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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Buttermilch-gesicht bis buttern (Bd. 1, Sp. 1410 bis 1411)
 
Buttermilch-gesicht, n.
Buttermilch-käse, m.
Buttermilch-käseschmiere, f.
Buttermilch-kopf, m.
Buttermilch-panz, m.
Buttermilch-sack, m.
Buttermilch-schisser, m.
Buttermilch-suppe, f.
Buttern, m.
buttern, schw.
buttern, schw.
puttern
püttern
Butter-narten, m.
Butter-nase, f.
Butter-olig, n.
Butter-pilz, m.
Butter-plätsche, f.
Butter-rad, n.
Butter-rettich, m.
Butter-ring, m.
Butter-röschen, n.
Butter-röstel, n.
Butter-rübe, f.
Butter-rütsche, f.
Butter-satz, m.
Buttersauce
Butter-schärfe
Butter-schärwe
Butter-scharrch
Butter-schärrche
Butter-schärre, f.
Butterschärr-grundbirnen, Pl.
Butter-scharrens, n.
Butter-schärricht, n.
Butter-scharricht, n.
Butter-schärrsel, n.
Butter-schärrsicht, n.
Butter-schaum, m.
Butter-schleich, m.
Butter-schleuder, f.
Butter-schmalz, m.
Butter-schmälz, Gen.?
Butter-schmiere, f.
Butter-schürfe, f.
Butter-schüssel, f.
Butter-schwamm, m.
Butter-schwebe, f.
Butter-seihe, f.
Butter-soße, f.
Butter-spitze, f.
Butter-stand, m.
Butter-stempel, m.
Butter-stößel, m.
Butter-stößer, m.
Butter-streich, m.?
Butter-stück, n.
Butter-stülpchen, n.
Butter-waage, f.
Butter-weck, m.
Butter-weib, n.
butter-weich, Adj.
Butter-wurzel, f.
Butter-zeichen, n.
Butter-zuber, m.
Buttes, m.
puttig
Butt-igel, m.
Butt-igel
Butz, f.
Butz, m.
Butzen, m.
butz
butz
Putz, m.
Putz, f.
Pütz, n.
Putz-affe, m.
Putz-bärbel, f.
Putz-bürste, f.
Putz-eimer, m.
Bütze
Butzel, n.
Butzel
butzel, Adj.
Putzel, n.,  f.
Butzel-jahr, n.
Butzel-kirbe, f.
butzeln, schw.
pützeln, schw.
Butzel-rupfer, m.
Butzen
butzen, schw.
putzen, schw.
Butze(n)-bär, m.
Butze(n)-bauz, m.
Butze(n)-bummel, m.
Butzenellen-kasten
Butze(n)-feger, m.
Butze(n)-fresser, m.
   Buttermilch-gesicht n.: 'bleiches Gesicht', Buttermillich-, Bottermillichgesicht [ PS-Zesbg KB-Mauchh LU-Neuhf Maud NW-Wachh Neidfs]; vgl. PfWB Buttermilchkopf. Südhess. I 1264; RhWB Rhein. I 1180. — -käse m.: 'Käse aus Buttermilch', -käs (-kēs) [ PS-Geisbg KB-Kriegsf]. Südhess. I 1264; RhWB Rhein. I 1181. — -käseschmiere f.: 'Brot, bestrichen mit Käse aus Buttermilch', -schmäär [ KU-Kollw]. — -kopf m.: Pl. Buttermilchkepp, Uzname für die Bewohner von NW-Herxh. Südhess. I 1264. — -panz m.: Pl. -pänz, Uzname für die Bewohner von KB-Kriegsf. Südhess. I 1264. — -sack m.: Pl. -säck, Uzname für die Bewohner von LU-Alsh. Südhess. I 1264. — -schisser m.: Pl. -schisser, Uzname für die Bewohner von FR-Watth. — -suppe f.: 'Suppe aus Buttermilch

[Bd. 1, Sp. 1411]
bereitet', -supp [verbr., auch Gal-Josbg], -sopp [ KU-Bedb KB-Kriegsf]. Südhess. I 1264; RhWB Rhein. I 1181.
 
  
Buttern m.: FlN für Wiesengelände, Im Buddere, amtlich Butterer [ LU-Maud]; nach K. Kreuter, Maudach im Wandel der Zeiten, hieß es a. 1737: Butterer, 1739: große und kleine Butterwiese, 1751: die Bottern. In der Pluralform auch für KB-Göllh belegt: Ich geh uf die Buttere grase. Vgl. PfWB Büterich, Buttertump.
 
  
buttern1 schw.:
1. 'Butter machen', buttere (budərə) [verbr. bes. BZ]. Ich kann viel b. [ LU-Alsh]. SprW.: Wer gut futtert, der gut buttert [LA-Impfl, Land KU-Schmittw/O]. Die Buttergewinnung in bäuerlichen Betrieben: Der sauere Rahm wurde im Butterfaß gestoßen oder in der Butterleier geschlagen. Nachdem er zuzammengegangen war, goß man die Buttermilch ab und spülte den Butterklumpen mit Wasser, knetete ihn auf dem Butternarten oder in einer Schüssel, wodurch er von Flüssigkeit frei wurde, gab ihm durch Plotzen (s. PfWB plotzen 2 b) eine länglichrunde Form und verzierte ihn mit einem nassen Löffel oder mit dem Butterkränzler.
2.
a. 'Butter werden'. SprW.: Wann's net buttere will, buttert's net [PS-Saalstdt, Fogel Prov. Penns Nr. 199]. Volksgl.: Wammer am Butterdrehe is un er will net zammegehn, soll mer sage: Butter, Butter, butter dich, 's is ken ärgeri Hex wie ich [Fogel Beliefs Penns Nr. 849, ähnlich Gal-Bagbg]. Eine Var. zu diesem Zauberspruch s. bei PfWB Butter 1; vgl. auch HwbAbergl. I 1727 ff. —
b. 'viel Butter geben', von der guten Milchkuh. Die Kühe butterten besser, der Stubenboden war wie geleckt und geschleckt und der Garten ein wahrer Staat [JKurpf. 1934, S. 45]. —
3. 'reichen Gewinn erbringen'. Do hat's gebuttert [ KU-Trahw]. Das hat gebuttert [Kaislt]. — Südhess. I 1264; RhWB Rhein. I 1184/85; ElsWB Els. II 119; Bad. I 387.
 
  
buttern2 schw.: 'Vogelnester plündern', buttere (budərə) [ KU-Kaulb].