PfWB ElsWB LothWB Widder das Wort ist nach Wk. IX, 4 Rhfrk, Mosfrk im Geb. der Schafzucht südl. u. westl. eines trierischen Mittelraumes mit Witz (s. d.), und zwar Trier, südl. Bernk, Simm-Dill, Goar-Rheindieb, Altk-Weitef, Neuw-Raub Linkenb, im N. Bitb, Prüm, Malm, Wittl-Stdt Heudw, Daun, Aden, Ahrw-Stdt; Lautung widər, wirər, –ī-, –ilər (s. wider) [widərt Zell-Sohren; wīdər Trier, Bitb, Prüm]; vereinz. neben häufigerem Schof(s)bock u. Hammel widər, -e- auch im Kölner Raum [wē:r Eup-Stdt]; Pl. -rə(n) m.: 1. wie nhd.; et Schof (de Au) muss bei de W., — get bei de W. gefohrt. RA.: Dau has e Kopp wie e W. bist eigensinnig Prüm-Burb; W. sein och Schof, breng en eraus! Daun-Wiesbaum. Wenn et Heit (Wortsp. zwischen Häute u. heute) rent, get et Leder böllig; w. et Murgen (dass. zwischen Morgen »Ackermass« u. morgen »Tageszeit«) r., get et Land böllig; w. et W. (Widder u. wieder) r., as de Woll b. Trier. — 2. übertr. das Sternbild; der W., de stüəss Schleid-Berk. | | PfWB ElsWB LothWB wieder mit wider gleichen Ursprungs u. gleichlautend (s. d.); doch in der Bed. wie nhd. unterschieden; es ist allg. mit Ausnahme des WMosfrk in [Bd. 9, Sp. 497]
Wittl, Trier u. w. Mos, Bitb, Prüm, Malm, wo erum gilt, z. B. et as erum jungk Licht (Neumond); ausser den bei wider bekannten Formen wirər, –e-, –ī-, wilər, –id-, –e-, –ē-, wī·ə.r, –ē·ə.r, –ē- gelten für w. »nochmals« bald betont, bald unbetont werər [im Gegens. zu wērər »zurück« Siegld (Siegen auch wērər betont, -e- unbetont); wī·ə.r, aber wę·r. »nochmals« Kemp; wīr, aber wi·r. Mörs, Geld; węr Klevld, Mörs-Rheinbg, z. B. dat hät hej wärr wēr krig »wieder zurück«, wirr wīər kr.] Adv.: 1. zurück, bei Zeitw. neben zurück-, um-; hin on w. neben hin on her Allg.; hidder en widder över de Bahn hübbeln WSelfk; für nüs (nichts) on w. nüs immer vergebens Rip, Allg.; hen es ni w. verrückt Geld-Straelen; mit Zeitw. trennbar verb., Hauptton auf w.; jet w.han zurückerhalten haben; enem jet w.gevve, — brenge. — recke, — schenke, — schecke, — drage; jet w.krige — holle, — nemme, — fordere; w.haue (zurück-), — schlage, — werfe (-schmīsse); enem w.wenke usf. Rip, Allg. (mit Ausn. des o. gen. WMosfrk); änen w.stellen abbestellen, z. B. den Arzt May-Kelbg; engem w.froge bei ihm zurückfragen; weəss du dat net, wiərfrog ich höm Aach-Stdt; w.käuen wie nhd.; ek mutt ens eəwen ropgehn, sös kann ek nich w.geəven op den Daler beim Geldwechseln Gummb, Allg.; dat han ich döm at lang dubbel wiər w.gegeven sagt der, dem vorgehalten wird, er habe von einem dritten ein Geschenk erhalten Aach; fonge (gefunden), f., w.geəve, g., g.; halde, afgenoəhme es gestoəhle! sagt das Kind, das etwas Gefundenes behalten will Grevbr-Otzenr, Verbr.; miər bedanke os da net, de Kaffi konnt er au w.hoalen! Siegld, Verbr.; hol's w.! wenn einer bei dem andern gegessen hat Rhfrk, Allg.; hal ouw de Schade bold w.! Rees; du kanns et Geld am schwarze Krützche w.holle sagt der Schuldner Bo-Witterschlick; de hät et an der Duət w.gehollt ist von schwerer Krankheit genesen Nfrk, Rip; warr et Lehne werd is, is ach et W.bringe w. Simm, Verbr.; sin Wort w.fresse zurücknehmen Köln-Stdt 1817; schlohn es verbodden, ävver w.schlohn nit ebd.; wat es got fort ös, köt net schlech w. was gut überstanden ist, wünscht man sich nicht zurück Sieg; he (dat) kömmt w. wie koəd (böses) Geld (Falschgeld) Selfk, Köln, — kuə Busche Aach-Stdt, — falsch Geild Sol; den (dat) k. ehr w. as dusend Daler (Geld) Klevld, SNfrk; der küt mer es w.! mit dem rechne ich noch ab Rip, Allg.; mer