PfWB ElsWB LothWB Zicke I das Wort ist in der Bed. 1 allg., u. zwar -i-, –e- Rhfrk, Mosfrk, Rip, Berg, SNfrk; sik Klevld; Klev, Rees auch sēk; einige Male mit hypokorist. Rundung -y- Rip, SNfrk verbr. [Köln-Frechen, Bergh-Blatzh -u- (Rückbildung aus tsykχə)], Pl. -kə(n), Dimin. -χə(n), –kskə(n) f.: 1.a. die Ziege (weibl.) im allg., aber mehr kosend (s. Geiss, Hippe, Hitte); das Dimin. bezeichnet dann in der Regel das Jungtier; de Z. blart meckert OBerg; os Z. well nom Bock Rip, Allg. RA.: Dat kann onse Z. niet trecken das ist für uns zu teuer Rees-Haldern. Neisgierig (neugierig) as en Z. ebd. Gāssehannes (Geissen-) van Iteschdorf (Daun-Üdersd), häste noch en Z. em Korf? Loss se lafen, mechen se kafen Zuruf an einen Mann mit einer Hotte auf dem Rücken Koch-Lutzerath. Ählscheder (Ehlschd) Rinner, Bonnefeller Kinner, Hardrer Böck on Rengsdorfer Z. Neckspr. Neuw-Bonef. In Räs (Rees), dor kiken de Z. dör de Gläs (Fenster) Rees. Et es en Tur, säj Bekmann, dor sat hej met de S. op et Dak Rees-Emmerich. — b. Lockruf an die Ziege: zick, zick; zück, zück usf. Allg.; zeck do, zeck do! Saarbg-Winchering. — 2. übertr. a. persönl. α. en leckere Z. ein nettes Mädchen Rees-Haldern. — β. tsikskəs Pl. ABC-Schützen Kemp-Lobberich. — γ. verächtl. (so auch die folgenden) verwende Z. verwöhntes Mädchen Rees-Isselbg; en Z.skə Haldern; en Z. van en Dirn ebd.; Zeck Simm-Stdt. — δ. tsek streitsüchtiges Weib Kreuzn-Sobernh. — ε. en wiərisch Z. wildes, ausgelassenes Mädchen Meis-Breitenh. — ζ. en bang Z. ängstl. Mensch Mettm, Düss-Hucking. — η. eigensinniges Mädchen Rees-Isselbg. — b. in Spielen. α. S.ən höjen (hüten) das Sauspiel Rees-Isselbg; Z. raus! dass. Saarl-Dilling. — β. tsikχəs Schnappballsp. Saarbr. — γ. Nachlaufesp. Birkf-Herrst, Gummb-Berghsn (tsek), Kreuzn-Sponh (-χəs); Z. op Gummb-NBreidenb. — δ. ein dreibeiniges Gestell aus einem so gewachsenen Ast, im Zeckwerfjesspiel verwandt; die in einiger Entfernung von der Zeck stehenden Spieler versuchen nacheinander sie mit Knüppeln umzuwerfen, während einer als Wächter dabei steht; ist das gelungen, so sucht sich jeder der Spieler eines der geworfenen Knüppel zu bemächtigen, auch der Wächter, nachdem er vorher die Zeck wieder aufgestellt hat; wer keinen Knüppel erwischt, wird dann Wächter Siegld. — c. sachl. [Bd. 9, Sp. 764]
kleines Bärtchen an der Unterlippe, am Kinn Klevld (lrhn.) [Geld-Stenden m.]; lot ouw de S. doch afschere Klev. | | tsche Interj.: Lockruf für Ziegen (im hohen Fistelton), tsche-tsche! [ ZW-Wintb]; vgl. PfWB tscher. | | nett Adj.: wie schd., nett [verbr.]; vgl. PfWB elegant; Zs.: PfWB tausendnett; subst.: e Neddi, en Nedder [ LA-Herxh]; e nett G'sichdel, e nedder Kopp (e nett Keppel) [ebd.]; e nedder Käwwer 'hübsches Mädchen' [ GH-Kand, mancherorts]; e neddes Klääd [ NW-Neidfs]; Dim.: e Keppche so nettche [ ZW-Gr'bundb]. Es is nettche [Dimel 139]. Ich un mei(n) Kätt, mer danzen so nett, / 's danzt niemand so nett wie ich un mei(n) Kätt [Feierowend 8/1950 5]. Südhess. IV 964/65; RhWB Rhein. VI 159 ff.; LothWB Lothr. 382; ElsWB Els. I 792. |
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