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Acker bis Acker-grenze (Bd. 1, Sp. 127 bis 129) | |||
Acker, m. Acker-bau, m. Acker-bohne, f. Acker-breitung, f. Acker-egge, f. Ackerer, m. Acker-erbse, f. Acker-feld, n. Acker-furche, f. Acker-gaul, m. Acker-grenze, f. Acker-grund, m. Acker-haue, f. Acker-haupt, n. Acker-karch, m. Acker-kette, f. Acker-kopf, m. Acker-krotte, f. Acker-kummet, n. Acker-land, n. Acker(s)-länge, f. Acker-leine, f. Acker-mahr, Gen.? Acker-männchen, n. Acker-miß, Gen.? ackern, schw. äckern, schw. Acker-nuß, f. Acker-pacht, f. u. m. Acker-peitsche, f. Acker-pferd, n. Acker-pflug, m. Acker-rand, m. Acker-rechen, m. Acker-rettich, m. Acker-reute, f. Acker-salat, m. Äckerle-salat, m. Acker-scheide, f. Acker-schleife, f. Acker-schlitten, m. Acker-schlupf, m. Acker-schnecke, f. Acker-senf, m. Acker-sile, f. Ackers-mann, m. Acker-stecken, m. Acker-stein, m. Acker-veilchen, n. Acker-veiol, n. Acker-waage, f. Acker-walze, f. Acker-wiese, f. Acker-winde, f. Acker-wingert, m. Acker-zins, m. acquit à caution Adam Adams-apfel, m. Adams-grutzen, m. Adams-knopf, m. Adche, Gen.? Adsche, Gen.? Adche adchē adchēs adchi adda adē adjē Adē, n.? Adebar, m. Adebars-nest, n. Adel, m. Adel, m. Adel Adel-heid Adelia Adenzia, f. ader, Konj. Ader Äder Ader, f. Ader-hexe, f. äderig, Adj. Ader-laß, m. Aderlaß-männchen, n. Aderlaß-männlein, n. Aderlaß-schnäpper, m. Ader-nessel, f. Ader-schlag, m. Adē-sagen, n. Adge adjē adjo adju Adinkelchen, n. Adjunkt, m. Adjutant, m. Adler, m. | 1. 'einzelnes Stück Pflugland' [allg.]; dafür aber auch Stück Feld, Stück Land u. kurzweg Stück, bes. in Zs. wie PfWB Grundbirnen-, PfWB Pflanzstück usw. De will 'wilde' Acker 'Ödland' [ BZ-Gossw]. Er steckt sein Geld in Äcker 'legt es in Äckern an' [ LU-Opp]. Sein Äckerlich 'Äckerchen' lichen an Beddelmanns Unkehr (Umkehr) 'weit draußen an der Gemarkungsgrenze' [ BZ-Dierb]. Für 'pflügen (eggen, walzen) fahren' mancherorts: in de Acker (auch: uf de A., am A.) fahre. RA.: Der met seine paar Äckercher (Äckerle, Äckerlich), als Ausdruck der Geringschätzung [ RO-Als Dielkch PS-Geisbg Gersb KB-Kerzh NW-Frankeck LU-Opp LA-Wollmh BZ-Albw]. Bisch wi'er uffem Äckerich gewest? Frage an ein Kind, das schmutzig [Bd. 1, Sp. 128] heimkommt [BZ]. Saubere, aber nicht besonders begüterte Mädchen hen ehre Äcker im Gesicht [verbr.]. Des Nochbersch Gret ... Hott zwanzig Morge Acker schier [Kunnrädel 93]. Dem sein Äcker hen all Wääz, auf einen diebischen Menschen [ NW-Weish/S]. Von der Wohlhabenheit der Niederhochstadter zeugt das Wort: Er esch gut, er esch vun Ha-uscht, er hot e Äckerle am Pad (beste Gewann) [LA]. Er geht 's Vetterhannesse ehr Äckerche ennunner 'Er liegt im Sterben' [ KU-Schmittw/O]. SprW.: Laab 'Laub' macht de Acker daab 'taub' (unfruchtbar) [RO-Sippf]. Wie der Acker, so die Rude 'Ruten', wie der Vatter, so die Buwe [Penns Deitsch Eck 25. 