PfWB ElsWB LothWB über-all Allg. [-alt Kreuzn-Kirn]: 1. wie nhd. RA.: He es ö. on nergends ein unstäter Mensch Rip. A.: Wohin gehst du? B. scherzh.: ö. on nerges Heinsb. Dau beas i. be Mertesomend, — de M. dag May, Bernk, Simm, Aden, Ahrw, Sieg-Scheiderhöhe, Gummb-Nümbrecht. Ö. es wat, em Hus on ok em Backes Mettm-Langenbg. Ö. es Ping (Pein), on jeder föhlt de sing Rip. We faul ös, de hät ü. e got Bett Prüm-Stadtkyll. Et ös ö. got Brut eisse, wammer et nur hät Sieg-Rhönd. Et wiərd ö. Brut gebacke ü. kann man sein Auskommen haben; ü. backe se Br. Rip, Nfrk. Die hant ü. jet hange Schulden; de Fenger ü. dren han sich in alles einmischen; de Ogen ü. han aufpassen (udgl.) Rip, Allg.; et sett min ö. es ist mir ganz übel Klev-Wissel. Häsde all de Kölsche Bot (Dampfschiff) gesiehn; bösde all in Greithüsen (udgl.) gewes? All o., all o., märr dor noch niet nach der Melodie eines kath. Kirchenliedes Mörs. Warschde schunn se Mureschid (Morschd), w. sch. se Mangerschid (Mengerschd)? I., als do noch nit Simm (u. so verbr.). — 2. der Övverall der Überrock Aach-Stdt (schon 1836 veralt.). — Zs. i. –allher, –hin. [Bd. 9, Sp. 9]
| | über-all Adv.: 'an jeder Stelle', iwweraal (iwərāl, -l) [verbr., Bertram § 33 Heeger Südostpf. 14 Karch Jockgr/Nd'horb 126 Mang 82 Schneckenburger 58 Krämer Gal 221], -all [mancherorts]. Der is immer un i. debei [ PS-Erfw]. Der lehnt (leiht) i. Geld [ KU-Schmittw/O]. Ich kumm doch i. erum, was Besunneres is mer noch net ze Ohre kumm [Kaislt]. Der muß sein Nas i. neinstecke [ LU-Neuhf]. Sie hot i. 's Maul drin 'Sie muß überall mitreden' [ LA-Herxh]. Der muß sei Maul i. vorne han, dass. [ ZW-Bechhf]. Mer muß die Aue i. hun, d. h. 'aufpassen' [ KU-Schmittw/O]. Wann's reggert, reggert's iwweraal [Birmelin Penns Gezw. 130]. Woher dann nemme un nit stehle, / Wann iwerall die Mittel fehle [Münch Werke I 147]. Der kann sich i. bewege 'Er ist gewandt, gesellschaftsfähig' [ GH-Schwegh]. RA.: Fors Geld krien ich i. Zucker un e Tutt [ KU-Bedb]. Er will i. die Rechte ausgewwe, von einem, der überall bestimmen will [mancherorts Don Gal]. SprW.: Wasser esch i. naß [ BZ-Dierb]. De Mescht nutzt i., un wann d'en uf de Nußbääm hingscht [ BZ-Dierb]. Die Schullehre singe i. die nämlich Melodie [ BZ-Dierb]. [Bd. 6, Sp. 838] ca. 1480: vnd ihn ihren gerichten vberahle [PfWeist. 443 (KL-Erlb)]. RhWB Rhein. IX 8; LothWB Lothr. 262; ElsWB Els. I 28. | | obig Präp.: 'oberhalb', Ggs. PfWB untig, owwich (owiχ) [mancherorts NWPf NPf VPf, PfId. 103 Müller Dietschw 54 Kamm 49 Don-Tscherwk Werb], uwwich [KU-Rothsbg (Mang 152)]; in manchen Orten um 1930 nur noch von alten Leuten gebraucht; vgl. PfWB ober 1; PfWB obwendig. Er wuhnt o. unserm Haus [ PS-Schindhd]. Volksmed.: Windgalle ame Gaul reibt mer mit me Hunnskopp un legt en noh o. die Diir im Geilstall [Fogel Beliefs Penns Nr. 735]. a. 1596: obig dem weg der Ins bruch gehet [WerschwSchR]. a. 1604: das dritte theil obig der Seltenbach [Lgb. 120 259 (FR-Tiefth)]. a. 1658: obig dem schwartz höbel [GdArch. KL-Ottbg Gewannenbuch S. 13]. a. 1723: obig der Brücken [GGA Böbinger Renov.]. a. 1754: obig den Heydenbrünnlein [Kurpf. 165921 (NW-Weidth)]. — Zum Suffix -ig vgl. PfWB aufig, PfWB gegig, PfWB hintig, PfWB nebig, PfWB ohnig, PfWB übig, PfWB untig, PfWB wegig, PfWB widig, PfWB zwischig. Südhess. IV 1050; RhWB Rhein. VI 320. |
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