PfWB ElsWB LothWB Weise das Wort ist allg., u. zwar wais, –ęi-, –ę·i.-, –ī:-, –ī-, –i- [-īzə Berg ö. Ürd.-L.] Sg. t. f.: 1. Singweise, Melodie eines Liedes; kannsde us die W. mol vorsinge? Rhfrk, Allg.; de W. drop kenn ek wäll, märr ek kann de Wört net Mörs, Allg.; dat Led hät en trurige (löstige) W. Rip, Allg. RA.: Et es nit (vill) Wort noch W. en em er ist schweigsam, teilnahmslos u. unbeholfen Berg; he hät ken Wuərt of W. en Jül, Köln; doə sett gen Woərt of W. en Kemp; ut dem kömmp ke Woərt of W. MGladb; ohne Woərt nouch W. formlos, plump Dür-Langerwehe. He kann de W. (scherzh. Fies, das Hässliche), ävver et Woərt (Fōăt) net Rip; könnt ich de Fies we de Fauət, dann k. ich söng ewe de Zappermord Eusk-Zülp. Et hot kän W. an (in), sos kennt mer et sangen! scherzh. dem geantwortet, der sagt: weis (zeige) äs! Trier-Möhn, Bitb-Wiersd. Der singt die heilge W.: ach Gott, wie schlecht! Kreuzn-Bretzenh. Jedes Lis (Elise) hät seng W. jede Frau hat ihre eigene Art Wermelsk. Kast du de Woarde on ech de W., da kommer senge wie Schmetz' Lis! Siegld-Nauholz. — 2. Art u. Weise. a. bes. die rechte, gewohnte W., in der Wend.: Dat es (hät) ken Art on W. (etwa enem met dreckliche Schohn en de Stuff ze kunn) das ist ein ungehöriges Benehmen; es dat en Art on W., en Mensch su ze behandele Rip, Allg.; en W. dummes Geschwätz Heinsb-Saeffelen. — b. of die W. u. uf die Art un W. wille mer neist verdiene, dat is doch zu schimberlich (schändlich) Rhfrk, Allg.; op die W. hos de Recht in dem Sinne, wenn man es so nimmt Trier, Allg.; op die (dis) W. gēt et beter; op angere W.; dat mutt me op langsamere W. maken Gummb, Allg.; op aue (alte) Art on W. Selfk, Allg.; dat es us der W. etwas Ungewöhnliches, Aussergewöhnliches; dat es doch noch emol rai us der W. Siegld-Weidenau, Kreuzn-Weiler. — c. in adv. Verbindungen. α. mit Subst.; karenw. kunnte ve de kaputten Pötte wegschaffen; lepelw. utscheppen; lepelschesw. de Melezi nemmen; emmerw. (eimer-) Water [Bd. 9, Sp. 390]
drägen; korfw. dat Holt rendrägen; nummerw. ging dat nach Nummern, der Reihe nach; hopenw. (haufen-) stungen de Lü do; reihw. troken se af; troppw. (trupp-) koem se doher; du kanns mek krüzw. (kreuz-) im Arsch lecken; ebenso schluck-, stōət-, ruck-, massen-, knubbel-, stonden-, blatt-, stellen-, plazw. Gummb, Allg. — β. mit Adj.; -dommer-, kloker-, schuftiger-, (on)glöcklicher-, opfälligerw. Gummb Allg. — γ. mit Zeitw.; gesetzterw. der Fall gesetzt Hunsr; se gereten schlohnsw. anenēn schlugen sich; begēnsw. im zufälligen Zusammentreffen SNfrk. | | Weise f.: 1. 'Art, Beschaffenheit', Weis (wais) [vereinzelt, Lambert Penns 176]; Zs.: PfWB Lebensweise. RA.: uf die Art un W. [vereinzelt, Krämer Gal 240]; kein Weg noch W. 'auf keinerlei W.' [ LU-Assh]. 's is aus (außer) der W. 'Das ist außergewöhnlich' [Fogel Prov. Penns Nr. 1804 Steinmetz]. a. 1339: in gerichtes wis von vnsern wegen zu veriehene [OttbgUrkb. 409]. Ende 16. Jh.: wan es ihm der schultheisz bevihlt in kummers weisz [Grimm Weist. V 603 (NW-Erph)]. — 2. 'Liedmelodie', Weis [vereinzelt, Schandein Ged. 252 Lambert Penns 176], Wies [lothr. SWPf]. 's Lied hot e scheeni W. [Krämer Gal 240]. RA.: 's is aus der W. 'aus der Melodie gekommen' [Fogel Prov. Penns Nr. 1804]; in Hankarls (Johann-Karl) Kich die W. hole 'sich die richtige Melodie vorsingen lassen' [Krämer Gal 240]; Erklärung zu dieser Begebenheit s. PfWB Johann-Karl. Die alt Los 'Mutterschwein' hot die W. g'fresse 'Der Sänger ist aus der Melodie gekommen' [Fogel Prov. Penns Nr. 1811]. — 3. adverbial gebraucht in zahlreichen Zs.: PfWB armvoll-, PfWB ausnahms-, PfWB paar-, PfWB pfandschafts-, PfWB pfund-, PfWB bißchen-, PfWB platz-, PfWB puckert-, PfWB tausender-, PfWB tausend-, PfWB teil-, PfWB tröpfchens-, PfWB turen-, PfWB dutzend-, PfWB eimervoll-, PfWB einzel-, versuckelter-, PfWB gahnen-, PfWB garben-, PfWB gelege-, PfWB gewannen-, PfWB handvoll-, PfWB hängel-, PfWB haufen-, PfWB haufig-, PfWB hehlinger-, heimlicher-, PfWB herden-, PfWB hotten-, PfWB klafter-, PfWB kreuzer-, PfWB kreuz-, PfWB kübel-, PfWB land-, PfWB lediger-, PfWB legen-, PfWB löffelchens-, PfWB los-, PfWB lot-, PfWB malter-, PfWB möglicher-, PfWB mutwilliger-, PfWB raten-, PfWB rechtmäßiger-, PfWB ring-, PfWB sackvoll-, PfWB sack-, PfWB scharen-, scheinshalber-, PfWB schluck-, PfWB schock-, [Bd. 6, Sp. 1206] PfWB schritt-, PfWB sprung-, PfWB stoß-, PfWB strich-, PfWB stunden-, PfWB stutzen-, PfWB zeitweise. — RhWB Rhein. IX 389/90; LothWB Lothr. 541 Wies; ElsWB Els. II 867 Wis. | | ausnahms-weise Adv.: nach dem Schd.; auch eppes Ausnahmsweises 'etwas Besonderes'. Alleweil hoschte emol ausnahmsweis recht, Alderche [Kühn Palz 101]. |