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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Bügeleisen-fuß bis Büglerin (Bd. 1, Sp. 1335 bis 1336)
 
  Bügeleisen-fuß m.: 'großer, plumper Fuß', scherzh., Pl. Bigleisefieß [LU-Friesh, verbr.]; vgl. PfWB Bügeleisen 2. — -stahl m.: scherzh. für 'Nase', Bicheleisestahl (-dāl) [ KL-Alsbn]; vgl. PfWB Bügelstahl.
 
 
Bügel-falte f.: wie schd., Bichelfalt [allg.]. Bad. I 363. — -fuß m.: 'plumper Fuß', scherzh., Pl. Biegelfieß [ LU-Opp]; vgl. PfWB Bügeleisen 2.
 
  
bügeln schw.:
1. Wäsche, Kleider b., 'plätten', biele, bichele, bigele, s. F. [allg.]. Zs. PfWB ausbügeln. Die Hoor sin glatt gebichelt 'liegen fest am Kopf an' [ NW-Neidfs]. RA.: Er isch g'schnichelt un gebichelt 'herausgeputzt' [SOPf, KU-Diedk]. 's macht nix, das kriee mer beim Bichele, scherzh., wenn ein Fehler leicht behoben werden kann; die RA. geht auf einen Ausspruch eines Schneiders zurück, der an einer Bubenhose den Hosenlatz an der verkehrten Seite angebracht hatte [Kaislt, Pirmas]. Volksgl.: Die Hemmer därf mer net uf em Buckel bigle, schunscht bigelt mer 's Glick raus [Fogel Beliefs Penns Nr. 1934]. —
2. 'schnell gehen, schnell laufen', Sprache der Sportler [KL-Lind (Höh 131)]. —
3. einen b.
a. 'verhauen' in Redewendungen wie: de Frack bichele [PS-Hintwdth, verbr.]; die Hosse biele [KL-Mehling, verbr.]; die Ohre bischele [PS-Saalstdt, verbr.]; die Glatz biele [ PS-Burgalb]. —
b. 'besiegen', im Kampf, auch im Spiel, bichele [Kaislt]. — F.: bīlə NPf (einschl. nördl. VPf) bis zur Linie (die genannten Orte einbegriffen): KU-Frohnhf — KL-Gimsb — RO-Sippf — KB-Kerzh — FR-Bockh; südl. anschließend bis zur lothr. und els. Grenze biχələ bzw. biələ, ausgenommen den Ostteil der nördl. u. teilweise mittl. VPf, wo biöələ und mancherorts im Raum um Lu'haf

[Bd. 1, Sp. 1336]
bigələ gilt. Bei der jüngeren Gener. unter schriftsprachl. Einfluß neben biχələ, biöələ und bigələ auch bīχələ, bīöələ, bīgələ; vgl. PfWB Riegel. — Südhess. I 1210; RhWB Rhein. I 1104; LothWB Lothr. 43 bijelen; Bad. I 363.
 
  
Bügel-stahl m.: 'Bügelbolzen', Bichelstahl [ ZW-Battw]; vgl. PfWB Bügeleisenstahl. RhWB Rhein. I 1105. — -tisch m.: wie schd., Biggeldisch [ LU-Opp]. RhWB Rhein. I 1105.
 
  
Buger m.:
1. »Spaßhaft oder im Ernst als niedriges Schimpfwort gebraucht« [Kühn Schnitze I (1901)]. —
2. Ausruf der Anerkennung, der Hochachtung, der Verwunderung: A buger! 'Ei, Donnerwetter noch einmal!' [Spey]; 'auch nicht übel!' [ GH-Neubg SP-Schiffstdt]; a bucker! [ LA-Gommh]. — Frz. bougre 'Schuft'. — LothWB Lothr. 71; ElsWB Els. II 21; Bad. I 363;
 
  
bugern schw.: 'wühlen, bohren, unermüdlich arbeiten', bes. von Arbeiten im Garten, auch übertr. 'aufreizen, schüren, stochern', bugere (būgərə) [ KU-Hohöll]; vgl. PfWB buschieren1.
 
  
bug-lahm Adj.: 'lahm am oberen Gelenk des Vorderbeines', buglohm (būglōm) [ KU-Schmittw/O]; vgl. PfWB bugspännig. — Zu PfWB Bug 1. — RhWB Rhein. I 1103.
 
 
Büglerin f.: 'Plätterin', Bielern, Bichlern, Biglern, zur F. s. PfWB bügeln [fast allg.]; vgl. PfWB Büglersin.