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an bis An-bändler (Bd. 1, Sp. 208 bis 210) | |||
an, Adv. u. Präp. an-acheln, schw. an-achielen, schw. Ananas, f. Ananas-apfel, m. Ananas-erdbeere, f. Ananas-reinette, f. an-ärgern, schw. Anarschel an-backen, schw. an-bändeln, schw. An-bändler, m. f. An-bändlerin, m. f. an-bären, schw. an-batzen, schw. An-bau, m. an-bauen, schw. an-bauzen, schw. an-befehlen, st. an-beieln, schw. an-beißen, st. an-beizen, schw. an-belangen, schw. an-bellen, schw. an-beten, schw. an-betteln, schw. an-bezahlen, schw. an-bickeln, schw. An-biete, f. an-bieten, st. an-binden, st. An-binder, m. Anbinde-riemen, m. Anbinde-strick, m. an-birschen An-biß an-blähen, schw. an-bläksen, schw. an-blasen, st. an-blätteln an-blättern an-blatten, schw. an-blecken, schw. An-blick, m. an-blicken an-blinkeln, schw. an-blinzeln, schw. an-blitzen, schw. an-blümeln, schw. an-bobern, schw. an-bößeln, schw. an-boßen, schw. an-braten, st. an-brechen, st. an-brennen, schw. an-bringen, st., schw. An-bringer, m. f. f. An-bringerin, m. f. f. An-bringersin, m. f. f. an-bringerig, Adj. An-bruch, m. an-brüchig, Adj. an-brühen, schw. an-brüllen, schw. an-brummen, schw. an-brunzen, schw. an-brüten, schw. an-bumpen, schw. an-bumsen, schw. And an-dachsen, schw. An-dacht, f. an-dächtig, Adj. an-dackeln, schw. an-däp(p)eln an-dapschen an-dätscheln an-dauernd, Adv. Ande-bock, m. an-dem, Adv. an-denken, schw. An-denken, n. An-gedenken, n. ander Ander-gasser, Pl. ander-leut andermal, Adv. ändern, schw. anders ander-seit, Adv. anderst, Adj., Adv. anderster, Adj., Adv. anderst-herum, Adv. anderst-wo, Adv. andert-halb, Num. anderthalb-malterig, Adj. anderthalb-schläfrig, Adj. anderthalb-stöckig, Adj. anderthalb-tappig, Adj. Anderthalb-viertel, n. | I. Adv. 1. an sein. Ich bin schun aan 'angekleidet', die Schul is aan 'hat begonnen' usw. [nördl. VPf, allg.]; zur Form von an s. u. F. — 2. an als erstes Glied verbaler und nominaler Zusammensetzungen s. nachfolgende Stichwörter. — 3. in Verb. mit anderen Adverbien. a. um und an 'rings herum'. Es war nimmand um un aan [ KU-Kaulb]. — b. auf und an. Uf un aan! im Sinne etwa von: Aufstehen und an die Arbeit! [KU-Schmittw/O (1930)]. — 4. in Verb. mit von a. örtl. vun do aan [allg.]. a. 1535: von Ruden burne ane byß vff Lawe [PfWeist. I 127 (IB-Blickw)]. a. 1580: von der schwellen ahn mitten ins wasser [PfWeist. I 147 (IB-Bliesmg/Bolch)]. — b. zeitl. vun heit aan u. ä. [allg.]; vun der Kell aan diene, Fachspr. der Maurer [KU-Herchw (Krebs 18)], anderswo: von der Kell uf (s. PfWB auf). — c. kausal; vun meer aan 'meinetwegen' [SOPf]; auch vun meer aus (s. PfWB aus). — II. Präp. 1. mit dem Dat. a. lokal (pers. u. sachl.). Er geht ammer 'an mir' vebei un sieht mich nit [ LA-Edh, allg.]. 's is nix meh annem 'an ihm', von einem Abgemagerten [ KL-Baalbn, allg.]. Ich wääß net, was ammer 'an mir' is, ich glaab, ich werre krank [ RO-Lettw]. Sie sin annem 'greifen ihn tätlich an' [Kaislt, allg.]. Die Stern am Himmel [allg.]. Wer war (verbotenerweise) an de Äppel? [allg.]. a. 1557: den phant ahn der sulen verkauffen [PfWeist. I 121 (IB-Bierb)]. Auch von geistigem Besitz (Eigenschaften, Gewohnheiten). Alle Fehler hott er an sich, Wie e alder Reitschulgaul [Kühn Palz 38]. — b. temp. ausnahmslos bei Nennung von Tagen der Woche: am Monda(g), auch: de Monda(g) usw. Desgleichen: am eerschde (zwette) Oschderda(g). Oft, doch mehr jüngere Gener.: an Weihnachde, an der Kerb (Kerwe) usw.; dafür auch, bes. in der Ausdrucksweise der Nachkommen der pfälz. Auswanderer des 18. Jh.: uf Weihnachde, uf die Kerb (Kerwe) usw. (s. PfWB auf). Ebenso: an der Nacht 'am Abend' [ NW-Kallstdt Gal-Dornf]; am vorhin [verbr. WPf]; seit am März [Heinrich 65]. RA.: Do is (es usw.) Matthäi am letschde (zu ergänzen: Kapitel) [allg.]