PfWB Zucker-zange f.: 1. -ta·ŋ. grosse Z. mit scharfen Schneidflächen, mit der man Stücke des Zuckerhutes zerkleinerte (veralt.) Gummb. — 2. -tę·ŋ.əlχən kleine Zange, mit der man den Würfelzucker aus der Zuckerschale nimmt ebd., Verbr. | | PfWB LothWB RhWB Zang(e) [Tsàə S.; Tsà Su. Hlkr. Co. U.; Pl. –ə; Demin. Tsalə Co., Tsæl Str., Tsal U.] f. Zange. ‘Hammer und zang mit einander sein’ Geiler, Als. 1862, 144. — Bayer. 2, 1134. | | PfWB ElsWB LothWB Zange das Wort ist allg., u. zwar tsaŋ [in Saarbr, Saarl daneben -ǫ-], im Geb. der Schärfung tsa·ŋ. [-ā-, –ā:- Mos ö. Trier-Stdt bis Bernk, Bitb]; n. Benr.L. ta·ŋ., taŋ (im snfrk. Trübungsgeb. -ǫ-); Pl. -ŋə(n), Dimin. tsę·ŋ.χə(n), –ŋəlχən, tę·ŋ.kə(n), –skə f.: 1. wie nhd.; sie besteht aus Schenkel, Backen, Kopp, Mul; Arten: Beiss-, Bohr-, Bolzen-, Draht-, Feuer-, Fite-, Flach-, Huf-, Knip-, Knopp-, Kopp-, Leder-, Loch-, Maul-, Nagel-, Pack-, Pitsch-, Platt-, Pliest-, Rohr-, Rosenkranz-, Rund-, Schaffner-, Schalen-, Zwickz.; [Bd. 9, Sp. 707]
en hohl, platte Z.; beim Raffinieren grosse Feuerz.: Bonn-, Grip-, Reck-, Rippen-, Kusen-, Schmiede-, Stückerschmiede-, Wällz.; vgl. ferner Entenschnabel, Kluft (Klucht), Vorschneider; gabelartige, aus zwei Gabeln zusammengesetzte Z. sind: Gebäck-, Aufschnitt-, Zuckerz.; gefürchtet ist die Zahnz. des Zahnarztes u. dat Kend is mir met der Z. gehollt wuərde Rip, Allg. RA.: Dat lickt (steht, passt, sett drop) net as en T. op en Ferke von einer geschmacklosen, schlecht sitzenden Kleidung Klevld, Aach. Z. un Zäng (Zähne), die open gohn, han met Halen (Halten) gäng (schnell) gedonn uWupp. Wat ek well, dat well ek, sät den Bur, do hodden hej de Botter an de Tang Mörs. He hät mech en der Tangen in der Gewalt Wermelsk. Die es so schmearig, dat me se nit met der T. anpacken söll NBerg, Allg. Dem moss mer de Wöərt met der Z. erustrecke (-holle) so schleppend spricht er Rip, Allg. Hammer on Z. lige (falle) losse von einer Sache plötzl. Abstand nehmen Rip, Allg. (s. weiter bei Hammer). — Rätsel. Et es e Denge von Iser, hät Zäng (Zähne) on kann net bīsse? MülhRh-Bensbg. Et hängt an der Wand, hot ziwen Daler an (in) der Hand? Trier-Osbg. Vier Hangen (Zitzen), zihn T.ən (Finger des Melkenden), e keffer Schouss (kupferner Schoss) on e Brett fir dem Arsch (Melkstuhl)? Prüm, Malm, — T.ə, Vott oəvə, V. onge, Bret för jen V.? Heinsb-Erpen, u. so mit Var. verbr. — 2. übertr. a. sachl. α. die iseren Ribben aus dem Puddelwerk werden, um Raffinierstahl zu machen, im Eisenhammer tu T.ən (Paket aus zusammengeschichteten Eisenstangen) angesatt u. in einer Z. mit schaufelartigen Backen zusammengebündelt, im Schweissfeuer geglüht u. unter dem Hammer zu flachen Stäben zusammengeschweisst; diese werden wieder gebogen, in Stücke gehauen u. wieder tu ener T. tesamengesatt (angesatt) u. wieder geschmiedet Berg. — β. Vorrichtung an der Hobelbank zum Einspannen Eusk-Weiler. — γ. zwei gleichlaufende Balken, die einen unter starkem seitl. Druck stehenden B. von zwei Seiten einklammern u. mit einem feststehenden Balken verbinden, damit er nicht ausweichen kann; Doppelkehlbalken im Dachstuhl des Hauses Mosfrk, Siegld, Rip; Ärmen on Z.ən Saarbg. — δ. Gestell an der vorderen Achse eines Leiterwagens, zwischen dessen Backen die Deichsel steckt Dinsl. — ε. Verstellvorrichtung des Pfluges Bitb-Idenh. — ζ. Pl. Spalthölzer zwischen der Zimmerdecke Malm-Deidenbg. — η. zangenförmiges Feld Merz. — b. persönl. verächtl. α. altes, streitsüchtiges, oft keifendes Weib; en al (richtige, geftige) Z. Allg. [tsę·ŋ. Aach-Walh]; en glöhnde T. Emmerich. A.: Jong, holl ens de al Z.! Dieser: Tant, du solls bei der Vatter komme! Eusk-Lechenich. — β. wuchernder Geizhals, bes. habgieriges Weib Allg. — γ. unartiges, eigensinniges Mädchen Merz. — δ. Pferdebremse, Schmeissfliege Bitb-Schleid. |