weiss, wa mer erusgeiht, ävver nit, wa mer w.kütt Köln-Stdt; en gut Katz könnt w. Trier-Stdt; de kütt alt bal w.! wenn nach jmd. gefragt wird, der schon lange tot ist Ahrw, Verbr.; dat kümmt mi w. ich werde mich übergeben Gummb, Allg.; dat kömmt all w., sät der Bur, duw furden (fütterte) hej de Ferkes met Speck Mörs, Geld, — duw pischet he dem Berg op Geld-Leuth; hu, Fastelovend; F. es w.gekomme, hät seng Schohn net w.gefonne; fifa Fastelovend! Ahrw-Remag; W.kömmst Wiederkunft, Rückkehr Aach-Stdt. — W.sage (-batsche, klatsche) ausplaudern, was man vertraulich gehört hat; alles w. Rip, Berg; vum Höresagen un W. werd mer öm de Mul geschlage Köln-Stdt; dat se e Gesäts on e W.gesäts, do ka ke Ferke drus klok werde [Bd. 9, Sp. 498]
Bergh-Hüchelhv. — Den w.lihrt sech von dem, der früher eine Arbeit besser gemacht hat, als er es jetzt tut; den w.fällt sech lockter (lauter) wird immer wieder rückfällig Verbr. Diese eigentüml. Konstruktion um Malm-Amel. — Gern verbindet man diese Zeitw. tautologisch, etwa w. zeröck-, ömschecke, auch w.w.schecke u. w.w.zeröck-, — ömsch.; w.w.komme. — 2. zeitl. (s. o. die Bemerkung zu wī·ə.r 1 u. wi·r. 2) noch einmal, schon w. da, wiederum, aufs neue; als (alt, at, all) w. schon w. Allg. [awęrr Klev]; van merge es all w. fies (hässliches) Wer (Wetter) Klevld, Allg.; hej (et) kömmt af en w. zuweilen Klevld, — hin on w. Rip, Allg.; he es w. op de Ben gesundet Rip, Allg.; so lang dor noch Lewen drin ös, s. l. kann e ok noch w. wörde (genesen) Mörs, Allg.; doə hät öm et w., sät de Mon, duə konnt he de Bocks net fenge (finden) Kemp-Dülken; der stellt sech an de Wand un wart, bes e emfällt, dann fängt e w. an, er kann sich mit Arbeiten nicht genug tun Neuw-Steimel (udgl.). — In trennbarer Verb. mit Zeitw., zunächst mit dem Hauptton auf w.; mer han us lang net mih w.gesehn; op W.sehn (- W.kickes Rip, Nfrk; bis W.knipen Gummb-Lieberhsn; bes W.knipes, dann föhle mir ons Dür; Wirrgenöns op Kemp-Süchteln); so wat mott gej nojt w.duhn Klevld, Allg.; w.käuen, w.krupe dass. Aach-Vicht; w.brenne um bei frischen Brandwunden Schmerz schnell zu stillen, wird die gebrannte Stelle nochmals so nahe an den glühenden Gegenstand gebracht, als man es aushalten kann Jül-Tetz (udgl.); W.soət wiederholte Halmfrucht auf dem Acker; selbstgezogener Same, der im folgenden Jahr zur Saat verwandt wird Kemp; W.soətskor Roggen nach Roggen Neuss-Kaarst. W.döfer (-täufer) verächtl. Freimaurer Bonn-Dersd; W.daifer eigensinniger Trotzkopf Koch-Bruttig; -f- Kobl-Weissenthurm (u. -dfiχ); –āf- Kobl-Güls; -f- Eusk-Lechenich, Neuss-Strabg. — Mit Hauptton auf dem Zeitw., in bes. Anwendungen: ek kumm w. () noch einmal: ek k. w. zurück Gummb, Allg.; jet w.holle noch einmal sagen: zurückholen Allg.; w. enfalle in die Krankheit zurückfallen Eusk.; all Levve wellt w. lef () sen wie man's treibt, so geht es; die Sünden der Jugend rächen sich am Alter Rip, Eup, Geilk; — well w.left sen, odder Goddes Wort es gelogen Eusk-Billig, Köln, Aach, Eup; all got Lewe well w. sen Koch, Goar, Bitb-Dudeld; alle gore Dag wellen w.weren Altk-Bachenbg; alles w. sich a. rächt sich Sol, Düss. — W.üm > we·r.m Jül, Eup, Aach; -ø- Rheinb-Schweinh, Aach-Merkst, Stdt Warden; at w.; jet w. en et Gott leəge zur Aussöhnung den ersten Schritt tun; et es w., Pater, et Ault (Alte)! der alte Fehler; setz de Fröusch op e gölde Stöulche, heə sprengt doch w. e siə Pöulche; de es esu bang wie ene Esel, dem der Sack affällt, de schött sich ens, doa geəht e at w. — De Wedderich käue wiederkäuen Dür-Ellen. |