tummeln das Wort, iterativ zu mhd. Lexer tûmeln, ahd. tûmilôn, tûmôn gebildet, ist allg. (Berg, Klevld beschränkt, s. u.), u. zwar dumələ(n), do- Rhfrk, Mosfrk (nur in Bed. 2) [tu- Trier-Bonerath Casel, Wittl-Altrich Bombog Neuerbg Meerf (-o-), Bitb-Dudeld Rittersd; to- Bitb-Wiersd, Prüm-Hallschlag Ihren Leidenborn Nimsreuland Reuth Schönecken; tu- Daun-Strohn Tettschd, Koch-Lutzerath, Goar-BiebernhStdt Werlau, Kobl-Dieblich, May-Ettring, Altk-Daaden Horhsn; do- 2, tu- 1 Trier-Stdt]; Rip [Bd. 8, Sp. 1440]
to-, tu- [du- Jül-Roerd]; Berg in Gummb tu-, Sol du- [tou- Sol-Herschd]; Eup, SNfrk tu- [tū- Heinsb-Breberen]; Klevld tu- in Geld, Klev, Rees [to- Rees-Isselbg; ty- Klev-Kranenbg] schw.: 1. nur Rip, Nfrk (s. o.). a. taumeln, über Kopf stürzen; den tummelt van't Pert; de volle Kerl es de Trapp erongergetummelt; ek sin van den Bom g.; ek tummelde öwer den Grond fiel stolpernd hin; he kom erangetommelt im hastigen Laufen; ek haue dech, dat do tummels purzelst, dich wälzt; de Äppel t. vam Bom (eraf) Nfrk, Rip; he tommelt spricht im Fieber irre Rees-Isselbg; vertritt sich etwas die Füsse Aach-Merkst; de Hohnder t. (sich) baden, pudeln im Sande Jül. — b. viel u. unaufhörl. arbeiten, auch sich t., dies auch in der Bed. sich sputen. Als Gott der Här de Welt gemäck, allēn dat Water, allēn den Dreck, du wor he ens an die Tummelei on mek (machte) de Hemmel glik dobei Erk-Rath. — c. sich herumt., wie nhd. (dies auch Trier-Stdt tu-, während 2 do- lautet). — 2. sich t., sich beeilen, sputen, mit Gehen, Arbeiten, um einen Zweck zu erreichen, nicht im Spiel Rhfrk, Mosfrk (hier nur diese Bed.) u. auch Rip, Nfrk (s. o.); sich iwer Kopp un Orsch d.; wemmer op en Flor es, häscht et sich gedommelt on net gefaulenzt; dapper, dommel dich, sos kennschte ze spet; mer moss sech d., dat mer hinkennt; sech met ebbes d.; eich d. mich met Lafen Saar, Allg. RA.: Den tommelt sich, äs wann et am (im) Heumond würr Prüm-Leidenborn. Der Phlegmatiker dummelt sich nit, un wenn em dat Gewire (Gewitter) in die Hässe (Hachsen, Fersen) schläht Simm. Der Dummel-dich het de Hals gebroch (verbroch), de Langsam awwer lebt noch! Antw. auf die Aufforderung ‘dummel dich’ Saarbr, allg. Rhfrk, Mosfrk. Tummel-dich es zu spot kun! einem Eilfertigen u. ganz erhitzt Eintretenden zugerufen Prüm-Mürlenb. En hot den Dommel-dich scherzh. den Durchfall Rhfrk, Mosfrk, — de Pitter Dummel-dich Bernk (Mos), Kobl, Prüm-Reuth, Simm-Schlierschd. — Abl.: die Tummel(er)ei, dat Getummel(s). | | tummeln1 schw.: 1. sich t., 'sich beeilen', sich dummele (dum(ə)lə, zu (ə) vgl. PfWB dengeln) [fast allg., auch Penns Don Gal Buch Rußl], tummele [ ZW-Battw LU-Altr], dommele [ KU-Altkch HB-Kirrbg O'bexb IB-Aßw Ingb Don-Hatzfeld[Bd. 2, Sp.
"> dich! Dommel dich! Dummel dich dapper! (e bißche u. ä.) 'Mach schnell (bei der Arbeit, beim Gehen, bei jeder Tätigkeit)!' [allg.]; vgl. Tummeldich. Syn.: (sich) beeilen, (sich) tapfern 1, (sich) daranhalten 2, PfWB eilen, PfWB fußeln, (dalli, tapfer, Tempo, tutswit, einandernach, ein bischen, einmal, fix, fort, geschwind, hurtig, nacheinander, schnell, voran, vorunter, vorwärts, zu) machen, (sich) regen, (sich) schikken, (sich) sputen. Dummel dich, daß mer vor'm Reen noch deheem sin [ KL-Reichb]. Wann de dich tummelscht, kannscht vor Oowed noch fertich werre [ LU-Altr]. Dummele eich net so aarich! Gruß beim Vorübergehen an arbeitenden Leuten [ KL-Hütschhs ZW-Lambsbn]. Die han sich getummelt, scherzh., wenn sich bald nach der Hochzeit ein Kind einstellt [ ZW-Battw]. — 2. 'sich müde machen beim Spiel oder bei der Arbeit' in den Zs. PfWB ab-, PfWB herumtummeln. — Zu mhd. tumeln, der Nebenform von tūmeln 'taumeln'; dieses mit 1 — Infix zu mhd. tūmen, ahd. tūmōn 'sich drehen', s. Kluge-Mitzka20 taumeln, tummeln. — Südhess. I 1818; RhWB Rhein. VIII 1439/40; Saarbr. 53; LothWB Lothr. 111; ElsWB Els. II 684; Bad. I 591. |