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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Abwisch-tuch bis ab-zahnen (Bd. 1, Sp. 113 bis 114)
 
   Abwisch-tuch n.: 'Staubtuch', Abwischduch [ KU-Herchw]. Syn. s. PfWB Staubtuch.
 
  
ab-witschen schw.:
1. trans. 'abwischen', abwitsche [ PS-Geisbg LU-Alsh]; vgl. PfWB abwischen 1. —
2. intrans. 'entwischen'. Er is abgewitscht [ Gal-Dornf]; Syn. s. PfWB weglaufen. — DWB DWb. XIV, 2, 815 witschen.
 
  
ab-wünschen schw., st.: 'im Wünschen zuvorkommen'. Er hot 'm 's Neijohr abgewinscht [RO-Ebbg Sippf LU-Friesh], -gewunsch [ KB-Kriegsf], -gewunsche [ NW-Frankeck]; vgl. PfWB abgewinnen 2.
 
 
ab-wusseln schw.: sich a. 'durch schnelle Bewegung ermüden'. Seit viere ben ich uff de Fieß Un' häbb mich abgewusselt [Keiler 88]. Syn. s. PfWB abhetzen 2.
 
 
ab-zabbeln schw.: sich a. 'sich abarbeiten', abzawwele [allg.]. Syn. s. PfWB abquälen. RA.: Er hot sich sein Lebdag schun was abgezawwelt [verbr.]. Der Willem scheint wie abgezawwelt ... [Schandein Ged. 198]. — In unserem zawwele lebt ahd. zabalōn 'sich unruhig bewegen'; vgl. Kluge-Mitzka17.
 
 
Ab-zabblerei f.: 'mühsame Arbeit'. War das heit e Abzawwlerei! [VPf].
 
  
ab-zackern schw.:
1. 'die Grenzfurche ziehen', abzackere [ RO-Als Dielkch]. —
2.
a. gegenst. 'beim Pflügen über die Grenze hinübergreifen, also dem Nachbarn ein Stück Acker wegpflügen und zum eigenen Acker schlagen' [verbr.]; dafür auch: iwwer de Steen zackere; in Gal-Dornf: die Groonetz abzackere. a. 1489 (Abschr. zw. 1601 u. 1629): abzackern belangent [Dirmst A Weist. (FR-Heßh)]. a. 1567: gräben auswerffen, nichts abzackern lassen [Lgb. 20 Bl. 2 (KL-Enkb)]. a. 1604: Daran nichts absteinen, stocken, abzackern oder entziehen [Lgb. 120 Bl. 291 (NW-Dackh)]. —
b. übertr. 'entwenden'. Er hot em sei Uhr abgezackert [VPf]. Syn. s. PfWB stehlen. —
3. sich a. 'sich sehr abmühen' [ KU-Kaulb Kreimb KL-Hirschhn]. Syn. s. PfWB abquälen. — ElsWB Els. II 899; Bad. I 21.
 
 
ab-zahlen schw.: die Schulde abzahle 'Schulden tilgen' [allg.]. Bad. I 21.
 
 
ab-zählen schw.:
1.
a. gegenst., wie schd.; Geld abzähle [allg.]. RA.: Das kann mer an de finf Finger a., von einer kleinen Zahl oder geringen Menge [verbr.]. —
b. übertr. 'voraussehen'. Das kann mer sich an de finf Finger a. [allg.]; vgl. PfWB abziffern. —
2. 'im Kinderspiel mit einem Abzählvers dasjenige Kind ermitteln, das zu fangen, zu suchen hat'. Zähl ab! [allg.]; vgl. PfWB anzählen. — Bad. I 21.

[Bd. 1, Sp. 114]

 
  Abzähl-reim, -versm.: s. unter A, Berg, Petersilie, Pfanne, bimbambayerisch, bleiben, Bohnenblatt, Bohnenstroh, Brei, Brezel, Brot, buff, dene, Dickmadam, Tintenfaß, drei, dreißig, Turm, Dützelchen, eins, enne, ense, etsche, fleißig, fünf, hundert, Hünkel, ich, Jäger, Kater, Klavier, Landstraße, malen, Mann, Messerstiel, Metzger, Moppel, Müller, neun, rollen, Rosine, Rübe, Schule, Schweizerkäse, sechs, sechsunddreißig, sieben, Silberglocke, Spitzmaus, Strumpf, Wald, Weg, zehn.
 
  
ab-zahnen schw.:
1. intrans.
a. gegenst. 'die letzten Milchzähne verlieren' (und dafür ständige erhalten), bes. bei Tieren. Der Gaul ('s Peer) hot schun abgezahnt, -gezohnt [verbr.]. —
b. übertr. RA.: Der hot schun abgezahnt 'ist zum Heiraten alt genug' (auch verneinend) [ RO-Rehbn Obernd LA-Herxh GH-Zeisk]. —
2. trans. 'mit dem Zahnhobel abhobeln'; e Brett (Breet) a. [verbr.]. — ElsWB Els. II 906.