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Blei-klicker bis Blei-waage (Bd. 1, Sp. 1012 bis 1013) | |||
Blei-klicker, m. Blei-klotz, m. Blei-klumpen, m. Blei-kugel, f. Blei-linslein, n. Blei-stefz, m. Blei-stefzen, m. Blei-stift, n., m., f. Pleis-weiler, ON pleite, Adv. Blei-waage, f. Blei-walze, f. Blei-weiß, n. Blei-werfel, m. Blembeere Blemer Plempel plempern plem-plem, Adj. blenden, schw. Plenter-hieb, m. plentern, schw. blenzeln Blenzer Bleß Blessel Bleßhünkel blessieren, schw. Blessur, f. blestern plete Pletschbrunnen Pletsche pletschen Pletschkappe Pletschmühle Pletz, m. Pletz pletzen, schw. Pletz-leder, n. Pletz-werk, n. Bleuel bleueln bleuen, schw. Blick, m. Blicke, f. blicken, schw. Blicker blickern, schw. blickern blicksen blickzen Blies-kastel Blies-mengen blind, Adj. Blind-darm, m. Blinddarm-entzündung Blinddarm-operation Blinddarm-reiz Blinddarm-reizung Blinde-kuh, f. Blinder-maus, f. Blind-gänger, m. Blindheit, f. Blind-laufen, n. blind-lingen, Adv. blind-lings, Adv. Blind-rebe, f. Blind-schacht, m. Blind-schleiche, f. blinke-blank, Adj. Blinkel, n. Blinkeler, m. blinkelig, Adj. blinkeln, schw. blinken, schw., st. blinkern, schw. Blinster-martel, m. Blinzel, f. Blinz(el)-auge, n. Blinzeler, m. Blinzel-maus, f. blinzeln, schw. Blinzel-pinchen, n. Plipp-plapp, f. Plissee, n. plissieren, schw. Blitz, m. Blitz Blitz-ableiter, m. blitz(e)-blank, Adj. Blitz-blume, f. Blitz-bund, m. blitz-dumm, Adj. blitze-blau, Adj. Blitze-blick, m. Blitze-bogen, m. blitze-himmel-heilig-blau, Adj. blitze-leber-blau, Adj. blitzen, schw. | 1. wie schd. RA.: Er kann schwimme wie e Schleifstään un e Bleikuchel [ SP-Mechth]. — 2. 'Klicker aus Blei', wird als besonders wertvoll angesehen, 'dicker Klicker', -kuchel, -kugel [verbr.]. Syn. s. PfWB Schießklicker. Südhess. I 936; Rhein. I 770; Bad. I 260. — -linslein n.: = PfWB Bleiklicker, Bleilinsle [ LU-Neuhf]. Syn. s. PfWB Schießklicker. — -stefz m.: = PfWB Bleistefzen. — -stefzen m.: 'Bleistift', -stefze (-defdsə) [ LA-Venn]. Bad. I 260. — -stift n., m., f.: wie schd., -stift (-difd); vgl. PfWB Blei 3, Blei- [Bd. 1, Sp. 1013] feder, PfWB -stefzen. — Als Genus kommen n. und m. gleich häufig vor, landschaftliche Trennung ist nicht möglich, in manchen Orten sind beide Genera gebräuchlich; f. haben: KU-Adb Bedb Mühlb RO-Obd KB-Kerzh Mauchh; n. u. f.: RO-Dielkch; n., f. und m.: KU-Wolfst. Pl. gew. Bleistifte (-difdə); -stifter belegt für Zweibr PS-Schmalbg; für RO-Würzw gilt im Sing. der Bleistift, im Pl. die Blei. — Südhess. I 936/37; Bad. I 260. 1. plede (blēdə) gehe. a. von Sachen 'verlorengehen, abhanden kommen'. Do geht alles p. [ KL-O'arnb]; vgl. unten 2, PfWB flöten gehen. Mei Geld is p. 'Mein Geld ist mir ausgegangen' [ KL-Wörsb NW-Erph]; bleede gehe 'Bankrott machen' [ PS-Glashtt Erfw], vgl. unten 2. — b. von Lebewesen 'flüchten, davonlaufen, durchbrennen'. Er geht p. [verbr. VPf, KU-Schmittw/O RO-Dörnb Pirmas Kühn Hamet 99 PfId. 107 Schandein Sprachsch. 9], pläide (blęidə) [ LA-Edk GH-Leimh]. Syn. s. PfWB weglaufen. Geh p.! 'Geh weg!' [ KB-Jakobsw]. Mach dich p.! dass. [ KL-Olsbr]. Schaff dich p.! dass. [verbr. VPf]. De Gaul isch plede gange [ LA-Bornh], pläide gange [ LA-Gommh]. Bauf! — leit mei Dischtelfink im Sand, un 's Katzevieh geht pleede [Woll 36]. — 2. pleite (blaidə) mache, p. gehe, umgspr. 'Bankrott machen' [allg.]. — Bed. 1 gehört der Mundart an, dürfte aber doch erst im 19. Jh. aufgekommen sein, denn die Auslandspfälzer in Penns Don Gal Buch kennen sie nicht. Bed. 2 ist aus der Umgspr. entlehnt, s. Küpper I3 386, Wolf Nr. 4248. Aus hebr. peletah 'Flucht', vgl. Kluge-Mitzka19. — Südhess. I 938; RhWB Rhein. VI 974; Bad. I 260/61. 1. 'Setzwaage mit Bleilot', Maurergerät, Bleiwoo [verbr. WPf RO-Als], -wooch, -woog [verbr. VPf]. »Sie besteht aus einem drei- oder viereckigen Holzrahmen, von dessen Mitte eine Bleikugel herabhängt, die zur Bestimmung der Horizontalen dient«, Krebs 24. Syn.: PfWB Senkblei, PfWB Senkel, Senkel-, PfWB Setzwaage. — 2. 'Wasserwaage', Wasserwoo [ ZW-Battw RO-Bistschd KB-Kriegsf], -woog (-wōg) [ NW-Kallstdt]; deshalb so genannt, »weil beide Geräte, Wasser- und Bleiwaage, demselben Zwecke dienen. Besonders ältere Maurer gebrauchen auch in der VPf, hauptsächlich aber im Westen mit Vorliebe Blaiw.«, Krebs 25. — Südhess. I 937; RhWB Rhein. I 771. —
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