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 RhWB auftürmen (Bd. 8, Sp. 1488)   PfWB auf-türmen (Bd. 1, Sp. 411)   ElsWB Turn (Bd. 2, Sp. 716a) 
 auf- türmen: uftămə etwas a., hoch aufschichten Saarbr; ofte·r.mə Kobl-Stdt; ofdīəmə Siegld; optȳənə Eusk-Dirmerzh.

 

  auf-türmen schw.: 'hoch aufschichten', Heu, Stroh, Holz u. dgl., nach dem Schd. [verbr.]. — F.: zumeist uftirmə, was auf die schriftsprachl. Herkunft hindeutet; daneben auch uftärmə. Die Formen wechseln von Ort zu Ort. — RhWB Rhein. VIII 1488.

 

  Turn, Turm [Tûrn S. Banzenh. Logelnh. Ingersh.; Tyrn Lutterb.; Tùrn Obsteinbr. O. U. Lützelstn. Tieffenb. Wh.; Thùrn Diemeringen; Tûr Lorenzen Saarunion Dehli.; Pl. von Tûrn = Tîrn, sonst Tern u. Tìrn, Tîr Saarunion Dehli.; Demin. Tîrnlə, Tìrnlə u. Ternlə O.; Ternl Rchw.

[Bd. 2, Sp. 716b]
Bf. Z.; Nbf. Tùrm Gebw. Obhergh., Pl. Tìrm Obhergh.] m. 1. Turm, Demin. Türmchen an oder auf einem Hause zur Verzierung Obsteinbr. ‘Schneck! Schneck, streck de Hehr erus, Oder ich werf dich iwer döusich Dehr enus!’ Dehli. JB. XI 67. ‘Was halff der turn drynn Danä ging?’ Brant Narr. 32, 11. ‘Thürne tours’ Martin Parl. N. 518. 2. Gefängnis, Gefängnisstrafe allg. Der Mann het drei Ta T. krit Lützelstn. Im T. sitzeⁿ K. Z.; Syn. T. macheⁿ eine Gefängnisstrafe abbüssen Hf. In deⁿ T. kummeⁿ U. Früher dienten einige der Türme der Ringmauer als Gefängnis Str. CS. 30. Auch das Demin. in gleicher Verwendung: Du kumms in s Türnle! Hattst. ‘das er jhr in gefencknuss vnd thurn werffe’ Geiler 71. Narr (Kl.). ‘in den thurn geleyt’ Str. 15. Jh. Brucker 8. ‘in thurn gelegt’ Han. 1552 JB. III 94. ‘Ist Ein tag und Nacht In Thurm erkanndt worden’ Weier aufm Land 1582 JB. III 78. ‘mit Thürnen, freveln vnnd stössen abgetrungen’ Mosch. I 413. Zss. –schisser Schimpfn. für einen, der im Gefängnis gesessen hat Geud.; –schliesser Gefängnisaufseher Brum. 3. enge Wohnung. In e so e T. möcht iʰ aüʰ hockeⁿ! (iron.) Osthsn. 4. †‘einem den Thurm weisen, wenn man einen mit beiden Händen am Kopfe in die Höhe hebt’ Klein, s. Grossvater. — Basel 93. Bayer. 622. Pfalz 31, 35, 142.

†‘