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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Achsen-stock bis achten (Bd. 1, Sp. 122 bis 125)
 
Achsen-stock, m.
Achsenstock-band, n.
Achsenstock-bett, n.
acht
Acht, f.
Ācht, f.
acht-eckig, Adj.
Achtel, n.
Achtem
achtemen
achten, schw.
āchten, schw.
Achtens, n.
Achter, m.
Ächterchen, n.
Achter-stube, f.
Achthma
acht-los, Adv.
Ächt-maß, n.
Achtsem
acht-und-vierzig, Num.
acht-und-zwanzig, Num.
Achtung, f.
achtzehn, Num.
Achtzehnbatzen-hammel, m.
Acht-zehner, Num.
achtzehnhundert-achtundvierzig, Num.
achtzehn-jährig, Adj.
Achtzehnmonats-krischer, m.
Achtzehnwochen-krischer, m.
achtzig, Num.
ächzen, schw.
ackedieren
acken, wohl  schw.
Acker, m.
Acker-bau, m.
Acker-bohne, f.
Acker-breitung, f.
Acker-egge, f.
Ackerer, m.
Acker-erbse, f.
Acker-feld, n.
Acker-furche, f.
Acker-gaul, m.
Acker-grenze, f.
Acker-grund, m.
Acker-haue, f.
Acker-haupt, n.
Acker-karch, m.
Acker-kette, f.
Acker-kopf, m.
Acker-krotte, f.
Acker-kummet, n.
Acker-land, n.
Acker(s)-länge, f.
Acker-leine, f.
Acker-mahr, Gen.?
Acker-männchen, n.
Acker-miß, Gen.?
ackern, schw.
äckern, schw.
Acker-nuß, f.
Acker-pacht, f.  u.  m.
Acker-peitsche, f.
Acker-pferd, n.
Acker-pflug, m.
Acker-rand, m.
Acker-rechen, m.
Acker-rettich, m.
Acker-reute, f.
Acker-salat, m.
Äckerle-salat, m.
Acker-scheide, f.
Acker-schleife, f.
Acker-schlitten, m.
Acker-schlupf, m.
Acker-schnecke, f.
Acker-senf, m.
Acker-sile, f.
Ackers-mann, m.
Acker-stecken, m.
Acker-stein, m.
Acker-veilchen, n.
Acker-veiol, n.
Acker-waage, f.
Acker-walze, f.
Acker-wiese, f.
Acker-winde, f.
Acker-wingert, m.
Acker-zins, m.
acquit à caution
Adam
Adams-apfel, m.
Adams-grutzen, m.
Adams-knopf, m.
Adche, Gen.?
Adsche, Gen.?
Adche
adchē
adchēs
  Achsen-stock m.:
1. 'hölzerner Teil des Wagens, in dem die Wagenachse eingebettet ist', Achsestock [allg.]. —
2. 'Holzteil, in dem die Führungseisen des Vorderpfluges eingebettet sind' [verbr., bes. WPf NPf]. — Zs.: Hinterachsen-, Vorderachsenstock.
 
  
Achsenstock-band n.: = PfWB Achsenband, Achsestockband [ GH-Schwegh].
 
  
Achsenstock-bett n.: = PfWB Achsenbett, Achsestockbett [ ZW-Mittb].
 
 
acht: Grundzahlwort 8.
1. Als vorangestelltes Beiwort erscheint das Wort immer ungebogen: Iwwer acht Daa 'in acht Tagen' [allg.]. a. 1330: von nu mantdag der zu nehest kumet uber ahtdage [SpeyUrk. 332]. —
2. Nach Schdicker 'Stücke' (Pl.) und Uhre (Pl.) sowie in selbständiger Stellung wird es oft (bes. VPf?) in gebogener Form gebraucht: Wieviel sind's dann? Schdicker achde (aachde). Wann kummschde dann? Um Uhre achde, oder: Um achde. Hait owed um achde gebt's Duwaksgeld [VPf]. Beim Zählen: Ene, zwe'e, draie, ... achde, naine bis zwelfe, seltener bis nainzehne. Daneben wird aber auch die ungebogene Form gebraucht, bes. NPf u. WPf: Es sin Schdicker acht, Ich kumm um acht usw.