5. 1935]. Wie der Acker so die Riebcher, wie der Vatter so die Biebcher [Gal-Landestreu]. Kleen un wacker zackert ah e Acker [Hebel 44]. Wann's heit (Häute) reent, werren die Schuh billich, wanns morje (Morgen) reent, die Äcker (Wortspiel) [verbr.]. TL.: 's Parrers Määd un Schullehrers Määd gäin minanner grase, hupsen uf de Äcker rum wie die junge Hase [ LA-Nd'hochstdt]. Fahr mer net iwwer mein Äckerle, fahr mer net iwwer mein Wiß, geh mer net zu maim Schätzele, geh mer net zu mainer Luwies! [ ZW-Contw, ähnl. PS u. Gal]. Aus einem Tanzlied: Un er danzt mit der Krott, weil se Geld un Äcker hot [ NW-Kallstdt]. — 2. a. Längenmaß. a. 1547 (Abschr. Ende 16. Jh.): Inn dieser gemarckh ist ein waldt ... vff vier acker lang [ZweibrOA Bannb. 24] —
Aus den Nachträgen 2. b. 'Flächenmaß von etwa einem Morgen 2 (20-30 Ar)', Acker [verbr. lothr. SWPf]; Zs.: PfWB Halbacker (Nachtrag). vgl. Ackerlänge. Lexer Lexer I 18. — Zs.: PfWB Pacht-, PfWB Pfarr-, PfWB Brach-, PfWB Brand-, PfWB Breiten-, Tausch-, PfWB Dickwurzel-, PfWB Eber-, PfWB Erbsen-, Fiesel-, PfWB Frucht-, PfWB Fuchs-, Fuß-, PfWB Gärten-, PfWB Gemeine-, PfWB Gerets-, Gereuten-, PfWB Gersten-, PfWB Gottes-, PfWB Grundbirnen-, PfWB Hafer-, PfWB Hasen-, PfWB Hätschen-, PfWB Hecken-, Hof-, PfWB Hohl-, PfWB Hor-, PfWB Kalk-, PfWB Klee-, PfWB Kohl-, PfWB Korn-, PfWB Kraut-, Krumm(en)-, Lang-, Lehm-, PfWB Lehn(s)-, PfWB Letten-, Linsen-, PfWB Mühl-, Muld-, PfWB Quecken-, PfWB Renn-, PfWB Rüben-, PfWB Rummeln-, Säu-, Schaub-, PfWB Scherz-, PfWB Schind-, Schinder(s)-, PfWB Schlüssel-, PfWB Schul-, Seß-, Spelz-, PfWB Spinat-, PfWB Spitz-, PfWB Stiegel-, PfWB Stock-, PfWB Stoppel-, Strumpf-, Sturz-, Überzwerch-, Vieh-, PfWB Wald-, PfWB Weck-, PfWB Weizen-, Wind-, PfWB Zaun-, PfWB Zins-, PfWB Zwiebelacker. — F.: Ausgesprochen helle Qualität von a (agər, agÄr) findet sich in fast allen Teilen des Landes, jedoch nur selten; am häufigsten ist die mittlere Qualität. Dunkles a wird vornehmlich in der NWPf und in der SOPf, teilw. auch auf der Sickinger Höhe gesprochen. [KL-Lind ḁgÄ, ḁgr — nach Höh 26 bzw. 105]. Pl. ęgər, ęgÄr [allg.], Verkl. ęgərχə, ęgÄrχə [WPf NPf einschl. nördl. VPf], ęgərlə, ęgÄrlə [südl. VPf]. — RhWB Rhein. I 50/51; Saarbr. 3; LothWB Lothr. 3; ElsWB Els. I 25; Bad. I 23. [Bd. 1, Sp. 129] Baureaarwet, -äärwet; dagegen fest in der Zs. Ackerbauschule, Ackerbauschul [allg.]. RhWB Rhein. I 52; ElsWB Els. II 1; Bad. I 23.
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