PfWB Vater-land (s. S.) n.: nach dem Nhd. RA.: Kenen Prophet gelt jet em V. Elbf. Ek kann singen »lieb V., kanns ruhig sein«, ek han fönf Jongen un bloss en Mädchen Gummb. En der Zigar es jet vül V. dren Pfälzer Tabak MGladb-Rheind. | | PfWB LothWB RhWB Nameⁿ [Nàmə allg.; Pl. Namə, seltener Nàmə] m. Name. Eim deⁿ N. gën jem. beim Namen anrufen: Er het ⁱʰm deⁿ N. gën, wu r newe-n-ⁱʰm ʰⁱnus is Z. Eim deⁿ lëtzeⁿ N. gën beim falschen Namen anrufen ebd. Si het e Mann ghirot mit Nameⁿs A. Hf. Im N. s Gsetzˢ im Namen des Gesetzes ebd., oft mit dem scherzh. Zusatz: jetz het's s! U. In (e U.) Gotts N. Liebsd. Rda. Im Kind e N. gën den Schein wahren Zinsw. Er het müessen frojeⁿ, eb r dörf üwer dëⁿ Acker faʰreⁿ; r wär doch drüwer gfaʰreⁿ, awer s is nur, ass s Kind e N. het Dü. ‘s Kind müess e Name han’ man muss die Sache beschönigen Rathgeber 41. In deⁿ drei höchsteⁿ Nammeⁿ (Vater, Sohn, h. Geist) Hi. ‘Merr zeiht in de drey höchste Namme si (die Weidengerten) zwergs im Kind durch ’s Muul’ Pfm. III 4. ‘in hundert taussent teüffel nammen’ Zab. Hexenprozess 1620. ‘mit nammen’ Str. 1392 Brucker 89. ‘disz schiff fört in synen nammen’ Brant Narr. Abw. 35. ‘So mueszt ir auch den nammen han’ Murner Mühle 1368. ‘in nammen ihrer Herren’ Petri 434. ‘brüderlichen nammens’ ders. 339. ‘mit seinem recht Natrlichen Nammen genennet’ Mosch. I 649. ‘ïsh dr [Bd. 1, Sp. 769b]
taag zoovä n üs, griäst mä si mït namä’ Landsman Lied. 123. — Schweiz. 4, 721. Bayer. 1, 1738. | | -land n.: wie schd., -land [verbr.]; vgl. PfWB Heimatland. RA.: Die nemmen gern die Backe voll V. 'geben sich national' [ NW-Wachh]. SprW.: E Prophet gilt nix in seim V. [ RO-Dielkch]; Var. s. PfWB Prophet 2 a. VR.: Anna hat sich gestern abend auf der Straße von den Buben küssen lassen! Pfui, es ist eine Schand für's ganze V.! [ BZ-Billh]. Über BZ-Hofstätt spottet man: Hinner Bach un Erle is mein V. Südhess. II 377/78; RhWB Rhein. IX 95; Bad. II 24. |
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