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 RhWB trollen II (Bd. 8, Sp. 1385)   Lexer drillen (Bd. 1, Sp. 463)   RhWB trollen II (Bd. 8, Sp. 1385) 
  PfWB trollen II das Zeitw., zu dem auch die oben aufgeführten Wörter troll, Troll gehören, ist Rhfrk in Saarbr, Ottw, Wend, Bernk-Rhaunen, Simm-Schlierschd, Goar-Heimb, Mosfrk an der Saar, Mos bis Zell, WEif. verbr; im Rip hier u. da Sieg-Ägid, MülhRh, uWupp, SNfrk in Kemp-SHubert Lobberich (dr-), Geld-Stdt (trǫălə), u. zwar dro·l.ə, –ǫ-; im Rip usf. tr- [Zell-Briedel -u-; in Merz, Saarbg hier u. da, Trier-Pluwig -l-; WSaarbg WBitb -e-, –ø-, Part. gədrǫ·l.t] schw.: 1. intrans. radähnl. od. auf dem Boden umherrollen, hin- od. umfallen, herabkollern, einstürzen; getrollt sen gepurzelt, gefallen sein, bes. von Kindern; hean as dohigetrollt; dohergetrollt komme; elo trollt en da liegt er, sich wälzend; de Äppel trolle vum Bam; den Humer (Hammer) trollt of em Bodem; et Brot tr. am (im) Dreck; die Kläder tr. an der Stuf (Stube) (erum); iwer seng ege Bän (Fiss) tr.; ich hauen der än, dats de iwer Kopp on Oərsch trolls; hannen dran (drein) tr. tänzelnd hinterdrein gehen; eraftr.; erantr.; lo eremtr.; ebbes eremtr. lossen ohne Ordnung herumliegen

[Bd. 8, Sp. 1386]
lassen; dat Geschiər hat lang genug do erumgetrollt; eronnertr. WMosfrk, Allg.; faulenzend herumliegen, sich umhertreiben Allg.; der trollt schun acht Da lo erom Trier-Heidenbg, Prüm-Mürlenb; ohne bestimmtes Ziel einhergehen Kemp-Lobberich, Geld-Stdt (-ă-); der N. ehr Strimp tr. rollen herab; et git Rēn, er hot getrollte Str. Simm-Schlierschd, Saarbr-Güding. RA.: Tr. wie jong Katze sich balgen Saar. De kemmst getrollt wie en Kuh, de muscht e For (Farre, Stier) sen Saarbg-Taben. De Äppel tr. wie gerēnt kollern herab Merz-Hilbring. Dau trolls dran (drein) wie en Sau an (in) de Wessebrei (Weizen-) du richtest mit deinem unvorsichtigen Reden Unheil an Bitb-Geichl. En trollt dorom wie en Bonsel (Kotklümpchen) ön der Bach der Betrunkene torkelt hin u. her Trier-Stdt. Dau trollscht mer op em Herzen bist überflüssig Merz-Saarhölzb. — 2. trans. a. sich tr. α. sich auf dem Boden herumwälzen, sich balgen; ech hauchen dech, dat de dech trollscht o wänzelscht; en hat sich getrollt un gewälzt vor Lachen (Pein); sich de Berg eraftr.; sich eran-, erunnertr. Saar, Allg. — β. sich müssig umhertreiben; sich (erum)tr. Allg. — γ. sich beeilen; du moscht dich awwer tr., sonscht es der Zug fort Ottw, Allg.; sech heromtr. sich beeilen, plagen Kemp-SHubert. — δ. sich wegmachen, sich langsam davonmachen Allg. — b. etwas tr., ungleich drehen, wälzen Saargeb.; ein Fass irgendwohin kollern Allg. — Abl.: die Trollerei, dat Getroll(s).

