstellen' [allg.]. a. 1644: Jörg Hammel soll zu einem Schulmeister uff und angenohmen werden [Küchler 156 (Kaislt)]. —
II. refl. sich einer Person oder Sache a., auch: um eine Person oder Sache a. Ich nemm mich deiner (um dich) nimmi aan [allg.]. — RhWB Rhein. VI 134/35; ElsWB Els. I 770; Bad. I 57/58.
 
 
Annelchen n.: 'Annabirne', eine etwa zum Annatag (26. Juli) reifende Birne, die mit Vorliebe zum Kochen von Latwerg (Mus) verwendet wird, Annelche [IB-Blickw Wilde 22]. LothWB Lothr. 10.
 
 
an-nesteln schw.:
1. sich a. 'ankleiden', eigentl. 'zusammenknüpfen'; sich schnell aanneschdle [VPf]. —
2. 'langsam viele Kleider anlegen', oonnischdle [Don-Werbas (Jakob Zw. 3)]; vgl. PfWB anmustern. — Zu PfWB Nestel 'Schnürriemen aus Zwirn'.
 
 
An-nestlerei f.: 'das Ankleiden'. Bischt noch net fertich mit deiner Oonnischdlerei? [Don-Werbas (Jakob Hw. 11)].
 
  
Annette f.: weibl. VN, heute selten; Nettche [WPf NPf], Nettl [VPf]. Auch Kuhname, Nettche [ ZW-Bechhf], Hundename, Nettl [ ZW-Marthöh].