PfWB trollen II das Zeitw., zu dem auch die oben aufgeführten Wörter troll, Troll gehören, ist Rhfrk in Saarbr, Ottw, Wend, Bernk-Rhaunen, Simm-Schlierschd, Goar-Heimb, Mosfrk an der Saar, Mos bis Zell, WEif. verbr; im Rip hier u. da Sieg-Ägid, MülhRh, uWupp, SNfrk in Kemp-SHubert Lobberich (dr-), Geld-Stdt (trǫălə), u. zwar dro·l.ə, –ǫ-; im Rip usf. tr- [Zell-Briedel -u-; in Merz, Saarbg hier u. da, Trier-Pluwig -l-; WSaarbg WBitb -e-, –ø-, Part. gədrǫ·l.t] schw.: 1. intrans. radähnl. od. auf dem Boden umherrollen, hin- od. umfallen, herabkollern, einstürzen; getrollt sen gepurzelt, gefallen sein, bes. von Kindern; hean as dohigetrollt; dohergetrollt komme; elo trollt en da liegt er, sich wälzend; de Äppel trolle vum Bam; den Humer (Hammer) trollt of em Bodem; et Brot tr. am (im) Dreck; die Kläder tr. an der Stuf (Stube) (erum); iwer seng ege Bän (Fiss) tr.; ich hauen der än, dats de iwer Kopp on Oərsch trolls; hannen dran (drein) tr. tänzelnd hinterdrein gehen; eraftr.; erantr.; lo eremtr.; ebbes eremtr. lossen ohne Ordnung herumliegen [Bd. 8, Sp. 1386]
lassen; dat Geschiər hat lang genug do erumgetrollt; eronnertr. WMosfrk, Allg.; faulenzend herumliegen, sich umhertreiben Allg.; der trollt schun acht Da lo erom Trier-Heidenbg, Prüm-Mürlenb; ohne bestimmtes Ziel einhergehen Kemp-Lobberich, Geld-Stdt (-ă-); der N. ehr Strimp tr. rollen herab; et git Rēn, er hot getrollte Str. Simm-Schlierschd, Saarbr-Güding. RA.: Tr. wie jong Katze sich balgen Saar. De kemmst getrollt wie en Kuh, de muscht e For (Farre, Stier) sen Saarbg-Taben. De Äppel tr. wie gerēnt kollern herab Merz-Hilbring. Dau trolls dran (drein) wie en Sau an (in) de Wessebrei (Weizen-) du richtest mit deinem unvorsichtigen Reden Unheil an Bitb-Geichl. En trollt dorom wie en Bonsel (Kotklümpchen) ön der Bach der Betrunkene torkelt hin u. her Trier-Stdt. Dau trollscht mer op em Herzen bist überflüssig Merz-Saarhölzb. — 2. trans. a. sich tr. α. sich auf dem Boden herumwälzen, sich balgen; ech hauchen dech, dat de dech trollscht o wänzelscht; en hat sich getrollt un gewälzt vor Lachen (Pein); sich de Berg eraftr.; sich eran-, erunnertr. Saar, Allg. — β. sich müssig umhertreiben; sich (erum)tr. Allg. — γ. sich beeilen; du moscht dich awwer tr., sonscht es der Zug fort Ottw, Allg.; sech heromtr. sich beeilen, plagen Kemp-SHubert. — δ. sich wegmachen, sich langsam davonmachen Allg. — b. etwas tr., ungleich drehen, wälzen Saargeb.; ein Fass irgendwohin kollern Allg. — Abl.: die Trollerei, dat Getroll(s). | | FindeB drillen stv. I, 3. (BMZ I. 391b)drehen, abrunden; nur das part. gedrollen drall, rund, gehäuft nachweisbar Loh. Wigam. Ms. Helbl. ir arme gedrollen unde blanc Ga. 2. 287,23. zwên gedrollen ( rund gedrehte ) knöpfe Wolk. 52. 2,5. den schilt gedrollen tûtscher nasen vollen Dal. 149,38. aus derselben wurzel wie dræjen, vgl. Kuhn 11,115 f. mit ûʒ, ûf. | | Tröllchens-rech m.: FlN in KL-Wörsb, Drelchesrech. — Der erste Wortteil wohl nach dem einstigen Besitzer, der den Spitznamen Tröllchen hatte; vgl. PfWB Trollen. Zum Grundw. s. PfWB Rech 'Hang'. |
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