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 RhWB tünchen (Bd. 8, Sp. 1461)   PfWB Tüncher (Bd. 2, Sp. 616) 
 tünchen Rhfrk an der Nahe (sonst weissen, kälken), u. zwar dinχə, –jə schw.: wie nhd. — Abl.: die Düncherei, das Gedünch, der Düncher (-jər). — Urkundl. aber auch noch an der Mosel bezeugt.

 

   Tüncher m.: 'Handwerker, der die Wände anstreicht', Dinjer (dinjər, r) [verbr.]. Dünjer [ KL-Erlb], Tinjer [ KU-Körbn ZW-O'hs], Tünje [KU-O'staufb], Denjer [ KU-Herschw/Petth Frohnhf HB-O'bexb KL-Miesb RO-Lohnsf]. Dincher (dinχər) [vereinzelt ganze Pfalz, häufiger lothr. SWPf], Dinicher [HB-Alth Breitft ZW-Stamb Walshs], Dinscher (dinər) [Hombg IB-Schnapp LU-Altr], Dinischer [ HB-Peppk Hombg], Tüncher [ KL-Schallodb]; vgl. PfWB Anstreicher, PfWB Pinsel 3, PfWB Maler, PfWB Weißeler. RA.: In meim Geldbeil (Geldbeutel) is de Dinjer 'ist alles ausgeräumt, d. h. er ist leer' [KL-Lauerhf, verbr., vorn. WPf]. Das Neckspiel Wääsch du, wo de D. wohnt s. bei PfWB Pinsel 1. a. 1612: 13 fl. verdient Hanß Haman, Düncher, im Pfarrhoff [DisibSchR]. a. 1663: Hans Wolff ein Düncher, so zu Frankenthal gewohnt [StArch.Kaislt. Bürgerbuch]. — Es fällt auf, daß das Wort bei den Auslandspfälzern nicht belegt ist; in Gal war es unbekannt. — Südhess. I 1828/39; Rhein. VIII 1461 Z. 10; Bad. I 595.