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Buchs-zweig bis buckel-brütig (Bd. 1, Sp. 1321 bis 1324) | |||
Buchs-zweig, m. Büchten-eck, n. Büchten-loch, n. Buch-wald, m. Buch-weizen, m. Bückchens, n. Puck-ei, n. Buckel, m. Buckelbauch-fest, n. Buckel-brut, f. buckel-brütig, Adj. buckel-hankeln, schw. Buckel-huppschens, n. Buckel-huppsens, n. Buckel-huppser, m. buckelig, Adj. Buckel-korb, m. Buckel-kratzer, m. Buckel-männchen, n. buckeln, schw. bückeln, schw. Buckelorum, m. Buckel-weh, n. bucken bücken, schw. pucken, schw. Bucker Puckert, m. Puckerts-kuchen, m. puckert-weise, Adv. Puckert-zwiebel, f. puckig Bücking bucklig Bückling, m. Bücking, m. Bückling, m. Bucks-bartel Buckse Bucksen, Pl. Bücksen, Pl. Bucksen-hosen, Pl. Bucksen-knebel, m. Bucksen-knieberich, m. Bucksen-kniebes, m. Bucksen-knopf, m. Bucksen-latz, m. Bucksen-mann, m. Bucksen-sack, m. Bucksen-schisser, m. Bucksen-schneider, m. Buckser, m. Bückser Buckskin, m. buckskinen, Adj. Buckskin-hosen, Pl. Buckskin-montur, f. Buddel Puddel buddeln, schw. buddern, schw. Buddes Buddigelchen Pudding, m. Buddudel Bude, f. Pudel, m. Pudel, m. pudelarsch-nackig, Adj. Pudel-biene, f. pudel-blutt, Adj. Pudel-eimer, m. pudelfasen-nackig, Adj. Pudel-faß, n. pudel-fett, Adj. Pudel-flügge, f. Pudel-hund, m. pudelig, Adj. pudelig, Adj. Pudel-loch, n. Pudel-lotte, f. pudeln, schw. pudel-nackig, Adj. pudel-nackt, Adj. pudel-närrisch, Adj. pudel-naß, Adj. Pudel-pumpe, f. Pudel-schöpfer, m. Pudel-wagen, m. pudel-wohl, Adj. Pudel-zuber, m. Puder, m. puderig, Adj. pudern, schw. pudern, schw. Budget, n. Budik Budrie, f. Büfett buff | [Bd. 1, Sp. 1322] vgl. PfWB Büchtenloch. — Entstanden aus *das bichichtene Eck 'Stelle mit viel Buchen'. Die Nachsilbe -icht aus ahd. -ahi (eine Menge oder einen Ort mit einer Menge von gleichen Dingen bezeichnend), an das, nach Abschwächung zu -ich, das t angetreten ist (Henzen 140/41); aus *bichicht wurde in der Mda. bicht. Vgl. PfWB Putzicht, PfWB Pützicht. Zu den Bildungen mit -ahi, bes. bei Ortsnamen, s. Christmann SN I 224 (Hayna), 268 (Höningen). — Bad. I 357. — -loch n.: FlN für eine Feldgewanne in PS-Salzwg, Bichdeloch (bīχdəlǫx); urspr. 'mit Buchen bestandene Bodensenke'; vgl. PfWB Buchenloch. Entstanden aus *das bichichtene Loch, vgl. PfWB Büchteneck. 1. a. 'Rücken des Menschen', ohne verächtliche Nebenbedeutung, Buck(e)l (bug(ə)l) [allg.]; in der Sprache der jüngeren Gener. daneben auch PfWB Rücken. Von einem breiten Rücken heißt es: e Buckel, daß mer'n mit de Ehl (Elle) ausmesse kann [KL-Fischb, verbr. (ältere Gener.)]. Er hot's im B. 'hat Schmerzen im Rücken' [RO-Sippf, allg.]. 's Wasser (der Schweiß) lääft mer de B. nunner [ PS-Erfw, allg.]. Es laft mer kalt iwwer de B. 'es überläuft mich vor Kälte' [KU-Heinzhs, verbr.]; e B. voll Schlää gewwe 'verhauen' [ KU-Hachb]. Er hot schun sei sechzich (60 Jahre) uf'm B. [ NW-Hardbg, allg.]. Zahlreich sind RA.: Der hot en braale (breiten) B. 'Er hat ein dickes Fell, reagiert nicht auf das, was man zu ihm sagt' [ LU-Altr]. Heit hätt kenne de B. aa noch Bauch sein, sagt man im Scherz nach einem vortrefflichen Schmaus [ LU-Opp]. Der hot viel uf'm B. 'auf dem Kerbholz' [ RO-Dielkch]. Der hot 'n B. voll Schulde [allg.]. Das hat sein ganze Reichtum uff'm B. hänge [KL-Reichb, verbr.]. Uf mei'm B. hängt's!, unwillige Antwort auf die Frage nach einem Gegenstand, die man nicht beantworten [Bd. 1, Sp. 1323] kann oder will [verbr., auch Gal]. Geh her un häng dich uf mein B.!, ärgerlicher Ausruf einer Mutter auf lästige Wünsche ihres Kindes [ LU-Friesh]. Krawwel mer de B. nuff! 