. Das bei Stundenangaben erscheinende am (am acht Uhr) ist als um aufzufassen, das in unbetonter Stellung zu em, m abgeschwächt (heute noch: 'm drei Uhr) und unter Einfluß des temporalen an zu PfWB am umgedeutet wurde; vgl. hierzu PfWB am2. — c. andere Verw. α. als Glied eines präpositionalen Objekts. Er is arem an Moneete, awwer reich an schpassige Infäll [Kühn Palz 106]. a. 1498: etwas an fahrend hab [PfWeist. I 455 (IB-Eschring)]. — β. als Teil des Superl. am beschde, am liebschde; dafür auch 's beschd(e), 's liebschd(e) (s. PfWB best, PfWB lieb). — γ. an der Reih (sein) 'in der Reihenfolge der nächste (sein)' [allg.]; dafür auch: dran sein (s. PfWB daran), aan, aant sein. [Bd. 1, Sp. 209] — δ. an ääm (aam) Stick 'in einem fort' [verbr.]; dafür, bes. jüngere Gener., an änner (aaner) Tuur. In beiden Fällen ist die Verw. mit in (in ääm Stick, in ääner Tuur) häufiger; vgl. PfWB Tour, PfWB Stück. — ε. am Ende 'vielleicht', s. PfWB amend. — ζ. an dem 'fast, beinahe', s. PfWB andem. — 2. mit dem Akk. (pers. u. sachl.). Er denkt an dich [allg.]. Ich kumm gleich an dich, Drohung [ NW-Gimmdg, allg.] Ich schla(ch) der an de Backe [allg.]; an die Er(d)beere gehe 'verbotenerweise von den Erdbeeren essen' [allg.]; an de Korze 'den Schnaps' gehe 'dem Trunke ergeben sein'. In Pirmas: Der Woi geht net an mich 'schmeckt mir nicht'. a. 1630 (oder früher): bis ahn das end [PfWeist. I 49 (KU-A'glan)]. Im bes. bei Zahlangaben für 'ungefähr'; an die zwanzich [allg.]. — III. Subst. 1. die An 'Abwurfstrich beim Klickerspiel', Ahn (ān) [1930: KU-Breitb Dunzw (hier 1963 unbekannt)]. RhWB Rhein. I 175; Nass. 43 (Stelle wonach geworfen wird). Syn. s. PfWB Anmal. — 2. Anster, Superl. von an, Anschder (ndər) 'Erster' (der das Spiel beginnt) [PS-Heltbg (bis etwa 1920)]. Vgl. RhWB Rhein. I 176 anert; Saarbr. 6 aander; LothWB Lothr. 11; ElsWB Els. I 42 Änert. — Zs.: Faßmichan, PfWB Hansobenan, PfWB hinan, Rührmichnichtan. — F.: Das Adverb weist durchweg gedehnten und mehr oder minder nasalierten Vokal auf. Die dunkle Qualität des a (n) herrscht vor. Im südwestl. Teil der NPf (KU-Lauteck u. östl.) u. im nördl. Teil der VPf (nordöstl. NW-Dürkh) ist die Verdumpfung im allgemeinen bis ō (ōn) gediehen. -n ist hauptsächlich im Kr. Zweibrücken sowie im West- und Nordteil des Kr. Kusel erhalten, sonst geschwunden, vgl. PfWB Hahn, PfWB Wein. Der Vokal ist mehr oder minder stark nasaliert, deutliche Nasalierung bei Abfall des -n. In den Wortartikeln wird an- als Glied verbaler Zusammensetzungen in populärer Schreibung zumeist durch die weithin herrschende Form aan-, unter der sowohl ān- wie n- zu verstehen ist, wiedergegeben; im übrigen ist das im vorstehenden Gesagte zu beachten. Die Präposition hat gewöhnlich kurzes a bzw. ḁ. Längung wurde nur für KU-Adb Ehw KB-Kerzh NW-Neidfs Ruppbg angegeben; Neigung zur Längung läßt sich schon in älterer Zeit erkennen, s. o. histor. Belege. Dunkles a ist vorherrschend; o mancherorts in allen Teilen der Pfalz. Das n im Auslaut ist bei der Präposition gewöhnlich erhalten. — RhWB Rhein. I 170 ff.; Saarbr. 7; Lothr. 8/9; ElsWB Els. I 41; Bad. I 43. [Bd. 1, Sp. 210] mit kleinen grünen Tupfen, im Geschmack an die Ananas erinnernd, Anenasappel [verbr.]; vgl. PfWB Ananasreinette. 1. trans. 'nur ein wenig (nicht zu Ende) backen'; de Kuche aanbacke (ehe er mit Guß überzogen wird) [verbr.]; vgl. PfWB anbraten. — 2. intrans. a. pers. 'als erster (im öffentlichen Backhaus) backen'. a. 1537: vnd wilcher die groß mullen hat, der soll auch anbacken [RO-Falkst (Scheffenweistumb)]. — b. sachl. 'festkleben'. De Kuche is aangebacke 'haftet an der Form' [Kaislt, verbr.]; dasselbe auch vom Pflaster, das an der Wunde festklebt; vgl. PfWB anpappen.
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