 

 FindeB drillen stv. I, 3. (BMZ I. 391b)drehen, abrunden; nur das part. gedrollen drall, rund, gehäuft nachweisbar Loh. Wigam. Ms. Helbl. ir arme gedrollen unde blanc Ga. 2. 287,23. zwên gedrollen ( rund gedrehte ) knöpfe Wolk. 52. 2,5. den schilt gedrollen tûtscher nasen vollen Dal. 149,38. aus derselben wurzel wie dræjen, vgl. Kuhn 11,115 f. mit ûʒ, ûf.

 

  PfWB trollen II das Zeitw., zu dem auch die oben aufgeführten Wörter troll, Troll gehören, ist Rhfrk in Saarbr, Ottw, Wend, Bernk-Rhaunen, Simm-Schlierschd, Goar-Heimb, Mosfrk an der Saar, Mos bis Zell, WEif. verbr; im Rip hier u. da Sieg-Ägid, MülhRh, uWupp, SNfrk in Kemp-SHubert Lobberich (dr-), Geld-Stdt (trǫălə), u. zwar dro·l.ə, –ǫ-; im Rip usf. tr- [Zell-Briedel -u-; in Merz, Saarbg hier u. da, Trier-Pluwig -l-; WSaarbg WBitb -e-, –ø-, Part. gədrǫ·l.t] schw.: 1. intrans. radähnl. od. auf dem Boden umherrollen, hin- od. umfallen, herabkollern, einstürzen; getrollt sen gepurzelt, gefallen sein, bes. von Kindern; hean as dohigetrollt; dohergetrollt komme; elo trollt en da liegt er, sich wälzend; de Äppel trolle vum Bam; den Humer (Hammer) trollt of em Bodem; et Brot tr. am (im) Dreck; die Kläder tr. an der Stuf (Stube) (erum); iwer seng ege Bän (Fiss) tr.; ich hauen der än, dats de iwer Kopp on Oərsch trolls; hannen dran (drein) tr. tänzelnd hinterdrein gehen; eraftr.; erantr.; lo eremtr.; ebbes eremtr. lossen ohne Ordnung herumliegen

[Bd. 8, Sp. 1386]
lassen; dat Geschiər hat lang genug do erumgetrollt; eronnertr. WMosfrk, Allg.; faulenzend herumliegen, sich umhertreiben Allg.; der trollt schun acht Da lo erom Trier-Heidenbg, Prüm-Mürlenb; ohne bestimmtes Ziel einhergehen Kemp-Lobberich, Geld-Stdt (-ă-); der N. ehr Strimp tr. rollen herab; et git Rēn, er hot getrollte Str. Simm-Schlierschd, Saarbr-Güding. RA.: Tr. wie jong Katze sich balgen Saar. De kemmst getrollt wie en Kuh, de muscht e For (Farre, Stier) sen Saarbg-Taben. De Äppel tr. wie gerēnt kollern herab Merz-Hilbring. Dau trolls dran (drein) wie en Sau an (in) de Wessebrei (Weizen-) du richtest mit deinem unvorsichtigen Reden Unheil an Bitb-Geichl. En trollt dorom wie en Bonsel (Kotklümpchen) ön der Bach der Betrunkene torkelt hin u. her Trier-Stdt. Dau trollscht mer op em Herzen bist überflüssig Merz-Saarhölzb. — 2. trans. a. sich tr. α. sich auf dem Boden herumwälzen, sich balgen; ech hauchen dech, dat de dech trollscht o wänzelscht; en hat sich getrollt un gewälzt vor Lachen (Pein); sich de Berg eraftr.; sich eran-, erunnertr. Saar, Allg. — β. sich müssig umhertreiben; sich (erum)tr. Allg. — γ. sich beeilen; du moscht dich awwer tr., sonscht es der Zug fort Ottw, Allg.; sech heromtr. sich beeilen, plagen Kemp-SHubert. — δ. sich wegmachen, sich langsam davonmachen Allg. — b. etwas tr., ungleich drehen, wälzen Saargeb.; ein Fass irgendwohin kollern Allg. — Abl.: die Trollerei, dat Getroll(s).