'Laß mich endlich in Ruhe!' [KL-Fockbg/Limb, verbr.]. Du kannscht mer de B. enunnerrutsche 'Du kannst mir nichts anhaben', auch mildere Form des Götzgrußes [ KL-Hauptstl]. Die huppst de Mannsleit uf de B., von einem mannstollen Frauenzimmer [KL-Heimkch, verbr.]. Der loßt sich nitt uff de B. spauche 'Er geht als letzter aus dem Wirtshaus und hat keinen mehr hinter sich, der ihn von hinten anspucken könnte' [ GH-Nd'lustdt]. Dem sieht mer am liebschte uff de B. 'Den sieht man lieber gehen als kommen' [KU-Trahw, verbr.]. Jetzt hääßt's de B. steif halte 'arbeiten und sparen' [NW-Hardbg u. Umg.]. Do muß mer die Fieß uf de B. nemme 'sich beeilen' [ Don Gal Buch Rußl]. VR.: Schneider, mach die Hose weider, mach se net so eng, suscht (sonst) gebt's e B. voll Fäng (Schläge) [ KU-Kaulb]. Rumpel, pumpel, Dintefaß, geh in die Schul un lerne was! Lernschte nix, dann kannschte nix, kriescht de B. vollgewichst [ Gal-Bagbg]. — b. 'Rücken des Tieres', [selten]. Einem neugierigen Kind, das den Hunsrück sehen möchte, sagt man: Steck 'm Hund die Nons in de Aarsch un guck iwwer sein B., do siehschtn [ KU-Schmittw/O]. — c. 'Rückenteil von Bekleidungsstücken' [allg.]. Zs. PfWB Schilee-, Westenbuckel. — 2. 'der im Augenblick gekrümmte Rücken beim Tier, auch beim Menschen'. Die Katz macht e B. [allg.]. Zs. PfWB Katzenbuckel. RA.: Er macht e B. wie e Kehlraup (Kappesraup) [KL-Fischb, verbr.], wie e Katz, wann's dimmelt (donnert) 'hat Angst' [ NW-Kallstdt, allg.]. Mach e B.! 'Beeile dich!' [IB-Hass, verbr. WPf]. Er macht 'n B. 'drückt sich vor einer Arbeit u. dgl.' [NW-Kallstdt, verbr.], 'macht Bankerott' [ RO-Ebbg Bistschd KU-Odb]. — 3. a. 'Rückenauswuchs, Höcker'. Er hot en B. [ LA-Gommh, allg.]; vgl. PfWB Tornister, PfWB Kriegskasse. Zs. PfWB Közenbuckel. Der traat sich e B., von einem, der sich eine zu schwere Last auflädt [ PS-Schmalbg]. RA.: Der lacht sich e B. [KU-Trahw, verbr.], e Bickelche [ KL-Reuschb]. Dere ehr B. werd gut vergold 'Ihr B. wird mit Reichtum (Gold) aufgewogen' [Krieger 29]. — b. Spitz- und Schimpfname auf einen Buckeligen, de Buckel, 's Buckelche, du B.! [verbr.]; sehr beliebt ist das Wort in zusammengesetzten Necknamen und Schimpfwörtern: Blech-, Hunds-, Nissen-, Schikanen-, Schlau-, Schulden-, Schwamm-, Speck-, Sprüchebuckel. — 4. a. 'Hügel, Geländeerhebung' [verbr. östl. NPf VPf PS KU-Adb Bedb Einöll Brück W'mohr]; dafür meist PfWB Hübel. Zs. PfWB Schindbuckel. Dar is e hochder (hoher) B. [KL-Gimsb u. Umg.]. Möglich ist auch die Wendung: Der Weg macht e B. 'führt über eine Anhöhe' [Bd. 1, Sp. 1324] [BZ-Wind, verbr. VPf]. Volksgl.: Wann der Mund (Mond) uf'm B. leit, gebt's die nächschte drei Dag ken Rege [Fogel Beliefs Penns Nr. 1214]. Zur soziologischen Abgrenzung des Wortes gegenüber Hübel u. PfWB Hügel vgl. Otterstetter 187. — b. 'auf einem Hügel gelegenes, minderwertiges Grundstück'. Das es der e B. [KU-Kaulb, verbr.]. Der hat nix wie Bickel [KB-Kerzh, verbr.]. Dem sei paar Bickel han ke Wert [PS-Geisbg, verbr.]. Zs. PfWB Moos-, PfWB Schieferbuckel. — 5. 'Wölbung im Mauerwerk' [ KU-A'glan Bosb ZW-Dietriching PS-Winz RO-Hallgt Dörnb KB-Albish BZ-Annw]. SprW. (scherzh.): Was ken B. hat, träät net, gebraucht zur Entschuldigung, daß eine Mauer nicht ganz gerade geraten ist, auch bei anderen Fehlern [ KU-Bedb]. — 6. 'Krümmung an Einzelgliedern des menschlichen Körpers' in den Zs. Nasen-, PfWB Zahnbuckel. — Südhess. I 1196 ff.; RhWB Rhein. I 1080 ff.; LothWB Lothr. 70; ElsWB Els. II 30; Bad. I 359/60.
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