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Pfälzisches Wörterbuch 
 
an-machen bis an-marschieren (Bd. 1, Sp. 258 bis 259)
 
an-machen, schw.
Anmach-holz, n.
an-mähen, schw.
An-mäher, m.
An-mal, n.
An-mal
An-malt
an-malen, schw.
An-mann, m.
an-mären, schw.
an-mären
an-marschieren, schw.
an-mästen, schw.
Anmaß, n.
an-maßen, schw.
An-mauer, f.
an-mauern, schw.
an-melden, schw.
An-meldung, f.
an-meren, schw.
an-merken, schw.
an-messen, st.
an-micheln, schw.
A(n)-molt
an-modeln, schw.
an-mummeln, schw.
an-murkeln, schw.
an-muscheln, schw.
an-mustern, schw.
an-muten, schw.
an-mütig, Adj.,  Adv.
an-mutig, Adj.,  Adv.
an-mütig
Anna, f.
Anna-Barbara, f.
Anna-Elisabeth, f.
Anna-Katharina, f.
Anna-Margaretha, f.
Anna-Maria, f.
Anna-Maria Elisabeth, f.
Anna-tag, m.
Anna-Ursula, f.
an-nageln, schw.
an-nähen, schw.
anne
änne
Anne-backdudelchen, n.
an-nebeln, schw.
Anne-dudel, f.?
an-nehmen, st.
Annelchen, n.
an-nesteln, schw.
An-nestlerei, f.
Annette, f.
an-netzen, schw.
anno, Adv.
Annonce, f.
annoncieren, schw.
Annorschel
an-ordinieren, schw.
an-ordnen, schw.
an-packen, schw.
an-pappeln, schw.
an-pappen, schw.
an-passen, schw.
an-pflänzeln, schw.
an-pflanzen, schw.
An-pickchens, n.
an-picken, schw.
an-pinkeln, schw.
an-pinseln, schw.
an-pirschen, schw.
an-placken, schw.
an-plärren, schw.
an-plätschen, schw.
an-plotzen, schw.
an-prallen, schw.
an-probieren, schw.
an-puffen, schw.
an-pumpen, schw.
an-pumpen, schw.
an-purren, schw.
an-quackeln, schw.
an-quatschen, schw.
an-rainen, schw.
An-rand, m.
An-rander, m.
an-rangsen, schw.
an-ranzen, schw.
an-rasen, schw.
an-raten, st.
an-ratzen, schw.
an-rauchen, schw.
Anrauch-kopf, m.
an-rauhen, schw.
an-raunzen, schw.
An-rech, m.
an-recheln
an-rechnen, schw.
an-recheln, schw.
   an-machen schw.:
1. 'befestigen' (wenn verschiedene Arten des Befestigens möglich sind). Mach de Vorhang aan; e Schildche an de Deer 'Tür' a. u. ä. [allg.]. Sonderfälle: de Baam ('s Bäämche) aanmache 'den Christbaum schmükken' [ IB-Herbh ZW-Kl'bundb Käshf O'aub KL-Schwedb]; Gerischt a. 'Gerüst (an der Mauer) aufschlagen', Maurersprache. (Das freistehende Gerüst wird ufgeschla(che), s. PfWB aufschlagen). —
2. 'anzünden', von Feuer, Licht, Ofen, Pfeife [allg.]. a. 1581: daß er hernach feuer und flam ahnmachen dorff [PfWeist. I 43 (KU-A'glan)]. —
3. 'durch Mischen zubereiten'; Salat, Käs, Dääg, Essich, fors Vieh Furer (Fuder) 'Futter' im Stoßtrog, Speis 'Mörtel' a. [allg.]. De Gummerselat 'Gurkensalat' gut oonmache un dann uf die Meschtkaut 'auf den Düngerhaufen' schirre (da er schwer verdaulich ist) [ KU-Schmittw/O Brück]. a. 1588: Personen ... welche allen den Leimen 'Lehm' Angemacht, getretten [WerschwSchR]. —
4. einem etwas a.
a. 'im voraus zudenken, zusagen'. Ich hans'm aangemach [ KU-Herschw/Petth]. —
b. 'androhen' [ KL-Reuschb KU-Bedb]; auch in: De Staatsanwalt macht em paar Monat aan 'beantragt einige Monate gegen ihn'. —
c. Er hot 'm äins aangemach 'hat ihn betrogen' [ RO-Duchr]. Syn. s. PfWB betrügen. —
5. sich bei (einem) a. 'sich einschmeicheln, sich beliebt machen' [verbr.]. — RhWB Rhein. V 676/77; LothWB Lothr. 10; ElsWB Els. I 642; Bad. I 56/57.
 
 
Anmach-holz n.: 'dünnes Holz zum Anzünden', Aanmachholz [verbr., bes. WPf].
 
 
an-mähen schw.: den Acker, die Wiese a. 'den ersten Gang mähen und damit Raum für den nächsten Mäher oder für die Mähmaschine schaffen', aanmähe, -mäje [allg.]. Nach Einführung

[Bd. 1, Sp. 259]
des Frontmähdreschers gerät das Wort in Vergessenheit. Rhein. V 737.
 
  
An-mäher m.: 'wer den ersten Gang mäht' [ ZW-Bechhf]; vgl. PfWB Vormäher.
 
  
An-mal1 n.: 'Mal, von dem aus beim Spiel mit Klickern, Knöpfen oder Bohnen geworfen wird', Aanmol (ˈnmōl) [ KU-Jettb]. Syn. (1935): An(en), Anhalte, -kaute, -maß, -satz, -schießmal, -setze, -stoß, -strich, -werfkaute, -wurf, Bot, Botkaute, Bütte, Dreimeterstrich, Gesetz, Grenze, Grenzstrich, Haus, Hinterkaute, Hinterstrich, Klickerstrich, Linie, Mal, Maß, Motte, Platz, Schurgelplatz, Seele, Setzer, Stand, Stellstrich, Strich, Unterkaule, Zeichen, Zoll. (Vielerorts fehlt eine Bezeichnung.) RhWB Rhein. V 784.
 
 
An-mal2, -malt 'Narbe, Muttermal' s. PfWB Amal.
 
 
an-malen schw.:
1. 'bunt färben, kolorieren'; de(n) Bilderbo(che), die Oschteraajer aanmoole [allg.]. —
2. sich a. 'sich schminken'. Die hot sich awwer schään aangemolt 'auffällig geschminkt' [allg.]. Küpper II 51. — RhWB Rhein. V 788; Bad. I 57.
 
  
An-mann m.:
1. 'Günstling, Hahn im Korb'. Der is nau (jetzt) Aamann [ KU-Kaulb KL-Hirschhn NW-Haßl Spey]. Er mecht A. werre 'mit dem Mädchen gehen' [ BZ-Apphf]. —
2. Amänner, Uzname für die Bewohner von KB-Otth. — Ursprünglich wohl 'der Erste in der Reihenfolge', z. B. beim Klickerspiel. — RhWB Rhein. V 831.
 
 
an-mären1 schw.: 'ein Schiff anlegen und mit Stricken anbinden' [PfId. 12]. — Zu mhd. merren (ahd. marrjan) 'befestigen, anbinden'; sin schif merte er zuo stade, Lexer Lexer I 2116. — RhWB Rhein. V 857; Bad. I 57; Nass. 45.
 
 
an-mären2 ' Teig anrühren', s. PfWB anmeren.
 
 
an-marschieren schw.: 'mit kräftigen Schritten herankommen', nach dem Schd. Sie kummen aanmaschiert [allg.].