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 RhWB wekeln (Bd. 9, Sp. 407)   PfWB wegeln (Bd. 6, Sp. 1131)   PfWB wäckeln (Bd. 6, Sp. 989) 
  PfWB  LothWB wekeln Rhfrk wēgələ, ein Intensivum zu wegen, Wend-Steinb, Birkf-Idar, Meis, Bernk-Gonzerath schw.: wackeln, trans. u. intrans.; de Gaschel (Peitsche) w., met dem Schwanz w. — Abl.: die Wekel(er)ei, das Gewekel.

 

   wegeln schw.:
1. 'etwas oder sich hin- und herbewegen, -winken, wedeln, schwänzeln, unruhig sein', bes. auch: mit dem Stuhl schaukeln, die Arme schlenkern, die Peitsche schwingen, lästiges Hin- und Herschaukeln des Pferdes, wegele (wēgələ) [mancherorts NPf vereinzelt übrige Pf, Schandein Ged. 251], wechele (wēχələ) [mancherorts WPf vereinzelt übrige Pf], weschele (wēələ) [ PS-Hintwdth Kröpp Winz KB-Mauchh], wechle (wχlə) [KU-Nd'staufb ZW-L'wied LA-Siebdg BZ-Dimb], weschle (wlə) [ PS-Donsied Ruppw BZ-Hermbghf], wäschle [Bayer Hackm. 79], werle (wrlə) [ KU-Altkch]; Part. Perf. gewegelt (gəwēgəld) [ KU-Bedb], gewechelt (gəwēχəld) [ RO-Odh PS-Saalstdt]; vgl. PfWB wackeln, PfWB wageln, PfWB wägeln, PfWB wegen2; Zs.: PfWB abwecheln; mit de Hänn w. [ PS-Kröpp]; Stecke (Stiwwle) w. 'Weinbergspfähle durch Wackeln auf Standfestigkeit prüfen'

[Bd. 6, Sp. 1132]
[ NW-Gönnh Weish/S LA-Nußd BZ-Heuchh]. Die Blärrer wechele [ KL-Hirschhn]. Der Gaul (Hund, Kuh) wechelt mim Schwanz [ KU-Schmittw/O RO-Dielkch KL-Rodb PS-Hintwdth]. 's wegele die Blumeglocke / Hin un' her [Schandein Ged. 103]. Wäsch'l doch besser (mit dem glimmenden Reisigbündel), daß mir ball ä Feuer krie [Bayer Hackm. 79]. RA.: einem eine w. 'eine Ohrfeige geben' [ KU-Nerzw]. —
2. 'torkeln, wanken, einen schweren Gang haben' [ KB-Mauchh]; Syn. s. PfWB torkeln. Wie der wechelt! [ KB-Kriegsf]. —
3. 'etwas mit Anstrengung bugsieren', z. B. ein Auto mühsam ein- oder ausparken, wechele [ KU-Schönbg]. —
4. 'Luft fächeln', zur Kühlung [ PS-H'einöd], wechele, von Bienen am Bienenstock [ RO-Bistschd]; vgl. PfWB wedeln 3. —
5. '(langsam) arbeiten, tätig sein, sich rühren', wegele [ KU-Einöll Obw/Tiefb KL-Reichbstg], wechele [KU-Hundh Kaulb Neunkch RO-Messbhf Thielen 121]. Benn mer mol die Schuh, ich kann mich nemmeh so w. [ KU-Altkch]. RA.: Do häßt's gewegelt 'Da gilt es, zu arbeiten' [ KU-Bedb], e bißche gewegelt!, dass. [ KU-Bedb]. —
6. 'Ostereier rollen oder schieben', ein Kinderspiel [ PS-Leim]; vgl. PfWB Ei 1 a. —
7. 'koitieren', von den Bewegungen beim Geschlechtsverkehr, wegele [ KU-Altkch]. — Das Wort ist eine Ableitung zu wegen 'bewegen'; zu mhd. wegelen 'wackeln' ( Lexer Lexer III 725). — RhWB Rhein. IX 347 f. wegen 'bewegen', 349 wegeln, 407 wekeln (Intensivum zu wegen); LothWB Lothr. 532 wäschlen; ALA I K. 142; Hess.-Nass. IV 571; DWB DWb. XIII 33 ff., DWB 2677, DWB 3084 ff. wegen 'bewegen'.

 

   wäckeln schw.:
1.
a. 'an Weinbergspfählen rütteln', zur Prüfung der Festigkeit oder zum Herausziehen, wäckele (węgələ) [ NW-Weish/S], weckele (wegələ) [ LA-Dammh Rhodt BZ-Dierb], wäckle [ LA-Siebdg]. —
b. 'beruhigend am Kinderwagen wackeln', weckele [ KU-Adb]; vgl. PfWB wegeln. —
2. 'die Peitsche über dem Vieh schwenken ohne zuzuschlagen', weckele [ KU-Adb].