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| RhWB Wasserauge (Bd. 9, Sp. 298) | PfWB Butter (Bd. 1, Sp. 1403) | PfWB klümpeln (Bd. 4, Sp. 322) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
1. wie schd., Butter, Botter, Boutter, Bottern, s. F. [allg.]; vgl. PfWB Anken. Zs. PfWB Bauern-, PfWB Bettel-, PfWB Geißen-, Glucken-, PfWB Kuh-, PfWB Landbutter. Mer stoße heit B. 'bereiten B. durch Stoßen im Butterfaß' [PS-Lembg, allg., in der Pfalz bis etwa 1900, in Gal bis 1939]. Mer leiere (drehe) heit B., dass. (mit der Butterleier) [von etwa 1900 an immer stärker aufkommend bis etwa 1920, als die Butterbereitung nach und nach an die Molkereien überging]. De B. geht samme 'klumpt sich' [ KL-Stelzbg, allg.]. Um das Zusammengehen des Rahms zu beschleunigen, wandte man (meist im Scherz) den Zauberspruch an: Butter, Butter, klimbel dich, 's gebt kee greeßeri Hex als ich [Gal-Schönth, verbr. ]. Näheres zur Butterbereitung s. bei PfWB buttern. Der ungeformte Butterkloß ist der Klumbe Butter, auch Butterklumbe, s. PfWB Butterklumpen; den geformten Butterlaib nennt man das Stick Butter. Um die B. als Speisefett auch über längere Zeit aufbewahren [Bd. 1, Sp. 1404] zu können, wird sie zu PfWB Butterschmalz ausgelassen. — Eigenschaften der B.: Gebräuchlich sind besonders die Vergl. gäl (gelb) wie Budder [Westricher Kalender 1957, S. 103], wääch wie B. [NPf, allg.], zart wie B. [Pirmas, verbr.]. RA.: Der hot e Herz so wääch wie B. [ LU-Opp Don-Gottlob]. Ein weicher Stein schafft sich so zart wie B. 'läßt sich leicht bearbeiten' [Kaislt]. Ein stumpfes Messer schneid wie B. [ KB-Bennhs]. Wenn ein Fußballspieler sich im Strafraum »tot« stellt, dann heißt es: Alla, alla, mach weiter, du bischt doch net aus B.! [Rheinpfalz vom 28. 1. 1967]. Der geht sesamme wie Bodder in de Sunn, von einem Abmagernden [ KU-Lohnw, FR-Bockh BZ-Dernb], dass. iron.: Er nemmt zu, wie B. in der Sunn [Rockhs]. Der hot B. uf'm Kopp (und darf nicht an die Sonne gehen), wer ein schlechtes Gewissen hat [verbr. Gal Don Buch]. SprW.: Wer B. uf'm Kopp hot, soll net in die Sunn gehn [Don (Steinmetz)]. — Wertschätzung der B. in den RA.: Der saat dir for drei Penning, was de Bodder in Mänz koscht! 'macht dir den Standpunkt klar' [KL-Wörsb Kühn Palz 94]. Zwische denne zwee is alles in Butter 'herrscht das beste Einvernehmen' [Krieger 26]. SprW.: Kannscht lang Käs esse, bis de B. in de Maa kriescht [ Gal-Brig]. Wann der B. uf de Speicher geht (teurer wird), gehn die Aajer in de Keller (werden die Eier billiger) [ Gal-Dornf]. Ich meen grad, ich hätt e halb Pund B. ohne Brot gesse, alles schwimmt in mer, sagt man von sich bei großer Rührung [Hebel 25]. VR.: Andrees freßt de Käs, loßt de B. leie, weil er is so teier [ Gal-Josbg]. Eins, zwei, drei, Butter auf den Brei, Salz auf den Speck und du gehst weg [ Gal-N'Chrusno]. Weitere Reime s. bei PfWB Anna-Maria, PfWB backen 1 b. — 2. 'Augenschleim' s. PfWB Augenbutter, PfWB Butterauge. — F.: budər fast allg. außer NWPf; bǫdər Westteil der NPf vorherrschend NWPf IB-Habkch Ingb KB-Mörsf Dannfs, bǫdÄr KU-Kaulb Dietschw, bǫdərn (neben den jüngeren Formen bǫdər u. budər) in GH-Neubg, bǫudər in WD-Niedkch IB-Rohrb. Das Genus 1930 fast durchweg m.; f. (neben m.) gilt für KB-Zell FR-Grünstdt Neustdt SP-Mechth. In den historischen Belegen ist der Stammvokal meist -o- (auch VPf!), seltener -u-. a. 1490: 4½ maß bottern [KellR Lichtenberg]. a. 1521: Vßgab in die kuchen: Item 15 Sch. 4 Pf vor botter [GgHospR]. a. 1521: 11½ alb. vor 3 mais bottern [LandsbgKellR]. a. 1532: Innam verkauft bottern, Nuß, mandeln, Eppel [SSp, Lgb. des Klosters Seebach]. a. 1566: funff massen vnd anderthalb schopfen botter [KSchArch. IV 2255]. a. 1590: Keeß, Buetter, Ayer [ZweibrUrkb. 161]. a. 1626: 10 Maß Butter und 60 Bündel Keß [Groh Wörschw. 39]. — Südhess. I 1259/60; RhWB Rhein. I 1170 ff.; Saarbr. 41; LothWB Lothr. 74; ElsWB Els. II 119; Bad. I 386.
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