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Pfälzisches Wörterbuch 
 
Bodem-garbe bis Bodem-last (Bd. 1, Sp. 1070)
 
Bodem-garbe, f.
Bodem-geschmack, m.
Bodem-gras, n.
Bodem-halter, m.
Bodem-holz, n.
Bodem-joch, n.
Bodem-käfig, m.
Bodem-kohlrabi, m.
Bodem-kratzer, m.
Bodem-krücke, f.
Bodem-last, f.
Bodem-lerche, f.
bodem-letz, Adj.
bodem-los, Adj.
Bodem-nägelchen, n.
Bodem-rebe, f.
Bodem-reif, m.
Bodem-rütscher, m.
Bodem-sack, m.
Bodem-schemel, m.
Bodem-scheuer, f.
Bodem-sengnessel, f.
Bodem-stein, m.
Bodem-wachs, n.
Bodem-wasser, n.
Bodem-wein, m.
Bodem-zeile, f.
Bodem-zins, m.
Bod(en)-kirche
Boden-see, m.
Podex, m.
Bod-hammel
Pod-hammel
bofeln
böffen, schw.
Bofink
bo-fitzeln, schw.
bofitzig, Adj.
Bogen, m.
Bogen-flinte, f.
Bogen-korb, m.
Bogen-papier, n.
Bogen-peitsche, f.
Bogen-rebe, f.
Bogen-schnitt, m.
Bogen-schubkarch, m.
Bogen-tuch, n.
Böhämmer, m.
Böhämmer-jagd, f.
böhämmern, schw.
Böhl-bauer, m.
Böhl-brunnen, m.
Bohle, f.
bohlen, schw.
bohlen-stracks, Adv.
Böhme, m.
böhmisch, Adj.
Bohn-apfel, m.
Bohnchen(s), n.
Bohneln(s), n.
Bohnens, n.
Bohnleins, n.
Bohne, f.
Bohnen-blatt, n.
Bohnen-blüte, f.
Bohnen-bohnen, Pl.
Bohnen-bord, n.
Bohnen-büttchen, n.
Bohnen-faden, m.
Bohnen-fäsel, Pl.
Bohnen-fest, n.
Bohnen-furche, f.
Bohnen-garten, m.
Bohnen-gerte, f.
Bohnen-graben, m.
Bohnen-hafen, m.
Bohnen-hemse, f.
Bohnen-hülse, f.
Bohnen-kaffee, m.
Bohnen-kaule, f.
Bohnen-kaute, f.
Bohnen-käutelns, n.
Bohnen-kirbe, f.
Bohnen-könig, m.
Bohnen-kraut, n.
Bohnen-land, n.
bohnen-lang, Adj.
Bohnen-lied, n.
Bohnen-maschine, f.
Bohnen-mühle, f.
Bohnen-pfahl, m.
Bohnen-platsche, f.
Bohnen-plätsche, f.
Bohnen-putzel, n.
Bohnen-putzer, m.
Bohnen-ranke, f.
Bohnen-saat, f.
Bohnen-sack, m.
Bohnen-salat, m.
Bohnen-schale, f.
   Bodem-garbe f.:
1. 'zuletzt gebundene Garbe', Borremgarb [ HB-Böckw], -gärb [ WD-Niedkch]. In HB-Böckw wurde früher das Vesperbrot in die B. eingebunden; in WD-Niedkch feierte man das Binden der B. mit Wurst und Bier. —
2.
a. 'die in der Scheune zuunterst liegende Garbe, die zuletzt gedroschen wurde', Borremgarb [ IB-Reinh]. —
b. 'Mehl für die Drescher am Schluß des Dreschens' [HB-Böckw (um 1900)]. — Zum Brauchtum um die B. s. Christmann Vk. 44 u. L. Stoll, Der brauchtüml. Wortschatz, S. 71. — RhWB Rhein. I 833. — -geschmack m. : 'die beim Schmecken wahrgenommene Eigentümlichkeit einer gewissen Bodenart'. De Wein hat e Borremgeschmack [KU-Schmittw/O, verbr. bes. VPf]; vgl. PfWB Böckser 1 c. Südhess. I 987. — -gras n. : 'die Grundblätter der Wiesenkräuter und das niedrige Gras', im Gegensatz zu den hochstengeligen Gräsern und Kräutern, -gras [verbr., ohne Gal]. E schäni Wiss muß B. han [ ZW-Bechhf]. Das Haai taugt nix, 's fehlt 's B. [ KU-Kaulb]. Südhess. I 987; RhWB Rhein. I 833; Bad. I 279. — -halter m. : = Bodembrillholz, -halder [ KB-Weihf]. — -holz n. 'Stammholz des Rebstockes'. a. 1785: Die erfrorenen Weinstöcke, selbst die alten von 100 Jahren, so dick wie ein Arm, müssen weggeschnitten werden; doch gibt es am Bodenholz etwas und geringen Wein [Dochnahl 223]. Südhess. I 987; RhWB Rhein. I 833; Schwäb. I 1261. — -joch n. : = Bodembrillholz, -joch [ KB-Morschh FR-Saush]. Südhess. I 987. — -käfig m. : 'von Buben angelegte Bodenhöhle am Bergabhang', zur Gefangenhaltung ausgehobener Jungvögel, die von den Vogeleltern durch das Gitter aus Stäbchen weiter gefüttert werden sollen, -kewig [ BZ-Dernb]. — -kohlrabi m. : 'Kohlrübe', gew. Pl., -koll(e)rawe [allg.]; auch als Erdkollerawe, Unnerkollerawe, Kollerawe in de Erd bezeichnet (im Unterschied zu Oberkohlrabi), Wilde 142. Bad. I 279; Schwäb. I 1261. — -kratzer m. : 'Imkergerät zum Reinigen der Bodenbretter unter den Waben', -kratzer [ ZW-L'wied]. Südhess. I 988. — -krücke f. : = PfWB Bodemkratzer, -krick [ ZW-A'hornb NW-Frankeck BZ-Klingmst]. — -last f. : von einem kleinen Kind, auch von einem im Wachstum zurückgebliebenen älteren Menschen, -lascht [PfMHk. 1925, S. 167]. Südhess.

[Bd. 1, Sp. 1071]
I 988; RhWB Rhein. I 833; ElsWB Els. I 619; Schwäb. I 1261. —