[Bd. 1, Sp. 123]

[Bd. 1, Sp. 125]
Ebenso nach dem Plural von Tag: Ich han so vor e Dager acht Emol uf Heidelberg gemacht [Münch Weltgesch. 36]. — F.: axd [vorn. WPf nördl. VPf], ḁxd [vorn. NWPf südl. VPf, vgl. Bertram 14/15]. — RhWB Rhein. I 36; Saarbr. 3; ElsWB Els. I 13; Bad. I 22.
 
  
Acht f.: 'das Beachten, die Aufmerksamkeit', nur in festen Wendungen in Verb. mit geben, nehmen, haben, passen, tun, vornehmlich in Mahnungen. —
1.
a. 'achtgeben, aufpassen, auf der Hut sein'. Gewa(a)cht (auch: Baß aacht), daß de net fallscht! [WPf LU-Neuhf]. De Butzebär! de Butzebär! Ehr Kinner, gewen acht! [Kölsch 18]. Geb acht we(e)ge die Keers 'Autos' [Buffington Penns Var.]; vgl. auch PSA 55. Höflichkeitsformel zur Entschuldigung beim Anstoßen: O, gewwen acht! [ KL-Pörrb]. Gebb awwer acht, daß er dich net bezahlt, wenn jemand ein kleines Kind auf den Schoß nimmt [Kaislt LU-Friesh]. Hui, hui! Ehr Mannsleit bassen acht Uf eier Seel un Leiwer [Münch Weltgesch. 102]. RA.: Achtbasse wie e Luchs [ KU-Kaulb]. —
b. 'schonen'. Uf die Klärer achtgewwe, die Kl. in a(a)cht nemme [verbr.]. Nor uf dei Hosse baß mer acht ...! [Müller Schneiderche 120]. —
2. Acht uf ebbes hawwe 'es beachten' [ LU-Alsh]; ken acht uf ebbes hawwe [Lambert Penns 7]. —
3. Er duts net acht 'Er achtet es nicht' [ ZW-Lambsbn]. — F.: āxd, xd [WPfNPf], axd, ḁxd [VPf]. Mundartsprecher im mittleren u. jüngeren Alter ziehen reines a, bzw. ā vor; vgl. Höh 48. Die Gruppe in acht (nehmen) wird oft in einem Wort gesprochen: ināxd, inaxd.RhWB Rhein. I 34; Saarbr. 3; ElsWB Els. I 13; Bad. I 22; Hess. 3.
 
 
Ācht f.: 'ausgesondertes und unter besondern Rechtschutz genommenes Ackerland eines Herrn' (vgl. Lexer Lexer I 30). a. 1357: sint schuldig, dri werb im jar ir pfluge in eines apts achte zu acker zu farende [PfWeist. 54 (HB-Alth)]. — Jetzt nur noch FlN, z. B. in KU-Ulm Dietschw.
 
  
acht-eckig Adj.: wie schd. 's achteggich Duuch 'ein vor 1890 von den Frauen bei besonderen Gelegenheiten an Stelle eines Mantels getragenes Vierecktuch, dessen Ecken umgeschlagen wurden' [ KU-Lauteck KL-Hirschhn].
 
 
Achtel n.: 'der achte Teil, ein Achtel'; e Achtelche Wei(n) '⅛ l Wein', e Achtelche Butter '⅛ Pfund Butter' [allg.]. a. 1333: vunfzen ahteil kornes [MüHArch. K. 112, L 1, Nr. 88]. a. 1338: mit zwenzig achtdeil rockengeltes [OttbgUrkb. 402]. — RhWB Rhein. I 38; Bad. I 22; Kurhess. 3.
 
 
Achtem s. PfWB Atem; achtemen s. PfWB atmen.
 
  
achten schw.:
1. 'beachten, bemerken'. So e kleeni Wund däärf ich net achde [ KL-Reichb]. —
2. 'achtgeben, aufpassen'. Aacht mer mool uf das Kind! [ KU-Ulm]. —
3. 'schätzen'.
a. 'beurteilen, für etwas halten oder ansehen'. a. 1543:

[Bd. 1, Sp. 126]
solches soll dem diebstahl gleich geacht sein [Grimm Weist. V 645 (RO-H'stätt)]. —
b. 'hochachten, ehren'. Er is aarich geacht [allg.]. Es waar emol e großes Volk, geacht un hoch geehrt [Birmelin Penns Gezw. 146]. — RhWB Rhein. I 35; ElsWB Els. I 13; Bad. I 22.